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Mittwoch, 6. Januar 2016

Wider den Entschuldigern

Es gibt einen --gefühlt relativ häufigen-- Menschentyp. Ich nenne sie wahlweise

  • Hoeneß-Bemitleider
  • Vergewaltigungserklärer

oder Schlimmeres.

Aus eigener Erfahrung weiß ich: Wenn immer ein verbrecherisch gesinnter Mensch entsprechend seiner Gesinnung handelt, dann suchen irgendwelche Entschuldiger entschuldigende Gründe für dieses Handeln.

Wie das aussieht?

Notgeile, alte Hurenböcke, die junge Mädchen in (empfundenen) Notsituationen angraben und dabei einen "psychologischen" §177 abziehen
⇒ "armer einsamer Mann", "kann ich verstehen, bekommt ja sonst keinen Sex" (sic!), "ausnützerische, bösartige Ex-Frau"

Wiederholter Gewalttäter, Raubmord, Bedrohung, Nötigung, Erpressung
⇒ "Schlechte Kindheit", "Hat er ja nicht anders gelernt"

Alternativ kommt dann auch das Geschrei nach Nicht-Diskriminierung. Täter müssen geschützt werden, weil die breite Öffentlichkeit ("der Mob") vielleicht sonst dem Täter Böses antut oder sogar Unbeteiligte in Gruppenverantwortung (guilt by association) nimmt. So aktuell zum Beispiel in Bezug auf die Neujahrsübergriffe in Köln.

Augenzeugen berichten von nordafrikanischen/arabischen Tätern?
⇒ Nein, das kann man nicht sagen, das geht gegen Flüchtlinge.

Nur weil ich weiß, dass in Köln (und Stuttgart und Hamburg?) offensichtlich kriminelle Banden (wenn sie es nicht schon vorher waren, dann sind sie es jetzt) von Personen mit Migrationshintergrund aus dem afrikanischen/arabischen Raum eine beschissene, menschenverachtende Masche abzogen hat, bin ich jetzt nicht automatisch dumm genug, das zu verallgemeinern.

Es steht mir sogar zu, Mutmaßungen anzustellen, ob Zuwanderer, die in patriarchalisch, und/oder stark familien-, bzw. stammesorientierten Strukturen aufgewachsen sind und sich zeitgleich dem Islam zuordnen, eventuell eher dazu neigen, sich mit westlichen Werten, insbesondere in Bezug auf die Rechte von Frauen, schwer tun. Mutmaßen darf ich das, das ist mein gutes Recht.
Würde ich allerdings aufgrund solcher Mutmaßungen und ohne hinreichend belastbare Nachweise Taten folgen lassen, dann und erst dann würde ich unseren Rechtsstaat hinter mir lassen. Eben selbiges liegt mir aber absolut fern, ich schätze unseren Rechtsstaat als sehr hohes Gut.

Übrigens glaube ich die These nicht, wir haben genügend selbst produzierte Arschlöcher in unserem Land. Ich glaube nicht, dass die Quote unter Migranten deutlich höher sein soll.
Folgt man den Entschuldigern, besteht eine Gefahr der weitreichenden Rechtsverletzung gegen Täter und Unbeteiligte durch die "dumme" Allgemeinheit offenbar dauernd und auf breiter Front. Aus diesem Grund muss jeder und insbesondere die breite Masse vor sich selbst geschützt werden!

Ich hab so das Gefühl, die Denkweise "Andere denken nicht nach, deswegen muss man sie vor sich selbst schützen" sagt mehr über die "Beschützer" als ihnen vielleicht bewusst ist.

Auf derselben Schiene: Weil ich mir bei der Konfrontation mit manchen, besonderen Zeitgenossen hin- und wieder vorstelle, wie es wäre, sie möglichst langsam und qualvoll öffentlich auszuweiden, besteht scheinbar tatsächlich die unmittelbare Gefahr, dass ich das auch zeitnah tun werde. Beschützt mich vor den Horrorthrillerautoren dieser Welt und vor allen Menschen, die mal mit einem halsstarrigen Support-Mitarbeiter (d.h. einem OEH, einem ohne eigenes Hirn) zu tun hatten!

Ich empfehle den Betroffenen hier die eingehende Lektüre von Thomas Hobbes' "Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und staatlichen Gemeinwesens" und dessen Kritik. Vielleicht verstehen sie dann besser, warum ihr Verhalten so problematisch ist.

Zuletzt fällt mir noch ein Begriff ein, den ich auch für diese Leute verwende:

Arschloch-in-Schutz-Nehmer

Es gibt keine Entschuldigung dafür, ein Arschloch zu sein. Es gibt vielleicht Ursachen, aber es gibt keine Entschuldigung.

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