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Donnerstag, 22. Dezember 2011

Umgang mit Narzissten

Für Frauen: Anfangs erschien er mehr als nur toll. Charmant, auf eine gewisse männliche Art aggressiv, aber auf sehr anziehende, auch sexuell anziehende Weise. Nichts schien für ihn unmöglich und er zog Leute alleine durch seine Anwesenheit in seinen Bann.

Für Männer: Seine Durchsetzungsfähigkeit hat Dir imponiert. Er wirkte wie einer, der anpackt, der begeistern kann. Ein Mann, der im Leben steht und auch schafft, was er sich vornimmt und der dabei auch andere mitnehmen kann.



Inzwischen ist er aber nur noch ein Arschloch. Nichts kann man ihm Recht machen, regelmäßig macht er Leute wegen Kleinigkeiten runter, er scheint richtiggehend nach Fehlern zu suchen, die er anderen dann möglichst fest reinwürgen kann. Dabei versucht er aber immer, die Fassade zu wahren. Wenn er jemanden vor anderen runter macht, dann nur, wenn er weiß, dass die anderen Anwesenden ihm nicht an den Karren fahren können oder ihm wohlgesonnen sind.

Ansonsten versucht er auch seine, "Jünger" —die seine billige, polarisierende Masche noch nicht durchschaut haben— gegen sein neuestes Opfer aufzuhetzen. Er kann dabei lügen wie gedruckt und scheint dabei überhaupt keine Skrupel oder Reue zu empfinden. Kommt ihm einer mal wirklich quer, kann er bedeutende --auch kriminelle-- Energie aufwenden, um diese "Scharte" auszuwetzen und den anderen zu vernichten. Auch kleinste Kratzer an seiner Fassade führen dazu, dass er einen Sündenbock braucht, um diesen fertig zu machen.

Der Narzisst bekämpft dabei aber nicht sein Gegenüber, denn er ist viel zu arrogant, um sich überhaupt mit anderen Menschen über Ausnutzung hinaus zu beschäftigen. Was der Narzisst bekämpft, ist er selbst, er richtet den eigenen Selbsthass auf seine Umwelt.

Arbeit versucht er so gut als möglich auf andere abzuwälzen, dabei aber gleichzeitig die Lorbeeren einzusammeln. Selber bringt er allerdings zumeist relativ wenig auf die Reihe. Wenn er hart arbeitet --und er kann tatsächlich sehr hart arbeiten, dann ist seine Leistung allerdings immer auf Anerkennung ausgerichtet. Nur der "Erfolg" zählt, alles andere ist unwichtig, auch eventuelle Leichen am Wegesrand. Der Narzisst ist nicht besser oder schlechter als alle anderen, aber er versteht es, sich immer in das beste Licht zu rücken. Dafür kann er dann enormen Aufwand auf sich nehmen.

Für einen Narzissten erscheint diese Anerkennung lebenswichtig. Ohne sie ist er ein Nichts, ein Niemand, eine leere Hülle und das spürt er. Kritik (oder auch nur das Ausbleiben von Bewunderung) ist für ihn lebensbedrohend.

Bleibt diese aus oder zweifelt jemand an seiner Unfehlbarkeit, bzw. weist ihm sogar einen Fehler nach und seien es nur "Kleinigkeiten", bleiben nur zwei Auswege für einen Narzissten: Der totale Zusammenbrauch in die Depression (abhängiger, "weiblicher" Narzissmus) oder Aggression (aggressiver, "männlicher" Narzissmus).

In diesem Artikel geht es um die zweite Form, wie er bei Männern viel häufiger ist. Der aggressive Narzisst reagiert mit Zweifeln an seinem Größenwahn damit,  indem er Hass gegenüber denjenigen empfindet, die sein grandioses Selbstbild angreifen. Er kämpft dabei regelrecht um seine Existenz, denn für ihn existiert nur das Scheinbild, das er in die Welt setzt. Seine darunterliegende, "schwache Persönlichkeit" hasst er, verachtet er und betrachtet sie nicht als Teil von sich selbst.

Wer bei solchen Leuten das Fallen der Maske miterlebt hat, der ist gewarnt. Für die, die so etwas das erste Mal erleben, ist dieser Artikel.



Der erste Schritt zur Erkenntnis ist sich klar zu machen, dass das Gegenüber eine schwere psychische Störung, eine Persönlichkeitsstörung hat. Er hält sich für den Allergrößten und glaubt, dass die Welt nach seiner Pfeife tanzen muss. Tust Du das nicht, wird er pampig und aggressiv. Bei leichten Fällen ist diese Aggression auf die Scham und die Wut zurückzuführen, weil man ihn auf seine eigene Unzulänglichkeit (= er sei nicht perfekt) hingewiesen hat. Bei schweren Fällen sind die Zweifel, ob die eigene Position falsch sein könnte, längst völlig verschwunden. Diese schweren Narzissten leben dann in Ihrer eigenen, eingebildeten Welt, in der sie großartig sind und jeder Widerstand von anderen auf Bösartigkeit, Neid oder Missgunst zurückzuführen ist.

Mach Dir zuerst Folgendes klar: Du hast sicher schon versucht, mit ihm zu reden, ihn zu überzeugen. Er wurde wütend oder hat Dich ignoriert. Wahrscheinlich macht er Dich seitdem fertig und redet schlecht über Dich. Entschuldige ihn nicht, er ist verantwortlich und es ist auch nicht Deine Schuld!

Durch Dich wurde er einfach nur an seine eigenen Probleme erinnert und bekämpft jetzt den Boten, er projiziert seine Unsicherheit, sein fehlendes Selbstwertgefühl auf seine Umwelt.

Bei einem Narzissten sind immer die anderen Schuld. Der Narzisst hat das Problem, nicht Du. Ein Narzisst lässt sich nicht überzeugen oder überreden. Sobald etwas gegen seine vorgefertigte, unverrückbare Position geht, verfällt er in automatisiertes Abwehrverhalten.

Hierbei wendet er nahezu immer seelische (Abwertung, Beleidigung, Demütigung) oder sogar körperliche Gewalt an. In seiner Denkweise sind immer die anderen die Angreifer.  Er sieht sein eigenes Fehlverhalten nicht (weil nicht sein kann, was nicht sein darf). Er denkt nicht wie ein gesunder Mensch.

Die Grundregel zum Umgang mit solchen Menschen, die nichts annehmen, kann man aus vielen Beiträgen [nur mal die ersten drei: 5, 6, 7] herauslesen. Sie lautet: Lass es, lauf weg. Wenn es irgendwie möglich ist, sollte man den Kontakt zum Narzissten meiden. Aufgrund seines kaputten und schrägen Weltbildes, wird er einen nur ausnutzen. In seinem Kopf dienen andere Menschen nur dazu, den eigenen Größenwahnsinn aufrecht zu erhalten. Widerspricht man ihm oder gefährdet man seine Position als "Leittier" in der Gruppe, wird er aggressiv reagieren. Er macht niemals Fehler, geht etwas schief sind immer die anderen schuld.

Das eigentliche Problem bei Narzissten für ihre Umwelt ist aber, dass sie für Unbekannte zunächst überaus lebensfroh, charmant und liebenswert erscheinen können. Dazu hilft ihnen ihre selbstsichere Fassade und ihre oberflächliche Freundlichkeit. Doch hinter dieser liebenswerten, freundlichen Fassade steckt beim Narzissten nur knallhartes Kalkül: Sie wissen, dass sie mehr narzisstische Zufuhr erhalten, wenn sie zunächst freundlich auftreten.
Der oberflächliche Charme dient dem Narzissten (und dem Soziopathen) dazu, das Misstrauen zum Schweigen zu bringen. Hat man bereits Erfahrung mit ähnlichen Menschen oder ein gutes Bauchgefühl, kommt aufgrund der versteckten Falschheit des Narzissten ein deutliches Unwohlsein auf. Die übermäßige Freundlichkeit dämpft dieses eigentlich korrekte Bauchgefühl, das sagt: "Halt Dich bloß fern von dem". Wir hören nicht mehr auf unser eigenes Unterbewusstsein.

In der psychologischen Manipulationstheorie nennt man dieses Vorgehen unter anderem auch "Love Bombing". Es ist ein bösartiger Trick, um das Gegenüber in eine vermeintliche Abhängigkeit zu bringen (und es zu Handlungen zu verleiten, die es eigentlich gar nicht will). Je selbstunsicherer das Opfer, desto besser funktioniert diese schmutzige Methode der Manipulation. Der Narzisst spielt die Rolle des aufbauenden und liebenswerten Menschen, um andere von sich abhängig zu machen. Das erfüllt für ihn gleich zwei Zwecke: Erstens erhält er selbst Bewunderung (er stellt sich ja als großartigen Übermenschen hin). Zweitens erlangt er dadurch Macht über andere: Der unvermittelte Entzug der Aufmerksamkeit löst gerade bei unsicheren Menschen Schuldgefühle und Missverständnis aus.

Die Hölle beginnt dann, wenn der Narzisst nicht mehr genug von der für ihn so unglaublich wichtigen Droge "Bewunderung" und "Im Mittelpunkt stehen" bekommt oder wenn er merkt, dass das Aufrechterhalten seiner Fassade zu viel Energie kostet (d.h. wenn man ihm zu nahe kommt).

Jetzt setzt die völlig kranke Weltvorstellung des Narzissten ein: Der andere erscheint ihm jetzt --gerade, weil er sich manipulieren ließ und weil er sich tatsächlich nach Nähe sehnt-- als schwach und verachtenswert. Für Narzissten  ist jedes Gefühl ein Zeichen von Schwäche. Die Aufmerksamkeit und Abhängigkeit seines "Opfers", die er sich vorher so mühsam herbeigelogen hat, erscheint dem Narzissten nun als unerträglich.

Der Narzisst lehnt also genau das ab, wonach er sich so sehr sehnt.

Im verqueren Kopf des Narzissten klopfen jetzt wieder die quälenden Minderwertigkeitsgefühle an ("Ich muss doch ein wundervolles Leben haben!", "Ich muss perfekt sein!") und verwandeln sich —zumeist ohne dass er es selbst wahrnimmt— in Hass und Mißachtung. Er löst das Problem dieser unschönen Gefühle, indem er sie willkürlich auf seine Umgebung projiziert. Seine eigenen, verhassten Gefühle empfindet er nicht wegen seiner gestörten Denkart, sondern sie sind immer nur Reaktionen auf das bösartige Verhalten der Außenwelt.

In der Selbstdarstellung des Narzissten erscheint dies dann auch genau so: Wenn man ihm widerspricht, dann liegt das selbstverständlich an der eigenen Minderwertigkeit, denn er hat immer Recht. Die anderen sind nur missgünstig und neiden ihm seine gottgleiche Persönlichkeit. Und ja, der Narzisst denkt tatsächlich so von sich und er findet das auch keineswegs seltsam (das lässt sein gestörtes Selbstbewusstsein nicht zu).

Und weil das einfach nicht wahr ist, weil der Narzisst auch nur ein Mensch ist und --oft auch bedingt durch seine Störung-- Fehler macht, muss er Auswege aus diesem Konflikt suchen. Er findet diesen Ausweg, indem er andere verantwortlich macht: Studien haben ergeben, dass Personen mit hohen Narzissmus-Werten  andere regelmäßig auf völlig unangemessene Weise persönlich abwerten. Dadurch wird das eigene Selbst stabilisiert: "Ich bin besser als der, der ist so schlecht." und der Narzisst kann weiter seinen Gottkomplex und seine persönliche "Das Leben ist schön"-Illusion aufrecht erhalten. Die Psychotherapie spricht von der Projektion innerer Konflikte nach außen.

Ein Satz, der die Denkweise des narzisstisch Gestörten gut zusammenfasst ist folgende Selbstaussage:

"Ich bin ja schon scheiße, aber alle anderen sind offenbar noch viel schlechter"

Bei starken Narzissten ist das mangelnde Selbstwertgefühl abgespalten, die eigenen Fehler werden nicht als Teil der eigenen Person wahrgenommen, sondern in der Außenwelt regelrecht gesucht. Selbstzweifel werden automatisiert als von außen kommend betrachtet.

Für den schwer gestörten Narzissten ist aus seiner Sicht bei ihm selbst auch alles in Ordnung. Er hält sich für großartig, oder wie es im Englischen heißt sogar für "larger than life". Andere müssen sich glücklich schätzen, weil er ihnen Aufmerksamkeit schenkt, denn er hält sich selbst für das Zentrum des Universums. Er kann die Bedürfnisse und Wünsche anderer nicht verstehen, für ihn erscheinen sie wie Maschinen, die manipuliert werden müssen, um für das eigene Wohlergehen zu sorgen. Es ist für ihn nicht verständlich, dass die Konflikte, in die er immer und immer wieder verwickelt wird, durch sein eigenes, rücksichtsloses Verhalten verursacht werden. Und wenn er es doch begreift, dann nur, um sich auf die eigene Schulter zu klopfen und sich zu sagen "Du hast es immer noch drauf, Du steckst sie alle in die Tasche und deswegen sind diese armen Menschen neidisch auf Dich". Er kann gar nicht begreifen, dass es auch anders geht.
So schön Narzissten im ersten Augenblick also sein können: Wenn man ihnen zu nahe kommt, werden sie immer irgendwann ihre Maske fallen lassen und entwickeln sich dann zu regelrechten Hassteufeln. Von dem oberflächlichen Charme, der so anziehend schien, ist dann so gar nichts mehr zu erkennen. Der freundliche Umgang mit einem Narzissten ist immer ein Abhängigkeitsverhältnis. Der Narzisst kann nichts anderes zulassen, er behandelt Menschen wie Dinge.

Hat man das einmal erlebt und verstanden, entwickelt man ein regelrechtes Alarmsystem gegenüber selbstherrlichem, übertrieben freundlichem Gehabe. Man erkennt narzisstische Gruppierungen (Gruppen um einen Narzissten) dann allein schon daher, dass kritische Sachverhalte niemals offen angesprochen werden dürfen. So einige am Rande der Gruppe sind sogar "froh, dass er [der Narzisst der Gruppe] sie bisher nicht als Opfer herausgesucht hat". Kritik wird lächerlich gemacht, abgeschmettert. Die Kritiker wären weinerliche Jammerlappen oder ekelhafte Störenfriede. Komplexe soziale Themen können nicht besprochen werden, weil der Narzisst sie emotional nicht fassen will (bzw. gar nicht fassen kann). Bei aller oberflächlicher  Bussi-Bussi-Tuerei, darf ihm ja keiner wirklich zu nahe kommen und sein "wahres Selbst", den armen kleinen, weinerlichen Jungen erkennen.

Faktisch hat man es mit einem Menschen zu tun, dessen emotionale und soziale Entwicklung etwa der eines sechsjährigen entspricht. Wer Comics mag, darf sich gerne Calvins Verhalten in Calvin & Hobbes unter diesem Gesichtspunkt einmal genauer betrachten.

Wenn man kann, sollte man Narzissten also in jedem Fall aus dem Weg gehen, so anziehend sie auch erscheinen mögen. Der Einfluss eines Narzissten auf andere ist immer selbstbezogen, seine Beziehungen zu anderen sind immer auf die eine oder andere Art ausbeuterisch.

Kann man das nicht, sollte man versuchen, ein paar Regeln zu beachten.
  • Erkenne das Problem
    Oft ist es schwierig, das eigentliche Problem zu erkennen. Man gibt sich selbst die Schuld für die (plötzlichen) Angriffe des Narzissten. Insbesondere dann, wenn es genug Willige gibt, die sich vom oberflächlichen Charme des Narzissten einlullen lassen. Dann ist man nämlich der einzige, der ein Problem mit dem Betroffenen hat und das kann ja dann nur an einem selbst liegen, oder?

    Der erste Schritt, im Umgang mit der Situation ist es, sich klar zu machen, dass nichts am eigenen Verhalten die plötzliche Abwertung des Narzissten rechtfertigt. Natürlich ist das schwer, denn der Narzisst wird seine Brutalität entweder gar nicht erklären (dadurch verstrickt er sich ja möglicherweise in Lügengeschichten) oder die Argumente des Narzissten klingen tatsächlich sehr plausibel und verständlich.

    Nichts an den Gründen, die der Narzisst vorbringen könnte, rechtfertigt seine Brutalität und seine Weigerung, die Situation ohne Abwertung zu klären. 

    Die erste wichtige Erkenntnis ist also: Egal, was der Narzisst von sich gibt, Du bist nicht (jedenfalls nicht alleine) verantwortlich.
  • Vertraue ihm nicht
    Gib keine persönlichen Informationen an den Narzissten weiter. So charmant und liebenswert einige Narzissten scheinen, es ist alles nur gelogen. Für ihn sind Charme und Freundlichkeit nur Mittel zum Zweck. Und wenn Du genau hinhörst, merkst Du auch selbst, dass es so ist.

    Wenn Du eine Frau bist: Er will, dass Du die Beine breit machst. Wenn Du ein Mann bist: Er will, dass Du seine Überlegenheit anerkennst. Für das andere Geschlecht gilt Ähnliches. Den Narziss interessieren Deine Gefühle nicht, er benutzt Dich nur, um sein Ego aufzupäppeln. "Narcisstic supply" nennt sich das.

    Von einem bekannten Narzissten über eines seiner Opfer (natürlich hinterrücks): "Ach, die war schon billig zu haben". Und natürlich wollte sie mit ihm ins Bett.


  • Erwarte wenig
    Der Narzisst stellt sich immer als den Größten dar. Die Wahrheit sieht meist ganz anders aus. Sein toller Job macht ihm schwer zu schaffen. Im Bett klappt es schon lange nicht mehr. Der letzte Urlaub war nicht halb so toll, wie er Dir weis machen will. Und, und, und ...

    Das Einzige, was leider oft stimmt, ist sein Schlag bei Frauen. Unsichere, schüchterne Frauen mit geringem Selbstbewusstsein fallen leider  reihenweise auf den verlogenen Charme des Narzissten herein (und schämen sich dann nicht selten oder suchen sich Ausreden für ihr Verhalten). Das Stichwort heißt Co-Abhängigkeit. Selbstbewusste Frauen bemitleiden sein schleimiges Gehabe allerdings eher und/oder finden es abstoßend, weil sie wissen, dass er nur ein Maulheld ist. Da haben sie tatsächlich recht.

    Erwarte von ihm genau so viel, wie von einem schwierigen Teenager: Nur das Notwendigste.

    Narzissten wirken die erste Zeit über sehr anziehend und aufbauend. Sie können negativ belasteten Situationen und Kritik nicht umgehen und meiden daher entsprechende Situationen, reden sich (und anderen) die Welt schön und ignorieren Probleme soweit als nur irgendwie möglich. Im Umkreis des Narzissten darf es nur die heile Welt geben. Er inszeniert ein Schauspiel der Makellosigkeit, des sorglosen, perfekten Lebens.

    Umgekehrt das macht Narzissten aber im sozialen Kontext völlig unbrauchbar. Wenn der schöne Schein nicht mehr funktioniert, werden sie aggressiv und/oder laufen davon. Im Arbeitskontext gilt: Ein Narzisst im Team fördert schlechtere Gesamtergebnisse, wobei der Narzisst allerdings sehr gut darin ist, genau dies zu vertuschen. Gruppen in denen ein Narzisst die Führungsrolle übernimmt (etwas anderes erträgt er ohnehin nicht), sind aggressiver, polarisierender und tendieren viel öfter zu falschen Entscheidungen.

  • Erwarte nicht, dass anderes es verstehen
    Der Narzisst ist ein Charmeur, ein Schönredner, ein Lügner, Betrüger und hinterhältiger Gauner. Andere halten ihn für liebenswert und umgänglich, denn das ist die Fassade, die er ihnen vorspielt.

    Es ist nicht so, dass andere seine Brutalität nicht auch sehen könnten, doch sie können und wollen die Widersprüche in seinem Verhalten nicht zusammenführen. Sie lösen das Problem, indem sie sich die Bösartigkeit des Narzissten innerlich wegargumentieren.

    Der Narzisst verstärkt diese Selbsttäuschung, indem er gezielt die Schuld dem Opfer zuschiebt, indem er bewusst mit glaubwürdig vorgetragenen Lügen die Meinung seiner Opfer verschiebt.

    Er nimmt die Selbstzweifel der ihn umgebenden Personen und gibt den Menschen eine ganz bestimmte (von ihm gewünschte) Richtung vor. Die meisten Menschen gehen dann aus Bequemlichkeit, einfach nur um den unangenehmen Zustand der (inneren und/oder äußeren) Konfliktsituation zu beenden, den Weg, den der Narzisst ihnen im Brustton der Überzeugung vorgibt. Und einmal in diese Richtung gelenkt, fangen viele dann sogar noch an, sich die Welt in die gewünschte Richtung umzuargumentieren.

    Der Narzisst ist ein bösartiger Manipulator. Für hochgestörte Narzissten  gibt keine moralischen Zwänge, der Zweck heiligt die Mittel. Den Kritiker zu zerstören ist das wichtigste Ziel.

    Erwarte nicht, dass andere Dir glauben, dass Dein Peiniger ein unheilbar geistesgestörter Hassteufel ist. Sie wollen das nicht glauben, auch wenn es wahr ist. Sie wollen weiter an ihren "netten Narzissten" glauben.
    Lass sie. Sie merken noch früh genug, dass sie nur in Co-Abhängigkeit feststecken oder sie gehen irgendwann selbst kaputt.

    Und ja, es ist hart. Du wirst liebgewonnene Menschen verlieren, weil sie dem Narzissten mehr glauben als Dir. Manche sind sogar so eingelullt, dass sie Dich angreifen, weil Du es gewagt hast, diesen tollen Menschen (den Narzissten) schlecht zu finden. Auch das ist übrigens eine Art der Projektion: Die Betroffenen bekommen die Situation in ihrem eigenen Kopf nicht in den Griff und suchen sich jetzt in Dir einen schuldigen, denn "vorher war ja alles okay" (falsch: vorher haben sie die Probleme nur nicht wahrgenommen oder wegignoriert).

    Sag ihnen, was Du denkst und dann dreh Dich um um geh. Du kannst sie nicht zwingen (denn dann wärst Du ja genau wie der bösartige Manipulator).

  • Wehr Dich (aber nicht mit denselben Mitteln)
    Übt der Narzisst Kritik an Dir: Nimm die Kritik nicht an, bestätige sie nicht. Frage stattdessen nach, er möge seine Aussagen bitte konkretisieren (negative Rückfrage). Tu das möglichst öffentlich. Wenn er dadurch noch aggressiver wird, hast Du seine Spielchen aufgedeckt.

    Wiederholen und Bestehen. Wenn er immer wieder Deine Rechte verletzt, Dich übergeht und Deine Anklagen gar nicht hören will: Leg die Schallplatte auf und wiederhole Deine Forderungen und stelle ansonsten den Kontakt (und/oder die Kooperation) soweit als möglich ein. Deine Rechte und Deine Gesundheit haben absolute Priorität. Es ist nicht Deine Aufgabe das Ego des inneren Narzissten-Kinds zu tätscheln. Zuerst müssen die Verletzungen Deiner Rechte beseitigt werden und dann wird vielleicht weitergeredet.

    Distanziere Dich. Der Narzisst greift nicht Dich als Person an, er bekämpft seine eigene Unzulänglichkeit in Dir. Natürlich weiß er, wie er Dir weh tun kann, aber das ist nur deswegen möglich, weil Dir seine Meinung trotz allem nicht völlig egal ist. Nichts verletzt Narzissten so sehr, wie einfach übergangen zu werden (weswegen sie ja so gierig nach Machtpositionen sind). Was der Narzisst da attackiert, das bist nicht Du, das ist sein verzerrtes Bild der Welt. Soll er draufhauen, soviel er will, das kratzt Dich doch nicht.

    Narzissten sind Meister der "Wolfssprache". Absolute Abwertungen, Übertreibungen, Verallgemeinerungen, Killerphrasen. Sie setzen jedes dreckige Sprachmittel ein, um ihren eigenen, verkorksten Willen durchzusetzen. Habe ein Ohr auf derartige Sprachkonstrukte und nagle sie darauf fest. Viele Narzissten suchen bei Widerstand ganz schnell das Weite, andere werden aggressiver. Öffentliche Aggression von Seiten des Narzissten ist aber das Beste, was Dir passieren kann, denn  so demontiert er sich selbst und sein eigenes Scheinbild vor der Umgebung.

  • Erkenne die Gründe für seinen Hass
    Angriffe auf Dich kommen vom Narzissten vor allem in Bezug auf zwei Aspekte:
    • Dort, wo Du mit Dir selbst und Deinem Leben unzufrieden bist. Dies ist einfach nur erlerntes Verhalten in Bezug auf "Dort kann ich ihm/ihr weh tun". Es geht hier vor allem darum, Macht auszuüben und so seine eigene Angst vor Verletzbarkeit zu überstreichen. Sein Verhalten ist hier rein funktional: Er greift dort an, wo sein Opfer verletzlich ist. Da er kein Mitgefühl kennt und seine Gefühle für andere Menschen nur oberflächlich sind, bist Du für ihn Mensch mit Rechten, sondern nur noch eine wertlose Sache. Skrupel braucht er in dieser Hinsicht also keine mehr zu haben.

      Die beste Abwehr hier ist, ihm keine weiteren Informationen zukommen zu lassen und sich klar zu machen, dass er Dich nur angreift, weil er keine anderen Mittel hat, seinen Willen durchzusetzen. Die Angriffe des Narzissten sind also Zeichen seiner Hilflosigkeit. Er kriegt seinen Willen nicht und reagiert deswegen so patzig und bockig wie ein Kleinkind. Man gehe ihm nach Möglichkeit aus dem Weg.
    • Viel interessanter sind aber die Vorwürfe, bei denen Du gar nicht verstehen kannst, wie sie zustande kommen (und von denen gibt es sicher genug).

      Was passiert hier? Ein zentrales Symptom der narzisstischen Störung ist, dass der Narzisst eine gestörte "Objektbeziehung" hat. Er kann nicht begreifen, dass andere Menschen eigenständige Personen sind.

      In seinem Kopf denken alle so verquer wie er selbst, ja teilweise können sich die Betroffenen gar nicht vorstellen, dass andere als die eigenen Denkweisen überhaupt möglich und "zulässig" sind. Es muss(!) also so sein, wie der Narzisst sich das in seinem gestörten Kopf ausdenkt. Dies ist das "innere Gefängnis" des Narzissten: Er ist gefangen in seiner begrenzten Welt, eingesperrt in seiner engen Weltsicht.

      Kommen also "seltsame" Vorwürfe vom Narzissten, so sind diese entweder wissentlich falsch und verfolgen das Ziel der Abwertung oder aber der Narzisst ist mit seiner persönlichen Logik tatsächlich davon überzeugt, dass diese Vorwürfe zutreffen.

      An diesen Stellen lohnt es sich (wenn man nicht den bevorzugten Weg gegen kann, schleunigst das Weite zu suchen), genauer hin zuschauen, denn hinter diesen Vorwürfen verbirgt sich ein Einblick auf die innere Welt des jeweiligen Narzissten.






      Beispiel: Mein Belästiger zieht desöfteren über die  Ausdrucksfähigkeit anderer her ("stundenlanges Gelaber", "Paragraphengesinge", "regt sich immer noch über längst Vergangenes auf", etc.). Hier projiziert er offenbar eigene Defizite auf seine Opfer. Seine Angriffe sind demnach auch zumeist recht plump (er will ja Macht demonstrieren). Offenbar wurde er an eigene Unzulänglichkeit erinnert und projiziert dieses Minderwertigkeitsgefühl jetzt seit Jahren(!) als Wut, bzw. Hass auf andere.

      Beispiel 2: Ich wurde einmal regelrecht bedroht, weil ich eine Person auf einen möglichen Fehler hingewiesen hatte. Im Nachhinein erfuhr ich dann von einem Freund des Betroffenen, dass derjenige sich "ertappt" gefühlt habe und jetzt den Boten bekämpfen würde. Das Eingestehen des eigenen Fehlers ist unmöglich, also muss die Verantwortung schnell "verschoben" werden.

      Beispiel 3: Ein Straftäter schimpft des öfteren über "Moralapostel" und "selbsternannte Kontrolleure", die sich "wichtig machen". Hier versucht er offenbar, die Tatsache zu verschleiern, dass seine eigenen Handlungen strafbar sind und stellt die Anklage als Wichtigtuerei hin. Dadurch offenbart er nur, dass er sich durchaus bewusst ist, das sein Handeln falsch ist. Dieses Eingeständnis würde aber die Illusion der Perfektion zerstören, weswegen er sie auf andere verlagern muss.

      Beispiel 4: Ein Narzisst beschwert sich, dass es so viele "missgünstige" und "neidische" Menschen um ihn herum gäbe, die dann auch noch über "längst vergangene Dinge" jammern würden. Hier projiziert der Betroffene den eigenen Missmut über die (vermutlich selbst verschuldete) Schieflage auf andere und bekämpft sie dann dort. Der Narzisst selbst kann sein Leid natürlich aber nicht zeigen, da dies seine perfekte Fassade, sein falsches Selbst beschädigen würde.

    Über die Projektion lässt sich erstaunlich viel über die innere Welt und insbesondere die gut versteckten inneren Konflikte des Täters erfahren, die dieser ja durch seine selbstsichere Fassade zu verstecken sucht und die er im Zuge der Projektion dann bei anderen (seinen "Opfern") bekämpft. Was einem da vorgeworfen wird, ist also oft genau das, was der andere bei sich als Defizit empfindet.

  • Lass Dich nicht runterziehen
    Er macht andere Leute fertig, weil sein eigenes Selbstbewusstsein nur eine Fassade ist. Innen drin ist er ein kleiner Junge, der Angst davor hat, dass sein wackeliges Selbstbild zerbricht. Entweder weiß er wirklich, dass er nur ein Schauspieler ist und sein ganzes Leben nur eine Lüge. Oder aber er hat sich längst selbst davon überzeugt, dass die Welt so ist, wie er sie sieht (Realitätsverlust).

    Immer wenn er Dich attackiert, denk daran: Er ist nur ein kleiner, dummer Junge. Er ist entweder bockig, wie Du es wagen kannst, seiner göttlichen Existenz (er hat das schließlich alles verdient) zu widersprechen oder aber er hat tatsächlich Angst, dass seine Lügengeschichten auffliegen.

    So kindhaft, wie das klingt, so unreif sind seine Reaktionen auch: Er ignoriert (Aufmerksamkeitsentzug, hier wiederholt er der Theorie nach ein Kindheitsmuster), er wertet ab ("Der soll sich nicht so haben", "Dieser Idiot hat es doch nicht anders verdient"), er wird wütend, er beschimpft. Die Situation ist viel zu kompliziert, als dass er diese in seiner kaputten Gefühlswelt überhaupt fassen könnte. Man halte sich daran fest: Der wirklich gestörte Mensch ist hier das narzisstische Gegenüber.
    Gleichzeitig hüte man sich aber davor, in Mitleid abzugleiten: Wie jeder andere Erwachsene ist er für seine Angriffe auf andere Personen voll verantwortlich. Wenn er damit nicht klar kommt, muss er sich therapieren lassen. Beleidigungen, Verleumdungen und üble Nachrede sind strafbare Handlungen, besonders wenn sie ohne Provokation geschehen. Und genau das sollte man den Narzissten auch spüren lassen: Er hat Deine Grenzen genauso wenig zu überschreiten, wie jeder andere. Und natürlich wird er so tun, als wäre er eigentlich ganz harmlos und dass sich sein Opfer sicherlich nur aus Neid oder Missgunst so aufregt (Projektion).

    Am Besten ist allerdings (wenn auch nicht einfach), man sieht über seine Angriffe hinweg, das trifft ihn am meisten.  Macht er sich strafbar: Nicht aufregen, einfach einen Anwalt einschalten. Schadensersatz tut weh, Gerichtskosten ebenso. Die öffentliche Schmähung, vor Gericht bloßgestellt zu werden, ist für den Narzissten sicherlich sehr schwer zu ertragen.

    Ignoriert werden ist zwar die größte Strafe für den Narzissten, wenn man das aber nicht mehr schafft (weil der Narzisst über die eigenen Schwachstellen informiert wurde und einem monatelang zusetzt), sollte man einfach gehen und allerhöchstens noch rechtliche Schritte einleiten. Ein Kampf ist sinnlos; derartig gestörten Menschen sind in den meisten Fällen nicht einmal therapiefähig. Ist der Narziss Dein Chef: Es ist vielleicht sogar angebracht, den Job zu wechseln, eine Firma, die eine derartige Niete in eine Führungsposition setzt, ist für jeden ein Graus. Deine Gesundheit ist wichtig und der Narzisst schadet jedem in seiner Umgebung.

  • Zeige ihm seine Vorteile
    Wenn Du einen Narzissten zu etwas bringen willst, musst Du ihm erklären, welche Vorteile er davon hat. Er tut nichts aus Zuneigung oder Freundschaft, sondern nur, weil er etwas davon hat.

    Das macht ihn allerdings auch angreifbar. Der Narzisst kann eine Gelegenheit, die ihm vielversprechend erscheint selten vorbeiziehen lassen. Sein Minderwertigkeitskomplex bestimmt seine Entscheidungen.

    Nochmals der Rat: Wer diese dauernde Demütigung durch den narzisstisch gestörten nicht akzeptieren will, sollte sich vom Narzissten fernhalten. Er (kann und) wird sein Verhalten nicht als Unrecht empfinden.

  • Hütet Euch vor den Co-Abhängigen
    Umgeben ist der Narzisst oft von Menschen mit geringem Selbstbewusstsein sein und/oder in persönlichen Lebenskrisen. Diese benutzen sein vorgetäuschtes Selbstbewusstsein, um sich selbst aufzubauen. Gleichzeitig bewundern sie ihn und tätscheln ihm so das Ego. Co-Abhängige sind schwer belastete Menschen, aber im Fall des Narzissten auch gleichzeitig die größte Pest, mit der man konfrontiert werden kann. Sie sind Ja-Sager und werden vom Narzissten als "zustimmende, willige Meute" mißbraucht. Wie unten in den Kommentaren schon angemerkt geht das bis hin zu Falschaussagen vor Gericht. Kommt die Lüge auf, lässt der Narzisst seinen willigen Jünger natürlich eiskalt fallen.

    Der Narzisst leidet an Paranoia, projiziert seine eigenen schlechten Gefühle (Neid, Mißgunst, Minderwertigkeit) auf seine Umwelt. Da er mit Kritik nicht umgehen kann, umgibt er sich nur mit Menschen, die ihm nach dem Mund reden und ihm nicht widersprechen.

    Er spaltet die Welt in "gut" und "böse" ohne Zwischentöne. Die Guten sind dabei die, die nach seiner Pfeife tanzen, die bösen alle, die das nicht tun. Hierbei kann seine Einschätzung sehr schnell wechseln (von gut nach böse).

    In dieser "Das Leben ist schön"-Umgebung, in der immer die anderen Schuld sind, fühlen sich besonders unsichere Menschen besonders wohl und machen sich damit vom Narzissten co-abhängig. Es entsteht eine besonders ekelhafte Form der Gruppendenke, ja quasi eine --wie ein Kommentar unter meinem Blog das so schön formulierte-- Kleinsekte.


  • Psychotherapeuten sind der Meinung, sehr viele unserer politischen und wirtschaftlichen Fehlentscheidungen liegen an der narzisstisch gestörten Persönlichkeit der jeweiligen Entscheider. Übrigens ist das Fürwort "er" hier statistisch gesehen mit Vorsicht zu genießen.  Der aggressive Narzissmus ist bei Männer offenbar tatsächlich schon immer häufiger zu beobachten. Gleichzeitig gibt es eine durchgehende Zunahme von narzisstischen Persönlichkeitmerkmalen, die sich aber hauptsächlich bei Frauen zeigt (während Männer nicht so stark davon betroffen sind [1, 2]). Meine These ist: Bei Frauen war früher wohl vor allem die verdeckte Form des Narzissmus vorrangig [3, 4], während inzwischen bei Frauen der aggressive Narzissmus stärker vertreten ist.

Kommentare:

  1. Herzlichen Dank für diesen Text. Er hat mir gerade sehr geholfen, über einen Kollegen ins Klare zu kommen. Ich habe jetzt fast ein Jahr lang versucht, ihn zu "ändern". Das Ergebnis war jedes mal dasselbe. Ich kann nur eines sagen: Man geht kaputt dabei! Forget it! Dieser Mensch ist für mich Geschichte!

    Also nochmals, Herzlichen Dank.

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  2. Danke, danke für diese Beschreibung des Narzissten. Es ist trotzallem schwer , dieses zu verinnerlichen . Ich wusste bis vor kurzen nicht , dass es sollche Menschen gibt. Das sind ja irgendwie Zombies. Erschreckend !!!!

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  3. jaaap trifft volle kanne zu !!!!
    danke sehr hilfreich

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  4. Das ist der beste Beitrag zum Thema "aggressiver Narzissmus" im Netz. Sehr aufschlussreich und vorallem zutreffend.

    Eigentlich müsste die Lektüre dieses Artikels sozusagen zur psychologischen Pflichtliteratur eines Jeden gehören. Wenn man weiß, dass es solche agressiven Narzissten gib und vorallem wie man sie rechtzeitig erkennt, kann man sich sehr viel Leid im Leben ersparen...

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  5. Hallo,
    DANKE, wirklich klasse Seite!!!!
    Ich erlebe gerade die "volle Breitseite" eines Narzissten, es ist kaum auszuhalten. Das Schlimmste: die Kinder werden manipuliert und skrupellos benutzt....und keine der einschlägigen Institutionen will es sehen, glauben, geschweige denn handeln!
    Hast Du einen Tipp bzw. konkrete Handlungsempfehlungen?
    Vielen Dank!

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    1. Hallo,

      ich bin in - denke ich - ähnlicher Situation. Nach Schlägen 9 Wochen nach der Geburt unserer Tochter im Februar zeigte ich ihn endlich an und stellte Strafantrag. Aufgrund seines Status' in der Stadt war die Zeitung daran interessiert. Es kam, wie es kommen musste: sein aufgebautes Image kam arg ins Wanken und er begann damit, mich öffentlich zu diffamieren. Ohne Rücksicht, ohne Reue und ohne Schuldbewusstsein. Schließlich war ich schuld daran, dass er ausrastete. Was rege ich mich auch darüber auf, dass er während der Schwangerschaft fremd ging!!! Seit dem treffen wir uns nur noch vor Gericht - zwecks Sorgerecht und Umgang - natürlich auch noch wegen ausstehendem Unterhalt.

      Hilfreich sind die zahlreichen caritativen Einrichtungen, wie Pro Familia, CVJM, FAZ und die Frauenberatungsstelle. Der Umgang findet nur noch in Begleitung einer Sozialarbeiterin statt, die Übergaben im FAZ, Kontakt per Mail ebenso über das FAZ (Terminabsprachen) - alles per Gerichtsbeschluss (hier müssen allerdings rationale Gründe vorgetragen werden: Kind zu klein, hat Angst, etc.). Sorge mache ich mir über das neue Gesetz zum gemeinsamen Sorgerecht. Hier ist es eben solchen "Psychopaten" möglich, dies auch gegen den Willen der Mutter zu erlangen. Im Sorgerechtsprozess behauptete er, ich wäre "schwer psychisch krank" und es solle ein Gutachten zur Erziehungsfähigkeit erstellt werden (Jugendamt und Verfahrensbeistand der Kleinen sehen den Sachverhalt anders, denn auch sie mussten Gespräche mit ihm führen). Ich denke, mit dem Gutachten hat er sich keinen Gefallen getan, sofern sich die Richterin endlich zu einem Urteil durchringt (sie zweifelte in der Verhandlung sehr stark). Natürlich bin ich verantwortlich für den finanziellen Schaden und den ruinierten Ruf! Wer sonst?


      Mein Tipp: wende dich an Pro Familia und das FAZ. Da bekommst du Hilfe, wenn es um die Kinder geht. Die kennen solche Fälle zu Hauf. Genau wie Familienanwälte. Scheue den Gang nicht! Es gibt für Wenigverdiener Verfahrenskostenhilfe für Familienangelegenheiten. Die Kinder haben ein Recht auf ein anständiges Leben und eine gesunde Psyche!

      Liebe Grüße

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    2. Hallo,

      ich bin in ähnlicher Situation, mit dem gro-o-o-ßen Unterschied, dass der Vater Rechtsanwalt ist. Er hat typisch narzistisches Verhalten, ist aber fähig durch seine erlernte retorische Fähigkeiten und Verhalten beim Gericht die Maske echt gut aufrecht zu erhalten. Alles was schief läuft ist meine Schuld, und alles was gut ist - sein Erfolg. Ich finde es sehr schwierig, bei Beratungsstellen und Gericht sichtbar zu machen, wie es tatsächlich ist - seine Darstellung einer ausgedachten Realität ist aufgrund seines Berufs sehr überzeugend. Hat jemand da Tipps?

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    3. Man sollte wohl einkalkulieren, dass der informierte Narzisst den Narzissmus-Vorwurf in sein Repertoire aufzunehmen in der Lage ist.

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  6. Konkrete Handlungsempfehlungen. Leider nein.

    Empfehlen kann ich die Lektüre von Marie-France Hirigyoens "Die Masken der Niedertracht".

    Das mit den Behörden kenne ich leider selbst. Die StA München I spricht von "Streitigkeiten unter Bekannten", eine klare Fehlbeurteilung der Situation. DEr Plattformbetreiber will die "hart erarbeitete Digitale Identität" des Täters nicht zerstören (und lässt daher seine Straftaten zu). Tatsächlich handelt es sich inzwischen um vorsätzliche Körperverletzung, was den Betroffenen durchaus mal für ein halbes Jahr in den Knast bringen kann.

    Insofern: Eine Mappe anlegen und jede Kleinigkeit, jeden Übergriff aufschreiben und dokumentieren, eine Art "Mobbing"-Tagebuch. Letztendlich müssen die Übergriffe erfasst werden.

    Dass die Kinder als Druckmittel eingesetzt werden ist eine schlimme Tatsache, aber "Perverse" (Zitat Hirigoyen) nutzen IMMER jedes noch so dreckige Mittel. Dagegen weiß ich aber leider auch kein Mittel außer immer wieder auf den eigenen Rechten zu bestehen und die Übergriffe so gut als möglich zu dokumentieren.

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    1. Hallo Peter,
      vielen Dank! Das Buch habe ich schon gelesen, es tat wirklich gut!
      Das Jugendamt sieht nur "Kommunikationsprobleme zwischen den Eltern", der Familienrichter merkte nicht einmal die dicksten Wiedersprüche in seinen Verleumdungen und sein PAS-Verhalten (massive Entfremdungsversuche obwohl die Kinder bei mir leben), geschweige dass er die Gründe zur Klage auf Aufenthalsbestimmungsrecht verstanden hätte. Mobbing-Tagebuch wurde vom Richter nicht gelesen. Forderung von Richter & Jugendamt: Pflicht zu gemeinsamen Elterngesprächen bei Beratungsstelle "um die Kommunikation der Eltern zu verbessern"! Keine Chance zum Weglaufen! Ganz im Gegenteil! Staatlich verordneter Zwang sich und vor allem die Kinder der perversen Gewalt weiter auszusetzen!!! Und das alles unter dem Deckmantel des "Kindeswohles" Ein WITZ!!!
      Selbst bei weit über 100 Umgangstagen glaubt man ihm das Märchen vom "Umgangsboykott der Mutter"! Da fehlen einem die Worte! Kinder brauchen beide Eltern, aber nicht wenn der Vater ein "Perverser" ist!
      Selbst das betroffene 6jährige Kind erkennt die Gemeinheiten, nur nicht die vermeintlichen "Profis"!!
      Vielleicht haben Andere hier noch einen guten Tip oder Hinweise auf geeignete Sachverständige???

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    2. oh, ich lese gerade die Kommentare hier durch, nachdem ich unten meins hinterlassen habe mit eben dieser Frage: was macht man da? Shit!
      Bin in einer sehr ähnlichen Situation wie du. Es gab sogar einen erstatteten Gewaltenschutz, der leider letzte Woche in einem Vergleich endete = Elterngespräche. So ein Witz. Ja, du hast recht. Warum vertraut mir niemand, dass ich selber die Verantwortung für mein Kind übernehmen kann und WEIß was da läuft. Auch diese Wiedersprüche von denen du redest....hilfe, das kenne ich alles. Die Richterin meinte sogar es stünde Aussage gegen Aussage, dabei sagt er sogar, dass er gewaltätig war...er rechtfertigt es nur, indem, dass er meint gestresst gewesen zu sein oder, noch besser, ich habe ihn dazu provoziert (indem, dass ich sehr viel und laut ihn konfrontiert haben und reden wollte. WOW!). Es ist echt zum Verzweifeln. Ich bin daher, wahrhscheinlich genauso wie du, auf der "Suche" nach einer Lösung...ich kenne nur das Ende - er muss sein Interesse verlieren. Aber wie genau man das anstellt, das ist noch die hohe Kunst. Weißt du, meiner hat versucht mir in den Unterleib zu schlagen und hat mich im 4 Monat vor die Tür gesetzt. Nächsten Monat bekomme ich mein Kind. Und dann redet er von Vaterrechten und den Kram. Wie kann ein Richter nicht verstehen, dass es ihm nicht um das Wohl des Kindes geht, sondern um krankhafte Kontrolle....also, falls DU weiterkommen solltest oder auf neue Tips stözt, läss es mich wissen! Und sonst, viel Kraft!

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    3. Oh no - das ist ja nicht gerade ermutigend. Habe mitte des Monats Termin beim JA, wo es um den weiteren Umgang mit dem Sohn geht. Letzter Umgang war im Dezember 2012 und seit dem er nicht mehr zu seinem Vater hin geht, ist er viel beser drauf - das fällt sogar in der Schule auf.

      Die Sachbearbeiterin hat mitbekommen, wie der Kindesvater agiert ... befürchtet aber, dass das vor Gericht nicht reichen würde und hatte dann auch die tolle Idee mit der gemeinsamen Beratungen ... in der Hoffnung, dass er sich nicht darauf einlassen würde, womit wir noch etwas "gegen" ihn hätten. Zu diesem Termin hatte ich mich allerdings noch nicht mit dem Thema Narzissmus befasst - die Sachbearbeiterin vermutlich auch nicht. Dies werde ich dann im Vorfeld mit ihr besprechen, denn die Aussicht, dass solche Leute im Allgemeinen untherapierbar und lernresistent sind, gibt dem Ganzen eine für mich sehr bedrohliche Note. Dieser komplexgebeutelte Vater wird wohl kaum damit klar kommen, wenn sein sehr wahrscheinlich hochbegabter Sohn ihm mal über sein wird. Er brüllt ihn ja jetzt schon dauernd an - wirft ihm Dinge vor, die er weder getan, doch gedacht hat. Warum weiter auf etwas bauen, obwohl es voraussichtlich immer unerträglicher sein wird? Soll das Kind wirklich einem Vater hinterher trauern müssen, den es voraussichtlich nie haben wird?

      Da ich den Eindruck habe, dass mein Sohn durch den eingestellten Kontakt entlastet wird, möchte ich es (zumindest vorläufig) dabei belassen. Als Voraussetzung für eine erneute Kontaktaufnahme möchte ich eine Therapieverpflichtung für den Kindesvater anregen. Ich bin mal gespannt, was dabei herum kommt. Wenn ich das hier so lese, habe ich natürlich schon die Sorge, dass nur noch die Flucht auf einen anderen Kontinent bleibt. :(

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  7. Danke für diese wirklich aufschlussreichen Zeilen. Ich habe endlich eine Erklärung für mein "Unglück" die letzten Jahre. Ich war 6 Jahre mit einem Narzisten zusammen. Diese Beziehung trieb mich bis zum Suizidversuch, ich hatte kein Selbstbewusstsein mehr. War 6 Monate stationär in Behandlung und fühle mich jetzt, ein Jahr nach der Entlassung, endlich wieder gut. Niemand hat während meiner Therapie jemals das hier geschilderte Thema angesprochen. Vielen lieben Dank!!! Das was hier geschrieben steht beschreibt meinen Ex-"Partner" auf den Punkt. Ich fühle mich gerade als hätte man mir einen rießen Hinkelstein vom Rücken genommen. Nun weiß ich zu 100% dass ich nicht spinne... Ich war die Einzige die diesen Menschen durchschaut hatte und wurde nicht nur von ihm sondern auch von seinen "Heile-Welt" Jüngern klein gemacht.

    Danke für diesen Beitrag!!

    sunshine

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    1. In einer Therapie muss es ja auch darum gehen, die eigenen Probleme zu lösen. Einer stabilen Persönlichkeit kann auch der Narzisst wenig anhaben; allerdings sind die wenigsten von uns so stabil.

      Das Wissen über Narzissmus sollte einem vor allem dabei helfen zu erkennen, welche Fäden der Narzisst bei einem ziehen konnte, damit es einem so dreckig ging und damit man in Zukunft besser auf sich acht geben kann.

      Den Narzissten ändern zu wollen ist aussichtslos.

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    2. Falls Kinder im Spiel sind, kämpft bitte um das alleinige Sorgerecht.
      Habe mich 1998 nach 22 Jahren und 3 Kindern endlich von einem Soziopathen getrennt(Frauenhaus). Die Kiddies sind mittelerweile alle erwachsen und ich habe versucht mein Bestes als Mutter zu geben, trotzdem ist niemand von uns frei und glücklich geworden. Diese Menschen benutzen selbst ihre Kinder. Wie es denen dann geht und wie sie im Leben klar kommen ist ihnen egal!

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  8. Danke für den interessanten Artikel und die vielen guten Ratschläge.

    Meine jetzige Frau war über Jahre mit einem Narzissten verheiratet und hat damals knapp den Absprung geschafft. Leider mit erheblichem Reibungsverlust, weil aus dieser Partnerschaft Kinder und in Folge jahrelange und üble Rechtsstreitigkeiten resultieren. Davon ließe sich ein Buch schreiben.

    Ich möchte hier noch anführen, dass man sich mit diesen Leuten besser nicht vor Gericht streiten sollte, weil die Co-Abhängigen für jede Tat (falsche Aussagen, falsche Versicherungen etc.) zur Verfügung stehen. Das kann zu ernsten Problemen führen.
    Interessant ist meine Beobachtung, dass solche Falschaussagen für die eigene Argumentation des Narzissten genutzt werden, sobald aber die Unrichtigkeit bewiesen ist, die Verantwortung auf den Aussagenden abgeschoben wird.

    Also: Den Narzissten erkennen und einen weiten Bogen darum machen.
    Das kann ich so voll unterschreiben!

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    1. Das liest sich schon fast nicht mehr wie Narzissmus, sondern schon regelrecht wie Soziopathie. Aber da ist ohnehin das eine eher die Steigerung des anderen.

      In meinem Bekanntenkreis gab (warum wohl Vergangenheitsform?) es eine Person, die öffentlich behauptet, dass er deswegen diverse Steuertricks anwendete, damit er seiner Frau und den eigenen Kindern möglichst keinen Unterhalt zahlen müsse. Den eigenen Kindern *kopfschüttel*. Den Aufwand, den diese Menschen betreiben, um jemanden eins reinzuwürgen und ja keine Verantwortung übernehmen zu müssen, ist beträchtlich.

      Danke für den Erfahrungsbericht in Bezug auf das Verhalten der Betroffenen vor Gericht. Ich hatte mir das schon gedacht: Möglichst herauswieseln und andere hinhängen, wenn es schief geht. Es hat schon seinen Grund, warum Robert Hare (der bekannte Soziopathenforscher) diese Leute "social criminals" nennt.

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    2. Die Diagnose in "meinem" (ist ja letztlich jener der Mutter, ich nur Beobachter und Begleiter) Fall kann ich nur aufgrund der Sachverständigen tätigen. Aber diese Diagnose, war der Grund, warum ich mich ernsthafter mit der Thematik auseinandergesetzt habe, und schlussendlich auch hier gelandet bin. Im Prinzip bin ich dem Typen auch nicht böse, nur das Leben könnte für alle (Kinder, Eltern, RAs, Richter) sehr viel einfacher sein.

      Also, attestiert ist bei der Person "F60.8 - ausgeprägter Hang zum Narzissmus". Eine sehr kuriose Formulierung, wie ich finde.

      Deine Ausführungen zur Verantwortung und zum "reinwürgen" wollen kann ich bestätigen. Deine Erfahrung mit dem Unterhalt kenne ich zu Genüge. Bei uns wurde über 4 Jahre keine Einkommenserklärung des Betroffenen (und Unterhaltspflichtigen) abgegeben, also dann Minimum geschätzt. Gezahlt aber nur in unregelmäßigen Abständen oder unter Pfändungszwang.
      Wohingegen seitens des Erkrankten vor Gericht immer das Beste für die Kinder versprochen wurde.

      Egal, Geld zählt eigentlich wenig in dem Zusammenhang!

      Schlimmer sind da die Co-Abhängigen, die zunächst auch nichts für ihre Situation können und blauäugig hineinlaufen. In unserem Fall waren alle "normalen" (in Anführungszeichen) Beteiligten soweit eingeweiht, mit der Sachlage vertraut und verständnisvoll, dass niemand denen ein Strafprozess anhängen wollte. Gekonnt hatte ich mindestens 4 siegessicher, in den 6 Jahren aber keinen gemacht! Andere Leute auch mehr. Aber der Puffer sagt mir, es gibt nicht nur verrückte Narzissten da draußen.

      Der Aufwand ist erheblich, das haben wir später durch eine Nachfolgerin erfahren, die selber ein Kind des Betroffenen zur Welt gebracht hat. Nach ihrem Ausstieg hat sie sich über Facebook gemeldet und sich für ihre Falschaussagen entschuldigt. Beiläufig erzählt, dass ein Kind von dem Betroffenen hat und das nicht angegeben hat, weil sie fürchtet, wie meine Frau und ihre Kinder behandelt zu werden. Sie erzählte auch, dass der Kampf um das Recht an den Kindern den Großteil seines Tages aufgefressen hat.

      Wie gesagt, ich könnte bunte Geschichten erzählen.

      Den Tenor zum Narzissmus trifft dein sehr guter Artikel sehr genau! Alles andere ist dann Einzelfall.

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    3. Hört sich alles sehr bekannt an.

      Keine Verantwortung übernehmen, aber auch auf keinen Fall eine (auch nur gefühlte) Niederlage einstecken können. Es gibt eine sehr gute BBC-Doku zum Thema: "Egomania".

      Die "Entschuldigungen" der Co-Abhängigen sind auch ganz interessant und kommen mir zeitgleich so bekannt vor: "Zu mir war er immer korrekt!" (falsch, er hat sie belogen und bei einer strafrechtlich relevanten Lügenstory miteinbezogen). Alternativ auch: "Ich habe kein Problem mit ihm". Auch falsch, der Betroffene hat nämlich mehrfach Lügengeschichten wider besseres Wissen bestätigt. Und so lullen sich die Co-Abhängigen selbst ein, gefördert wird das natürlich durch die selbstsichere Fassade des Narzissten. Er ist doch das Opfer. Ja ja, alles klar, der nächste Depp, bitte.

      Gottseidank gibt es nur ganz wenige derartig kranke Menschen. Die meisten Menschen versuchen, sich korrekt zu verhalten und anderen kein Leid zuzufügen.

      Gerade deswegen sind die wenigen aber vermutlich auch auch so "erfolgreich". Keiner rechnet mit dieser verlogen-schleimigen, skrupellosen Art.

      Gottseidank zeigt aber wohl die Erfahrung auch, dass die meisten von den Betroffenen irgendwann mit einem großen Knall auf die Nase fallen und danach nicht mehr wieder hochkommen.

      Zur Diagnose: Die "Narzisstische Persönlichkeitsstörung" ist als eigener Diagnosepunkt aus dem Klassifikationssystem entfernt worden. Interessant ist aber vielleicht, dass F60.8 dennoch eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert und damit so ziemlich das härteste Urteil, dass ein Psychiater abgeben kann.

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  9. Ich danke auch für die überaus interessanten und aufschlussreichen Artikel und auch Statements. War fast neun Jahre mit einem narzisstischen Borderliner zusammen - und fing schon an, an mir selbst zu zweifeln. Obwohl mein übriges Umfeld mir eigentlich das Gegenteil bestätigte. Aber diese Menschen haben seiner Meinung nach ja(obwohl er die meisten ja gar nicht kennt) ,keinen Anspruch` ,selber ein Rad ab` ,wenn sie dich kennen würden, würden sie dich auch nicht mögen` ,denen heuchelst du nur was vor` blablabla.. Gibts auch Möglichkeiten, ohne Therapie aus dieser Gehirnwäsche der Abwertungen wieder herauszukommen? Den Psychofredis traue ich nicht so recht über den Weg. Zumal dies eine spezielle Geschichte ist... Wie gesagt: nochmals vielen Dank!

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    1. Genau dafür sind die "Psychofredis" aber da: Uns dabei zu helfen, mit ganz speziellen Geschichten umzugehen.

      Ansonsten kann ich nur die Lektüre entsprechender Bücher zu den Themen »Umgang mit Kränkungen« und »Stärkung des Selbstwerts« empfehlen.

      Aber der Gang zum Experten sollte definitiv die erste Wahl sein.

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  10. Ich habe heute den Blog entdeckt. Ich wusste bereits, dass ich es mit einem Narzisten der übelsten Sorte zu tun habe.
    Ich habe mich vor 6 Jahren von ihm getrennt, leider nicht rechtzeitig genug, denn es war in der Schwangerschaft.
    Wir haben ein gemeinsames Kind. Er nimmt jede Woche Woche Umgang wahr.
    Es gab schon 2 Gerichtsverfahren, ich gehe seit 6 Jahren durch die Hölle...
    Über das Umgangsrecht mit dem gemeinsamen Kind, bin ich in gewisser Weise trotz Trennung von ihm abhängig.
    Wenn ich mich entziehe, passieren unschöne (aber nicht wirkliche verwertbare Vorfälle mit der Tochter beim Umgang).
    Schon muss ich wieder mit ihm kommunizieren.
    Dieser Mensch macht aus allem ein Machtspiel, rechtliche Hilfe? Kaum machbar.
    Erkenne alles wieder. Das hilft schon mal, denn ich dachte lange, ich bin langsam verrückt...
    Bin seit Jahren arbeitslos, mehrere seelische und körperliche Folgeerkrankungen durch diesen "subtilen Psychoterror" seit Jahren, gegen den man sich nicht wehren kann.
    Habe leider keine Familienangehörigen und keinen Partner, der mich unterstützen kann.
    Versuche mich zu schützen, so gut es geht.
    Ich kann nur alles bestätigen, was ich hier lass. Das sind gewissenlose Menschen. Die kennen kein Mitleid und sind absolut kaltblütig in ihrem Vorgehen.
    Sie merken nicht mal, dass sie direkt oder indirekt die eigenen Kinder krank und kaputt machen.
    Mein Kind leidet mittlerweile auch unter Schlafstörungen und Alpträumen.
    So fing es bei mir auch an, bevor ich richtig krank wurde.
    Der Vater lebt sich auch teilweise vor dem Kind aus...
    Jugendamt tut nichts. Der Mann kann sich gut verstellen und hat ganze Arbeit geleistet mit Verleumdungen etc.
    Weglaufen? Sehr schwierig durch gemeinsames Kind. Wohne in derselben Stadt.
    Hat irgendjemand noch einen guten Tipp oder eine Meinung?

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    1. Oh nein, das tut mir so leid für dich. Das klingt richtig beschissen. Kann es gut nachvollziehen, da ich gerade sozusagen am Anfang von deinen 6 JAhren stehe. Bekomme bald das Baby....die Trennung war vor einem halben Jahr. Du kannst dir gar nicht vorstellen was es jetzt schon für ne Hölle war. Und Gerichte interessieren sich einen scheiß für das Wohl des Kinds. Da geht es nur um "Vaterrechte". Ist so ne neue Mode anscheinend. ISt ja auch sehr zu begrüßen, finde ich, wenn der Typ nicht krank ist!!! Wenn ich deinen Text lese, bekomme ich richtig Angst. Meine Notfalloption ist auswandern, wobei ich das nicht will, da ich ein super soziales Netzwerk hier habe, das meinem Kind so gut tun würde. Aber er, er würde sogar das kaputt machen. Was er kaputt machen kann bin ich gar nicht in der Lage aufzufangen bei meinem Kind. wenn ich selber aus einer gewaltätigen Beziehung geflüchtet bin, wie kann man dann davon ausgehen, dass es für ein kleines Kind sinnvoll ist wieder IN eine Beziehung mit diesem Menschen zu gehen? Das ist nicht mal groß philosophisch oder psychologisch, ich finde, das ist so wie das kleine 1x1. Aber nein, philosophisch wird es erst, wenn davon gerdet wird, dass was der Typ dir angetan hat, er ja nicht mit den Kindern tut. Hä? Was für eine Logik, nicht wahr?! Und das von studierten Menschen, die für das "Recht" in diesem Lande sorgen wollen. Mir völlig unbegreiflich.
      Hast du das Aufenthaltsbestimmungsrecht? vielleicht wäre ja ein wegziehen für dich auch nicht so verkehrt.

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    2. Hallo,
      Mir geht es gerade auch so. Er manipuliert meine Jüngste,hat sich ein heiles perfektes leben nach einem jahr trennung mit einer neuen frau aufgebaut,die ihm aus der hand frisst. dieser artikel ist einfach sehr sehr treffend und ich finde es etwas unfair alle die auf solche menschen herienfallen so abzuwerten. ich bin der meinung,dass kein mensch vor solchen gefühlsmonstern sicher ist. es gibt immer punkte bei jedem,die angreifbar sind und genau dort werden sie ansetzen. je intelligenter,desto gefährlicher!bei meinem wahnsinnigen fallen reihenweise richter,anwälte,jugendamt usw. darauf rein,ncith weil sie dumm sind ,sondern weil sie sich nicht vorstellen können,dass es solche menschen gibt!hat sich mal jemand gefragt,warum die engsten vertrauten von hitler so manipulierbar waren??hilfe ,wehe ich geben das als vergleich mit lebenden menschen. mir geht es aber bei dem vergleich um die persönlichkeitsstruktur und nicht um die verbrechen und das wehren viele als ungeheuerlich ab!es geht auch nicht darum diese gestörten menschen zu vernichten,sondern sich vor ihnen zu schützen und das geht nicht,wenn man mitleid hat,weil sie ach so eine schlechte kindheit hatten ,dann hat man schon verloren.
      mein betroffener ehemaliger mann ist dermaßen geschcikt,manipuilert auf der hohem niveau und ich muss erkennen,dass er in einer absoluten scheinwelt ebt ,die er sich jetzt erschaffen hat und ich bin das schlecht,eder dreck,den man loswerden muss,weil ich ihn schon vor jahren seine maske gelüftet habe und ich aus angst vor kindesentzug usw. nicht gegangen bin und ich bin sicherlich keine komplementärnarzistin,sondern einfach ein normaler mensch mit fehlern und schwächen und oh graus gefühlen,die sich solche menschen zunutze machen.er ist gefährlich und auch das glaubte mir kaum einer.die haben mich als hysterisch bezeichnet und ich bin absolut kein so ängstlicher mensch gewesen,habe mich nicht an die masse gehalten.der hass ist so subtil und unglaublich,dass ich es selbst jetzt oft kaum fassen kann und er kann mich nicht mehr angreifen,außer bei meiner jüngsten tochter und das tut er masiv und benutzt soe manipuliert sie.ledier ist er sehr intelligent und total gestört .es gibt nur eine therapeutin,die das bei einer sitzung erkannt hat,das wars .ich hasse ihn nicht,warum auch?ich will nur meinen frieden und meine würde zurück.
      d

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  11. Vielen Dank für den wirklich verständlich geschriebenen Artikel. Leider erkenne ich meinen Partner, mit dem ich seit 10 Jahren zusammen lebe und zwei gemeinsame Kinder habe, bis aufs I-Tüpfelchen wieder.

    Ich versuche seit längerem den Absprung aus dieser Beziehung zu machen. Allein kam ich jedoch nicht weiter und suche seit kurzem Hilfe in einer Therapie.
    Nun werde ich im Moment durch meinen Partner pausenlos hofiert und umworben. Es ist kaum auszuhalten.
    In solchen Momenten fällt es mir schwer hinter seine Maske zu sehen. Ich versuche jetzt einfach soviel Kraft wie möglich zu sammeln, um vorallem in der Zeit nach der Trennung mich und meine Kinder vor ihm zu schützen.

    Ich beschäftige mich erst seit ein paar Monaten mit dem Thema Nazismus und begreife erst langsam, was sich hinter der Maske meines Partners verbirgt.
    Ich habe sein Verhalten nie einordnen oder verstehen können und hätte im Traum nicht vermutet, dass eine solche Persönlichkeitsstörung dahinter steckt.
    Ich fürchte besonders seine Aggressionen bei einer Trennung.

    Es tut mir weh, immer wieder zu lesen, wie schwer es auch andere (auch die CO-Abhängigen) haben im Umgang mit einem Nazisten. Schön ist es, wenn man auf Menschen mit ähnlichen Erfahrungen trifft, weil gerade dieses Sich-verstanden-fühlen sehr wichtig ist.

    Jeder, der mich und meine Situation nicht verstehen kann, kann sich wirklich glücklich schätzen. Ich wünsche niemandem sein Herz an einen Nazisten zu verschenken.

    Ich war jahrelang blind. Langsam öffne ich meine Augen. Es fällt mir schwer zu glauben, was ich jetzt sehen kann. Deshalb finde ich den Artikel auch sehr gut gelungen.

    Vielen Dank nochmal.

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    1. ... ein kleiner, aber eventuell fataler Rechtschreibefehler:
      Es heißt nicht "Nazist" (das wäre einer, der dem Nationalsozialismus nacheifert) , sondern "Narzisst", abgeleitet von einem extrem selbstverliebten Jüngling, namens Narziss, aus der griechischen Mythologie.

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  12. Guten Tag und vielen Dank für diese interessanten Ausführungen.

    Vor einigen Jahren befand ich mich in einer persönlich schwierigen Situation und bekam einen neuen Chef. Heute weiß ich, dass er ein Narzisst der Extraklasse (wenn es solche gibt) ist. Auf dem ersten Blick ein charmanter, netter Mensch, den sofort alle Kolleginnen und Kollegen mochten. Ich durfte direkt mit ihm zusammenarbeiten und weiß wovon in dem Text die Rede ist.
    Einige Kollegen habe mich früh gewarnt. Ich habe die Warnungen in den Wind geschrieben und teuer dafür bezahlt.
    Der Mann ist extrem manipulativ, hat in meinem Beisein extreme Wutausbrüche bekommen und über andere Mitarbeiter fürchterlich geschimft. Ich Dösbaddel habe mich auch noch für ihn geschämt. Wie blöde war ich denn.
    Heute habe ich die Abteilung gewechselt und großen Abstand zu diesem Menschen bekommen. Dennoch sucht er mich immer noch auf, wenn es ihm mal wieder richtig schlecht geht, weil ihn niemand versteht. Inzwischen reagiere ich nicht mehr und hoffe, dass er sich irgendwann ein anderes "Opfer" für seine kranken Monologe sucht.

    Was habe ich gelernt? Ich rieche diese Menschen heute schon aus weiter Entfernung und werde mit Sicherheit nie wieder auf so eine Person hereinfallen.

    Danke für die großartigen Ausführungen.

    Liebe Grüße

    Tanja H.

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  13. Ja , was soll ich sagen, seit 1 1/2 jahren mache ich die Freundin durch---Machtbesessen, besserwisserisch und zu aller guter letzt war ich der ( zum Anfang noch der absolute Gott in ihren Augen ) jenige, der ja alles glaubt, was in der bildzeitung steht:Demütigungen sind an der Tagesordnung, Verletzungen meiner Person völlig okay. Jetzt wo sie für eine Woche in Urlaub zu ihren Eltern gefahren ist, hatte ich die Zeitüber alles zu sinnieren, die Sache aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und aufzuarbeiten. In ihrer Anwesenheit fühlte ich mich machtlos, ja wollte nur geliebt werden und wurde verhohnt. Ich freue mich darauf wenn sie wieder da ist.....denn ihre Koffer braucht sie nicht auszupacken.Vielen Dank für diese sehr guten Bericht, denn ich habe da sehr vieles wiedergesehen was bei uns war.ERSCHRECKEND.

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    1. Das mit der Idealisierung am Anfang und der nachfolgenden Abwertung hört sich aber schon fast nach einem Fall an, der Richtung emotional instabil, sprich u.a. Borderline tendiert.

      Es ist in jedem Fall sinnvoll, sich auch nachträglich, nachdem man ein Ende gesetzt hat, schlau zu machen. Schließlich finden diese Leute vor allem auch Andockstellen bei einem selbst ...

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  14. War ein halbes Jahr mit einer Narzisstin zusammen.Hatte mir am Anfang nicht`s dabei gedacht,das sie nur über sich spricht,was für eine tolle Person Sie ist,was sie alles kann und macht.Hat ein großes Auto,eine tolle Wohnung.Naja.Hatte ihr auch zugestimmt.Sie war zwei mal verheiratet und an der scheidung waren immer die Männer schuld,ich bin nie schuld wenn eine Beziehung kaputt geht.Ich habe die Frau geliebt,es ihr auch oft gesagt,von ihr keine reaktion.Sie wollte gelobt.geliebt und bewundert werden.Zum schluß bin ich nicht mehr darauf eingegangen,großer Fehler.Um so mehr Gefühle man ihr gestand und auch mal von ihr hören wollte "liebe dich" desto agressiever wurde sie und man war nur noch ein weichei.Und nur nicht kritiesieren oder mal ein tip geben,dann wurde man richtig runter gemacht.Sie sucht überall nur ihren vorteiel.Wir hatten uns dann im guten getrennt,drei Tage später bekam ich dann eine beleidigende E-Mail nach der anderen.Antwortete dann genauso,fragte was los sei und das ich sie geliebt habe,aber es wurde immer schlimmer.Habe dann nicht mehr reakiert und jetzt ist Ruhe.Habe mich dann informiert und muß schon sagen paßt alles auf meine Ex-Freundin.Machtbesessen und besser wisserich trifft voll zu.Kann nur allen sagen"Hände weg von Narzissten".Ihr macht euch nur selbst fertig,mir hat das halbe Jahr gereicht.Mein respekt vor Leuten ,die es länger aushalten.

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    1. also im Vergleich dazu, was die anderen hier so schreiben ist das aber völlig harmlos! Hat sie Sie auch in den Unterleib getreten, oder versucht Sie zu zerstören, oder sind Sie so verzweifelt, dass Sie auswandern wollen um ihr zu entkommen ? Wohl eher nicht ... vielleicht war Ihre Ex nur eine eingebildete Zicke, das ist aber was anderes als eine klinisch manifeste Persönlichkeitsstörung !

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    2. War auch gerade ein Jahr, wie sie sagte, "das Weichei", "die Frau in unserer Beziehung", "weibisch" ... und somit, wie sie dem hinzufügte "unattraktiv" und "unerotisch" ... Gefühle sind halt Schwäche, in ihren Augen, dass muss man verstehen, dann geht es einem besser

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  15. Meine Kinnlade ist immer noch unten, obwohl mir schon lange klar war, dass mein Ex NPS hat. Vor allem der Satz mit den kleinen Helferlein, die sogar für ihn vor Gericht lügen, passt leider gerade auch auf meine Situation.
    Leider finde ich hier keine Mailadresse von dir, daher dieser öffentliche Kommentar.
    Ich möchte gar nicht so sehr ins Detail gehen über meine Situation. Aber ich habe eine ganz konkrete Frage: wie werde ich einen Narzissten los?
    Ich lese meist nur das Gegenteilige im Internet, wo z.B. Frauen Probleme haben von einem Narzissten loszulassen. Ich bin weit weg drüber hinaus. Das ist nicht mein Thema. Ich weiß, dass Ignorieren sehr effektiv ist. Nun kommt aber der "Haken" in meiner pesönlichen Geschichte. Ich bin hochschwanger. Und er ist der Erzeuger. Zudem scheint er ein großes Interesse daran zu haben was mit dem Kind zu tun zu haben. Was für mich nicht in Frage kommt, da er sogar lange Zeit gewaltätig war in der Beziehung und auch in der Trennung zu seiner Ex (die eben vor Gericht lügen würde für ihn jetzt, da sie ihn immer noch zurückwill), und eben eine NPS hat, there isn't much more to say. Sogar halbes Jahr Familienberatungs- Paarberatungsgespräche haben nichts gebracht, sondern lediglich, dass er sich mit dem Berater sogar angelegt hat und dann rausgerannt ist, weil dieser etwas gesagt hat, das der Wahrheit entsprach, aber offensichtlich nicht seinem idealen perfekten grandiosen Selbstbild eines Supermenschen entsprach.
    Ich denke, ich weiß wie ICH mich unbrauchbar für ihn machen kann, so dass er mich in Ruhe lässt. Aber es geht hier um mein Kind. Was kann ich tun damit er nicht nur mich, sondern uns beide einfach in Ruhe lässt. Ich habe wirklich ernsthaft riesen Angst um mein Kind. Und ich sehe nicht ein, dass ich lernen soll einfach zu akzeptieren, dass er dieses Leben zerstört, während ich ganz genau weiß wieso weshalb und warum er es tut. Ich weiß, ihm geht es nicht tatsächlich um das Kind. Dafür spricht zu viel dagegen (ohne ins Detail zu gehen), aber ich denke, er ist so krank und sieht in dem Kind zumindest potentiell einen Co-abhängigen. Was ja auch nicht weithergeholt ist, denn Säuglinge und kleine Kinder sind nun mal zu Beginn sehr abhängig und "idealisieren" die Bezugspeson...entweder nutzen das die Eltern aus oder sie sind wachsam und können das reflektieren und haben selber ein gutes Selbstwertgefühl, so dass sie dem Kind das nicht antun in dieser Co-abhängigkeit zu sein. Aber er ist das nicht. Er würde es schamlos ausnutzen, ich weiß es. Er wird das arme Ding kaputt machen. Ich will nicht, dass mein Kind damit aufwächst, wenn ich es verhindern kann. Auf den Rechtsstaat ist hier leider kein Verlass. Die Erfarhung habe ich jetzt schon gemacht. Ich muss selber ran, wenn es um das Kideswohl geht. Aber was tun?
    Du hast was geschrieben davon, dass er nur das annimmt, wenn er einen Nutzen für sich sieht. Würde das heißen, dass es eventuell sinnvoll wäre die Aussicht auf den Umgang mit dem Kind als nicht "sinnvoll" für ihn darzustellen (was es tatsächlich auch nicht wäre, aber er denkt ja, dass alle ihm verfallen wären). Also, lieber Autor :)....was wäre dein Tip wie man so jemanden loswird? Ich wäre dir sehr dankbar für ein wenig Input.

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    1. Es gibt von mir hier tatsächlich keine Mailaddresse von mir. Ich habe dieses Manko mal beseitigt und im Impressung Entsprechendes nachgetragen. Spam kommt sowieso schon genug ;-).

      Gleichmal vorweg: Ich eigne mich für solche Fälle nicht als Ratgeber. Ich hatte --wie in diesem Blog auch beschreiben-- selbst das Vergnügen das "Opfer" von zwei (oder drei) narzisstischen Persönlichkeiten und deren Co-Abhängiger zu werden. Ich bin aus "meinem" Schlamassel mit ziemlichen Blessuren herausgekommen und die Folgen für mein Leben sind bis jetzt noch nicht ganz ausgeräumt (wenn ich auch hart daran arbeite). Die Vorfälle jähren sich demnächst übrigens schon zum dritten Mal. Aber ich hatte Glück: Ich hatte keine realen Abhängigkeiten zu den betroffenen Personen und inzwischen bleiben die Kontaktversuche auch vom hartnäckigsten der Betroffenen weitestgehend aus.

      Wenn dem "Charaktersgestörten" das eigene Kind als Druckmittel zur Verfügung steht, bin ich ernsthaft überfragt. Dass die Justiz nicht einschreitet, ist aus deren Sicht leider auch verständlich. Denn sie sehen ja nur das Scheinbild des liebevollen Vaters. Der Blick auf das dahinterliegende Lügengebilde steht ja nur Dir zur Verfügung. Die meisten Leute begreifen die Tragweite der Störung ja erst, wenn sie selber mit einem solchen Menschen näher konfrontiert wird.

      So leid es mir tut, ich kann auch keinen Ratschlag geben. Nur eine Vermutung: Wenn Du ihm eindeutige Ansatzpunkte dafür zu lieferst, dass Du ihm sein Kind vorenthalten möchtest, wird er vermutlich von sich aus das "unmögliche, kindschädigende Verhalten" der Mutter beim Jugendamt anprangern. Hier hilft vermutlich nur passiver Widerstand.

      Aber eines sei dennoch gesagt: Du bist gewarnt und kannst auch bei Deinem (ich schreibe bewusst nicht "Eurem") Kind die Auswirkungen darum klein halten. Zwar nicht den direkten Einfluss, aber die Folgen. Und zu diesem Thema gibt es tatsächlich so einiges im Netz.

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    2. Hej, danke für deine Antwort.

      Ist schon heftig was da so alles angerichtet werden kann. Vor allem auch in der Langzeitwirkung. Deine Geschichte klingt da ja auch nicht sonderlich als etwas, das mal schnell abgehakt werden kann. Tut mir leid zu hören. So was macht mich echt traurig.

      Naja, ich hatte auch schon überlegt einen Psychologen oder so zu suchen, um mal "professionelle" Ratschläge zu bekommen. Aber manchmal habe ich den Eindruck, dass die, die es selber erlebt haben, einfach eine ganz andere Sicht und Tiefblick haben und im Grunde genommen sogar viel besser bescheid wissen. Auch Psychologen wie auch Richter suchen/brauchen die hard facts. Was ja auch nicht verkehrt ist, denn an irgendetwas muss man es ja festmachen können bzw. man will es unbedingt. Aber vieles läuft eben auch subtil ab. Wenn ich alte Tagebucheinträge lese, habe ich die Natur des kranken Typen schon irgendwie erfassen können, aber es ist alles so geschmeidig und oft eher ein Gefühl als etwas konkret in Worte verpackt - ich denke, die die das selber erlebt haben, verstehen eben was ich meine. Und ich erhoffe mir, dass es vielleicht ein paar unter diesen gibt, die dann auch intuitiv verstehen wie man so jemanden "ausschaltet". Z.B. war ich bei der Verhandlung nicht dabei...meine Anwältin hat mir auch dazu "geraten", wenn ich ihn nicht sehen will. Das könne man einrichten. Ich habe aber schon bemerkt, dass ich auch da durchgehen würde, wenn es etwas bringt. Sie fragte mich "Was soll das denn bringen?". Ich meinte eben, dass wenn es nur frische Gesichter im Saal gibt, er noch mehr sein Scheinbild herausputzen will. Meine Anwesenheit hätte vielleicht nicht den allergrößten Unterschied gemacht, aber ich bin mir sicher, dass es ihm schwerer gefallen wäre und er auch nervöser gewesen wäre ganz einfach weil ich ihn durchschaue, und das macht ihn aggressiv bzw. unsicherer. So was zum Beispiel.

      Es ist alles nur so schade, dass ich das immer parallel am laufen habe und nicht einfach meine SChwangerschaft genießen kann, Mama sein, die Zeit danach mit dem Baby chillen...halt was man da so alles macht ;)...ich mein, ich werd's trotzdem machen und irgendwie genießen, so ist es jetzt auch nicht, ich freue mich riesig auf die Kleine und bin auch schon voll in meinem Nestbautrieb versunken ;), aber diese dunkle Wolke hängt trotzdem drüber, wenn auch nicht direkt, aber immer nah genug, dass man denkt "oh...gleich regnet es!"

      Ich dank dir jedenfalls für deine Antwort...hat mir, auch wenn du meinst nicht große Ratschläge geben zu können, wieder ein wenig Input zum Weiterdenken gegeben.

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    3. Dass man die Anzeichen der Täuschung zunächst übersieht ist Teil der Anpassung des Narzissten an seine Umwelt, Teil seines "sozialen und emotionalen Raubtierverhaltens". Die Täuschung funktioniert aber nur am Anfang und nur bei Menschen, die keine Erfahrung mit solchen Parasiten, die nur Tarnen und Täuschen, haben.

      Ich kann über die "Borderline-Tante" bis heute noch Dinge erzählen, die mir außer guten Freunden kein Mensch glaubt und bei denen ich mich im Nachhinein mehr als nur deutlich frage, wie ich das überhaupt durchgehen lassen konnte, ohne sofort das Weite zu suchen. Selbiges über meinen "Belästiger", da hat mich praktisch jeder von der Polizei über den Anwalt bis zum Psychotherapeuten gefragt, was "der denn davon hat". Vorstellen können sich das nur Personen, die schon mal mit derartig gestörten Menschen direkt oder indirekt konfrontiert waren.

      Ich habe mich vor zwei Monaten mit einem erfahrenen (klinischen) Psychologen unterhalten und der meinte, dass derartige Vorfälle gar nicht so selten sind und das so einige der Depressions- und Burnout-Patienten in den Kliniken nicht die tatsächlich gestörten wären, sondern dass --wenn alles so liefe, wie es sollte-- deren Ex-Partner in Therapie gehörten. Es gibt also durchaus Psychologen, die mit entsprechenden Fällen "beste" Erfahrungen haben.

      Den Narzissten zu einem öffentlichen Wutanfall zu verleiten ist natürlich ein möglicher Pfad. Aber die meisten sind denn dann leider doch zu aalglatt, als dass ihnen das passiert. Man darf nicht vergessen: Die Fassade ist alles, sie wird um jeden Preis aufrecht erhalten, attackiert wird immer nur im Untergrund.

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  16. Hallo,

    erstaunlicherweise stolpere ich gerade über diesen Thread und sitze im selben Boot. Schwanger vom Psycho und frag mich intensiv, wie ich mich wehren kann. In den üblichen verdächtgen Foren um vorhandene/ anstehende Probleme zu erörtern hagelts einem derzeit von irgendwelchen Mütter/Väter Fronten entgegen. Was schon mal ein Vorgeschmack für mich ist, wie schwierig es werden wird, die meisten Menschen haben wie die Mediatoren eben das Bild der zweigeteilten Verantwortung im Kopf. Was generell richtig ist und vor ein paar Jahren auch mein erster Gedanke dazu gewesen wäre. Doch mit einem Menschen, der einem mitten ins Gesicht lügt und sich dadurch besser fühlt, versucht mich als Verrückte darzustellen-immerhin, in seinem Fall zwecklos, er hat keine Freunde rastete auch in Öffentlichkeit schon aus- damit muß sich einer erstmal auskennen.
    Übrigens, nützlich ist das für mich in keiner Weise. Das wird von offizieller Seite doch nie jemanden jucken, ob ich Zeugen benennen kann, wie irre der tickt. So einfach ist es leider nicht.
    Falls jemand Rat weiß...
    An die andere Schwangere: wohnt ihr in derselben Stadt? Hast du interesse an einem email Austausch?

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    1. Das Gericht wird leider erst einen Handlungsgrund sehen, wenn eine ernsthafte Gefahr für die Entwicklung des gemeinsamen Kindes erkennbar ist.

      Und zwar "objektiv", sprich von der manchmal leider doch sehr begrenzten Sichtweise eines Richters aus. Da fehlt bei der deutschen Justiz auf Richterseite leider offenbar nicht selten die Einsicht.

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    2. Hej, hier schreibt die andere Schwangere. Habe erst wieder mal nach einige rZeit hier reingeschaut.
      Generell gerne...aber ich würde sehr ungern meine Mailadresse hier öffentlich reinstellen.
      Ich wohne in Berlin, so viel kann ich sagen :).

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    3. Ich kann mich gerne als "Vermittler" anbieten.

      Meine Mailadresse ist ja inzwischen im (Quasi-)Impressum verlinkt.
      Ich gebe beide Mailadressen auch selbstverständlich nicht weiter.

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  17. Ja, das befürchte ich auch. Das was mir so zu schaffen macht an der Situation ist, dass auf mich alleine gestellt das Kind großziehen schon wie eine riesige Verantwortung vor mir steht. Bitte nicht falsch lesen, ich freue mich auf das Kleine, keine Frage.
    Freunde sichern mir ihre Unterstützung zu, es gab auch schon viel Hilfe und auch bei normalen Beziehungen kommt es zu Trennungen während der Schwangerschaft.
    Wovor ich aber echt Angst habe, das sind 2o Jahre Psychoterror und ich liege irgendwann tot daneben und mein Kind wird von einem Lügner durchmanipuliert, auf dessen Unterstützung es eigentlich naturgemäß vertrauen können sollte.
    Gerade jetzt, wo ich "schwach" bin, dreht er mit seinen Attacken voll auf. Positioniert sich zumindest vor seiner Familie als "das Opfer" "der Verrückten". Wie gesagt, der ist auch schon auffällig geworden, noch bevor ich auf der Bildfläche erschien, selbst diejenigen Menschen, die er mir vergrault hat, wissen, wie er tickt. Aber typischerweise kann er sich auf den ersten Blick sehr gut verkaufen, während ich mehr und mehr Richtung Nervenbündel entgleite....wegatmen, wegatmen ;-)

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  18. Hallo, hab mich vor 2 Wochen von meinem Freund getrennt und bin mir sicher, dass er eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat.Es begann so wunderbar.Er hat mich als seine Königin auf ein Podest gestellt, mir täglich Komplimente und seine Liebe erklärt.Dann plötzlich,aus einem nichtigem Anlass, wurde ich vom Podest gestoßen, war nichts mehr wert, hab alles falsch gemacht und wurde abgewertet. Endlose Diskussionen, wenn ich nicht seiner Meinung war und ihn gelobt hab oder seine Gedanken und sein Wesen als absolut richtig gesehen hab,musste ich im Gästezimmer bleiben, " durfte" über mein Fehlverhalten nachdenken und wenn ich wieder artig war, durfte ich wieder zu ihm. Nur er hat Recht und wenn ich nicht seiner Person als die absolut genialste der Welt zustimme,war ich charakterlos und konfliktunfähig. Nur mit 100 % Zustimmung seiner Meinung war ich etwas wert. Zum Glück hab ich das alles rechtzeitig erkannt und die Flucht ergriffen. Ich bin erleichtert, mich befreit zu haben, mit solch einem Menschen kann man nicht zusammenleben, wenn man sich selbst etwas wert ist.
    Ich hoffe für alle Betroffenen, dass sie beizeiten den Mut finden, das alles zu beenden, bevor man sich selbst bedingungslos aufgibt.
    Alles Gute für alle Betroffenen

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    1. Derartiges Verhalten kenne ich irgendwoher und ich kann heute auch wieder darüber lachen.

      "Du bist nicht meiner Meinung"? -> "Männer sind eh dumm", "typisch Mann, ohne Hirn"

      Alternative (vom männlichen Pedant): "Meld Dich, wenn Du wieder klarkommst", es folgten (strafbare, weil öffentliche) Beschimpfungen.

      Heutzutage geht bei mir da die Narzissmus-Warnlampe auf dunkelrot. Und das ist Positive, was man aus solchen Erlebnissen mitnimmt.

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    2. Mich würde mal interessieren, was bei solchen Menschen in der Kindheit oder Erziehung falsch gelaufen ist. Wie kann man einer Partnerin bzw. Partner anfangs die Sterne vom Himmel holen, sie als einzig passenden Partner weltweit darstellen und plötzlich, von einem Tag auf den anderen in Frage stellen? Ich bin die von gestern, mit dem " Gästezimmer", mein nichtiger Streitanlass war, eine von mir versehentlich falsch entsorgte Pappe ! Statt in die Papiertonne geriet sie mir in die gelbe Tonne. Das war der Ausgangspunkt, dass sein wahres Verhalten an den Tag kam. Es folgten falsche Löffel in Tassen, ein falsch eingeräumtes Gefrierfach u.s.w. Für mich keine Punkte, eine Partnerschaft in Frage zu stellen. Ich wurde wie ein besch... KLeinkind an die Hand genommen und erzogen. Und ich hab nicht eingesehen, warum dass jetzt sooooo schlimm sein sollte.
      Mir tut jede Frau leid, die meinen Platz einnimmt. Wahrscheinlich wird er nicht lange leer bleiben. Er braucht ja sicher wieder jemanden zum erziehen. Im Nachhinein muss ich nicht mehr fragen, warum dieser anfangs so liebevoller, charmanter Mann noch NIE eine dauerhafte Beziehung hatte.

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    3. Die Entwicklungspsychologie geht davon aus, dass Narzissten nie einen aus sich selbst herauswachsenden Selbstwert entwickelt haben. Was sie armen Teufel eigentlich machen, ist, jahrezehntelang der versagten Anerkennung Ihrer Mutter/Ihres Vaters hinterherlaufen. Ohne die fühlen sie sich nämlich wertlos.

      Gleichzeitig bauen sie sich aber einen Schutzschild auf, das sog. "falsche Selbst". Und an dem darf wohl nichts und niemand kratzen. Als Kratzer wird dann auch empfunden, wenn auch nur Kleinigkeiten nicht so sind, wie sich der Narzisst sie vorstellt. Irgendwann verschwindet dann das armselige Ich ganz hinter der Fassade; dann haben sie immer Recht und alle anderen sind immer schuld.

      Es geht nämlich gar nicht darum, dass Du falsche Löffel in Tassen stellst, sondern ER fühlt sich unzulänglich. Da Du irgendwann als Quelle für Bewunderung ausgefallen bist, baute er sich dann Gründe dafür zusammen, warum Du unzulänglich und abgrundtief schlecht bist. Du musst natürlich unwichtig oder dumm sein, denn sonst müsste ja er an sich zweifeln. Und das kann er nicht zulassen, denn da kommen sofort seine lebensbedrohlichen Minderwertigkeitskomplexe hoch.

      Die verwurstet sein krankes Hirn aber innerlich gleich so um, dass nicht er unzulänglich ist, sondern Du. Es dauert ein wenig, bis man sein Hirn um derartige Denkweisen wickeln kann, aber wenn man es raus hat, ist das alles ganz plausibel. Und völlig jenseits jeder normalen Denkweise.

      Wie sagte jene welche vermutliche Borderlinerin zu mir? "Das begreifst Du in Deiner kleinen Welt ohnehin nicht". Wer da wirklich nicht aus seiner Welt kann, merkt man erst später.

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    4. Danke für Deine Antwort. Ich verstehe jetzt manches besser. Überlegungen , dass die Sache ansich eigentlich gar nicht so wichtig ist oder er denkt, tut mir leid, gibt es dann wohl bei solchen Menschen nicht? Und was ist mit dem Gefühl am Anfang für ihn, dass ich seine, schon seit Jahren gesuchte Traumfrau bin ? Richtige / normale Empfindungen für einen Partner gibt es dann wohl gar nicht? Fragen über Fragen, obwohl ich ausgezogen bin, beschäftigt es mich mehr denn je.

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    5. Nun, am Anfang der Beziehung ist die Denkweise:

      "Diese Frau ist toll, sie gibt MIR das Gefühl, wunderbar zu sein" => eventuelle, negative Seiten werden ausgeblendet. Das ist aber bei jedem in der Verliebtheitsphase so. Beim Narzissten kann es entweder völlig instrumentalisiert sein (wenn ich sie so behandle, dann bekomme ich sie auch) oder aber er idealisiert, weil er idealisieren muss. Etwas anderes als die Traumfrau kann er doch gar nicht lieben, das darf ja gar nicht sein.

      Sobald aber dann dieser Höhenflug für ihn zu Ende geht, sprich wenn er merkt, dass er halt nicht immer idealisiert wird, kippt der Narziss ins Gegenteil. Dann muss er sich selber beweisen, dass er von Dir "betrogen" wurde und Du ihm also was vorgespielt hast (nämlich die Traumfrau).

      "Normale" Empfindungen für Mitmenschen sind bei Narzissten nicht drin. Weil sie sich ja --hinter der Fassade-- selbst hassen, müssen sie letztendlich auch alles hassen, was sie zu nah an sich heranlassen.

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    6. Es hilft mir so gut, das alles besser zu verstehen. Ich weiss nur, dass er einen autistischen Bruder hat, der mehrere Jahre älter ist und vielleicht keine oder wenig Aufmerksamkeit bekam, als ein Kind braucht. Mitleid will dennoch nicht aufkommen, da ich denke, dass er sich als Erwachsener auch so benehmen sollte. Ich kann mir trotzdem schwer vorstellen, dass nicht einmal der Gedanke aufkommt, dass er vielleicht Fehler macht und deshalb keine Partnerin bei ihm bleibt. Aber ich habs ja gelesen, normale Gedanken haben solche Krankheitsbilder nicht. Mich hats auch immer gewundert, wie schlecht er von meinen Vorgängerinnen sprach, jede hatte aber dieselben Muster, die ihn störten. Jetzt hat er wieder eine mehr in seiner Sammlung. Mit dem beweisen und betrogen fühlen, wie du es ansprichst, ist es ja genauso gewesen. Bin ich froh, dass ich nicht länger " ausgehalten "habe und erkenne, dass ICH nicht der wahre Grund für das Scheitern bin. Ein normaler Mann würde sich doch nicht an haushaltlichen Kleinigkeiten so stören und die Partnerin wie bei Supernanny auf die stille Treppe schicken und wenn sie einsieht, darf sie wieder in seine Arme. Aber welcher Typ Frau macht denn sowas mit ? Ich bin ja auch keine 20 mehr (47) und hoffe, man kann den anderen noch ändern. Ich hab doch auch ein halbes Leben hinter mir und muss mir nicht sagen lassen, wie ich Pappen richtig wegschmeisse.
      Ich danke dir jedenfalls so, dass ich wenigstens ein klein bisschen verstehe, dass ich doch nicht bekloppt bin ;-).
      Wo kann ich dir ein Psychologen-Honorar hinüberweisen ;-). Danke !

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  19. Oh mein Gott, ich wusste schon länger das mein Ex-Freund narzisstische Züge hat, aber so gut wie hier war das noch nirgends beschrieben!
    Vor 3 Jahren waren wir zusammen. ( Für 6 Monate)
    Anfangs war er der charmanteste, liebevollste, aufmerksamste Mann auf der ganzen Welt...
    Plötzlich kippte sein Verhalten, und ich wurde nur noch kritisiert, beleidigt, beschimpft, der Untreue verdächtigt und meistens dann auch komplett ignoriert!
    Ich durfte dann auch im Nebenzimmer schlafen um über mein "Fehlverhalten" nachdenken zu können...
    Nebenbei wurde ich massiv ausgebeutet, und ich war so blöde, alles nur mögliche zu tun um ihm meine Liebe zu "beweisen"!
    Ich durfte niemanden mehr grüßen ( schon gar keine Männer), ich ging nur noch mit gesenktem Kopf neben ihm her, mein Handy durfte ich keinesfalls überhören ( wenn ER der Anrufer/SMS-Schreiber war!), ansonsten hieß es gleich, ich wäre wohl wieder mit einem anderen Mann beschäftigt gewesen.
    Manchmal genügte schon ein Blick von mir durch die Gegend, während wir z.B. an einer Ampel warten mussten.....
    Sofort wurde er eiskalt und machte mich nieder. Schließlich hätte ich schon wieder mit anderen Männern Blickkontakt gesucht...
    Ich nahm innerhaln dieser 6 Monate 13 Kilo ab, bis ich nur mehr ein Skelett war...
    Und ich kämpfte immer noch um diese vermeintliche Liebe....
    Er selbst gab mir dann den Laufpass, weil ich eine Schlampe, Hure, Lügnerin usw. sei!
    (Ich habe NIE geflirtet, mich NIE für einen anderen interessiert, ihn NIE belogen!)
    Nach der Trennung fing er dann an, mich per SMS und Mails aufs übelste zu beschimpfen!
    Ich konnte irgendwann nicht mehr, und änderte Telefonnummer, Mailadresse usw.
    Jetzt nach genau 3 Jahren, hat er sich wieder gemeldet.
    Er habe mich nie vergessen können, weil ich doch so ein ganz besonderer Mensch sei.... ( JA, besonders blöd war ich!)
    Seit fast 3 Monaten meldet er sich immer wieder, schmiert mir Honig um den Bart...
    Nachdem ich lange keine Reaktion gezeigt habe, und meine jetzige ( EINZIGE) Reaktion die Forderung nach Kontaktabbruch war, fängt er jetzt wieder an mich zu beschimpfen!
    Er hatte noch NIE eine längere Beziehung, ALLE seine Freundinnen waren angeblich "Schlampen", er muss sich den ganzen Tag selber loben ( seine Kleidung, seine Figur, seine Bräune, sein Auto, seine wenigen Urlaubsreisen usw...)
    Alle anderen Menschen werden von ihm gnadenlos niedergemacht!
    Dabei ist er absolut nichts besonderes! Weder ER, noch sein Auto, noch seine Figur usw....
    Er ist mit sämtlichen Arbeitskollegen zerstritten!
    Aber Schuld haben natürlich nur die ANDEREN!
    ER ist der Beste, der Fleissigste, der Gutaussehendste, der anständigste....!
    Alles was er anderen ( vor allem mir) vorwirft, bzw. unterstellt, macht er SELBER!
    ER darf das alles, das ist vollkommen normal!
    Ich bin sooooo froh, das ich ihn los bin!!!
    Allerdings gebe ich auch ehrlich zu, das ich dem Mann, der er vermeintlich damals war, immer noch hinterher trauere!
    Obwohl ich mittlerweile genau weiß, daß das nur gespielt war!
    Ich kann jedem nur raten: Sobald ihr merkt mit wem ihr es zu tun habt, dann lauft weg so weit ihr nur könnt!!!
    Solche Menschen werden sich nicht ändern!

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    1. Oh mein Gott, trifft die Sache, bzw. den Menschen, dem ich mein zerstörtes Ego zu verdanken hab, ganz genau. Er ist Gott, nur seine Meinung zählt, alle anderen machen Fehler und keiner versteht ihn. Und es geht mir genauso wie der letzten Schreiberin: ich trauere auch dem Gefühl hinterher, was für ein charmanter, gefühlvoller Mensch er zu sein, vorgeben kann. Wenn man noch nicht gemerkt hat, welche zwei Seelen in seinem Hirn wohnen. Ich hab es oft mit Dr. Jekyll und Mr. Hyde verglichen. Von einer Minute zur anderen schlägt der Charkter um. Und dann versucht man, sich so zu verbiegen, dass der Friede wieder hergestellt ist. Das geht zum Glück nicht auf Dauer, wenn man halbwegs " normal" denkt. Wir haben 15 Monate zusammen gelebt. Teilweise war ich schon in der Schiene zu überlegen, ob mein Handeln, Tun und das blosse ins Zimmer treten, jetzt wohl richtig ist. Ständig die Gedanken, alles richtig machen zu wollen. Aber was dann richtig ist, entschied er. Dazwischen wundervolle romantische Momente, in denen ich so liebevolle Gedanken und Gefühle hatte und plötzlich dann wieder diese Umbrüche.
      Gespielt ist da aber nichts,diese Menschen sind gefangen in ihrem Krankheitsdenken. Sehr schlimm ist allerdings, dass sie sich vor anderen so perfekt ausdrücken und rüberbringen können, dass jeder diesen Ausführungen Glauben schenken muss. Da muss man schon pure Bewunderung für diese Redegewandheit bringen. Aufgefallen ist mir auch, dass es einen bestimmten Freundeskreis gibt, die als Co-Abhängige ihre Fahnen in seinen Wind hängen und du auch von besten Freunden keine ehrliche Meinung bekommst, es könnte sich ja für sie zum schlechten wenden, wenn sie mal gegen ihn reden.
      Ich bin jetzt mittlerweile fast 5 Wochen weg, hab mir eine kleine niedliche Wohnung gesucht und geniesse die Ruhe.
      Er fehlt mir eigentlich nicht mehr wirklich, ausser vielleicht das warme Gefühl, in schönen Momenten in seinem Arm zu liegen. Aber das wiegt die anderen schweren Situationen nicht auf.
      Sorge macht mir, wenn ich mal wieder eine Partnerschaft eingehen will, (wovon ich im Moment weit entfernt bin), ob ich nicht ungerechterweise den neuen Partner in die Schublade dränge, wenn er auch nur mal schlechte Laune hat ;-).
      aber kommt Zeit, kommt Rat oder ein neuer,"normaler" Mensch/Mann, wo ich auch mal eine Pappe falsch entsorgen darf ohne gleich in totale Ungnade zu fallen.
      Alles Liebe und Kraft für alle Betroffenen.

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    2. Das klingt aber eher nach krankhafter Eifersucht, als nach narzistischer Persönlichkeitsstörung.
      Es tut der Sache nicht gut, wenn man sämtliche unangenehmen Mitmenschen als "narzistisch" klassifiziert, denn dann wird der Begriff aufgeweicht und schwammig.
      Vor allem Menschen, die sich bislang wenig mit Psychologie auseinander gesetzt haben und ihren Blick noch nicht schärfen konnten, erkennen sich / bzw. andere Bezugspersonen sofort in jeder psychologischen Beschreibung wieder, auch wenn es nur Einzelheiten sind, die übereinstimmen, und nicht das Gesamtbild.

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    3. sie trauern nicht dem mann hinterher,sondern ihrer verlorenen zeit und den verlorenen chancen auf würdige,respektvolle behandlung durch einen mitmenschen.

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  20. Hallo,

    wirklich anschaulich und gut nachvollziehbar auch für Laien beschrieben.

    Mich und meine Kollegen trifft eine solche NPS-Person als Vorgesetzte. Sie hat den männlich ausgeprägten Stil der Störung, sie wird bei Konfrontation mit eigenen Fehlern aggressiv. Sucht ständig bei anderen Fehler und kontrolliert alle - und das wirklich schon recht auffällig. Sie lügt und mir ist nicht wirklich klar, ob sie sich dessen überhaupt bewußt ist. Mir blieb anfangs immer die Spucke weg ob dieser Dreistigkeit.

    Sie lenkt mit Vorliebe Gesprächsthemen auf sich und was sie alles hat und kann (prahlt auch vor Untergebenen, wieviel Geld sie wieder für Klamotten ausgegeben hat), hat natürlich die besten Ärzte, weil "sie es sich wert ist", kann nicht zuhören, wenn andere von sich erzählen, häuft berufliche Titel (zumindest ist sie bestrebt), hält gern ungefragt lange Monologe, ist ganz schnell dabei, anderen schlechte Eigenschaften anzudichten, respektiert vor allem nicht die Privatsphäre (bspw. mag sie keine geschlossenen Türen und stört in einem Telefonat, auch privat), redet generell über andere schlecht, wenn diese nicht da sind, macht die Leistungen anderer klein, greift sich eben die Makel der anderen raus und reduziert dann die Mitarbeiter genau darauf und sie selbst hat natürlich keinerlei Fehlverhalten.

    Mein Ex-Arbeitgeber ist auch so jemand, versucht auch seit über 3 Jahren, mir zu schaden, mich zu verleumden, mir übel nachredet, dabei sogar rechtsverletzend wird, weil er nicht damit klarkommt, daß ich gegangen bin, so daß nicht er über eine Situation Herr war, sondern ich. Auch den folgenden Prozess vor dem Arbeitsgericht haben wir zwar mit Vergleich geschlossen, ich quasi gewonnen, aber aus seiner Sicht hat er gewonnen.
    Ich hoffe, auch den aktuellen Prozess für mich positiv abschließen zu können.

    Privat gehe ich solchen Menschen wohl automatisch kopfschüttelnderweise aus dem Weg. Beruflich läßt sich das nicht immer machen, und eben - wie man sieht - auch nicht ohne "Folgen".

    Vielen Dank für diese Seite. Sie hilft zu verstehen, sich abzugrenzen und evtl. einen Umgang zu finden.

    Gruß

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    1. Guten Abend,
      privat solchen Leuten aus dem Weg zu gehen, ist ein Meisterstück, da man sie erst besser kennen muss, um dahinter schauen zu können. Ich bin ja solch einem Blender aufgesessen, da die Masken meist erst viel später fallen. In der Masse schaut man nur bewundernd, ob der Sympathie und Redegewandheit dieser Spezies. Ich kann bestätigen, dass sie nie zuhören können und einen selten bis nie ausreden lassen. Das können viele Menschen nicht, aber hier find ich es extrem. Und das kontrollieren ist krankhaft, kein Handy, keine Mail , keine Akten im Schrank sind sicher, da der Narzisst ständig auf Suche ist, Unzulänglichkeiten seiner Mitmenschen, im schlimmen Fall des Partners, zu finden, auch wenn es keine gibt; alles ist in seinem Wahn verdächtig. In meiner Partnerschaft war es so, dass ich Rede und Antwort stehen musste, warum mir ein guter Freund mailt,er sich aber ständig mit meiner Vorgängerin trifft, um Kontakt zum Kind zu haben, was nicht mal seines war. Also mein Kontakt zum Kumpel wurde angekreidet, er benahm sich aber für seine Begriffe normal, weil ihm das Kind wichtig war , wie gesagt, nicht seins !
      Abgrenzen ist wirklich die einzige Möglichkeit, egal ob privat oder dienstlich.
      Liebe Grüße

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  21. wow super hilfe, da ich gerade in einer trenung lebe, mit einem weiblichen narzissten und mir viele dinge jetzt klarer werden, diese ständige abwertung...


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  22. ...ich habe das heut nacht gelesen und hatte die ganze Nacht Alpträume. Ich lebe mit solch einem Menschen zusammen!! Das er einen Schaden hat, wußte ich schon, aber jetzt hat dieser Schaden einen Namen. Seit einiger Zeit versuche ich mich aus dieser Beziehung zu lösen (hab das sogar schon mal 4 Jahre geschafft). Habe lange gehofft, dass sich etwas ändert. Ich will endlich wieder mein eigenes Leben führen ohne diese Schikane. Vor 2 Wochen hat er sogar unseren 13 jährgen Sohn vor die Tür gesetzt, weil er nicht auf ihn hörte (wie auch er hatte 4 Jahre keinen Kontakt zu ihm). Wir waren dann eine Woche bei den Großeltern. Hat ihn nicht interessiert, hat nicht mal angerufen, aber zum Jugendamt konnte er gehen und rumtönen, er braucht das sorgerecht blabla.Jetzt sind wir zurück und machen gute miene zu seinem Spiel. Ich suche nebenbei eine Wohnung. Unser Sohn hat schon 3 Wochen keinen Strom in seinem Zimmer, wenn ich den wieder anmache, schließt er den Keller ab, so dass ich nicht einmal die Wäsche waschen kann. Wenn ich mit ihm darüber reden will, blockt er ab, er sei das Alfamännchen und es wird gemacht, was er sagt.
    Im Moment bin ich krank geschrieben, weil ich einfach nicht mehr kann. Und selbst wenn ich gehe, wird es nicht vorbei sein, da er sich ganz groß fühlt anderen eins reinzuwürgen...

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    1. Du MUSST gehen!!!
      Ich weiß daß das sehr, sehr schwer ist, und das Du noch jahrelang danach mit dieser Sache zu kämpfen haben wirst.
      Aber denk bitte an Deinen Sohn!!!
      Soll der auch noch kaputtgehen??? Der kann aufgrund seines Alters noch nicht alleine aus dieser schlimmen Situation heraus....
      DU musst für Dich UND Deinen Sohn von diesem Mann weg!!
      Deine Krankschreibung zeigt doch bereits, das Du schon vollkommen zermürbt bist! ( Ich bin damals in der psychosomatischen Klinik gelandet und bin bereits seit 3 Jahren in Psychotherapie! WEGEN meinem Narzissten!!!)
      Sieh zu das Du Dein Kind nimmst, und weg kommst!
      Wenn schon nicht Dir selbst zuliebe, dann für Deinen Sohn!
      Ich wünsche Dir viel, viel Kraft...
      L.G.

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  23. Ich weiß das und ich suche ne Wohnung, schaue mir alles an, was da ist. Ich fühle mich hier ja auch nicht mehr sicher, wann fliegen wir das nächste mal raus?? Wir haben ja noch 2 kleine Kinder, die er noch nicht angeht, aber die bekommen ja mit, wie er die mama behandelt. Ich hab grad ne schöne Wohnung gefunden, wenn da nur nicht diese hohe Provision wäre und dann noch die Kaution. ...
    Danke noch einmal für die klaren Worte...
    LG

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    1. Hallo, ich wünsch dir ganz viel Glück für deine Wohnungssuche. Ich bin die mit dem Gästezimmer.Ich habs ja auch ganz schnell geschafft , auch wenn man nicht alles am Anfang haben kann, ich hab mir gesagt, die Hauptsache, ein Bett und ein " Klo", und Gelegenheit, was zum essen zu machen. Das ist erstmal das wichtigste, um von ihm loszukommen. Man lebt auf Kisten und Klamotten im Koffer immer noch besser, als neben ihm. Leider hast du es schwieriger, weil ich keine Kinder zum mitziehen hatte. Aber lass dir bitte sagen, alles besser , als die weiteren Demütigungen. Frag dich bitte immer, welches Recht er hat, dich und deine Kinder zu unterdrücken. Ich musste tagelang im Gästezimmer bleiben, wenn ich nicht gemacht habe, was er wollte. O-Ton: die Küche und die Toilette darfst du benutzen! Man muss sich das mal vorstellen, wie krank das ist. Du tust mir wirklich leid, wenn noch kleine Kinder da sind, was sich diese kranken Menschen herausnehmen und wie sie mit "uns" umgehen.
      Ich wünsch dir alles Liebe !!!!!

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    2. gehe ins Frauenhaus - es ist wichtig zuerst raus zu gehen, eine neue wohnung ist der zweite schritt. Es gibt auch Wohnungsnotamt beim Bürgeramt. Das wichtigste ist aber der kranken Situation RAUS!

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  24. Hallo Anonym, ich habs erstmal geschafft zur ruhe zu kommen, auch wenn das nicht optimal ist, aber ich bin ins frauenhaus geflüchtet. unser sohn hat am samstag jugendweihe, kümmerte ihn nicht. ich hab ihn gefragt,ob er mit einkaufen kommt, nein er ist doch fürs kino verabredet... ihn interessiere die Jugendweihe gar nicht, seine familie ist ja nicht erwünscht. (weil mein sohn gefragt hat was die hier wollen - haben sich nie gekümmert)!!! fühlte sich als opfer und schimpfte auf mich ein. da hab ich die sachen gepackt. er hat sich in die wanne gelegt, seine fingernägel gefeilt und mich ausgelacht... hab die kinder eingepackt und bin gegangen. hab den nachbarn noch mitgeteilt, sie sollen nicht alles glauben, was er erzählt und weg war ich. Ich hoffe es ist bald ne wohnung in sicht

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    1. Hallo Du Arme, ich hoffe, dass es dir im Frauenhaus besser geht, als im Zuhaus, aber ich weiss nicht, ob du online bist. Dass er allerlei Lügen und Verleumdungen über dich verbreitet, darüber solltest du dir im Klaren sein und es nicht an dich heranlassen. Ich hab erst diese Woche Sachen über mich erfahren, die einen schlucken lassen,die er verbreitet. Ich hab das " Pech", ihn verlassen zu haben. Das ist sein erstesmal, bisher hat er die Frauen rausgeschmissen. Damit kommt er natürlich gar nicht zurecht und muss es andersrum erzählen. Hab einfach ein dickes Fell und sag dir, er kann ja nicht anders. Es kann ja nicht sein, dass er was falsch gemacht hat. In den letzten Tagen hat er sich allerdings bei mir gemeldet und " Reue" gezeigt und wenn ich nicht wüsste, wie er wirklich tickt, hätte ich mich wieder verlieben können, so charmant und lieb war er. Aber ich weiss, dass das alles zum Schauspiel gehört und nach kürzester Zeit wieder so endet.
      Was machst du denn jetzt mit der Jugendweihe und hast du Eltern oder gute Freunde, die dir helfen können ?
      Ich denk an dich und sei stark, auch wenn er mal normal rüberkommt, es gehört zum Theater, die Maske wird beizeiten wieder fallen...
      Liebe Grüße sagt Heike

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  25. ... das gute im frauenhaus ist, die vermitteln dir hilfe, ob anwalt oder jugendamt etc. die haben gute kontakte. familie ist im moment grad hier - wegen der jugendweihe - und das tut gut!! im frauenhaus fühlt man sich schlecht, aber die mitarbeiterinnen nehmen einem etwas das schlechte gefühl und sagen, das diese psychogewalt gerade in akademikerfamilien vorkommt - weil diese zweifel sind ja da - gerade weil ich ja selber pädagogin bin. ich hab auch den vorteil, er meldet sich nicht - scheiß egal, wo ich bin - er rennt mir nicht hinterher - das is bitter, aber es hilft mir! was er verbreitet is mir egal, ich hab es öffentlich gemacht, auch die nachbarn wissen, wo ich hingegangen bin, soll er sie einlullen, das ist ja genau das spiel und das mach ich nicht mehr mit. morgen nach der jugendweihe schauen wir ne wohnung an und dann feiern wir, es ist nen wichtiger lebensabschnitt. mein sohn freut sich und ist sehr aufgeregt. ich freu mich auch, es ist so ein netter, hübscher und guter junge. ...und er spielt seinen egotrip. pass du auf dich auf!! nicht dass er nochmal oberhand gewinnt, es kann nur schlimmer werden...
    lg anja

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    1. Liebe Anja, ich wünsche dir und deinem Sohn,unbekannterweise, eine schöne Jugendweihe und dass ihr mal für ein paar Stunden glücklich sein könnt.
      Ich bin stark, auch wenn er mich jetzt oft kontaktiert und "leider" ganz normal rüberkommt. Scheinbar ist noch kein neues Opfer in Sicht, deshalb wirds nochmal bei mir versucht, denke ich.
      Darf ich fragen, ob ihr verheiratet seid und wie lange ihr euch kennt?
      Liebe Grüße von Heike

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  26. kompliziert, wir kennen uns seit 15 jahren. führten immer on und off beziehungen. er war weg als ich mit meinem sohn schwanger war. kam dann wieder, als der kleine nen halbes jjahr war.wir haben damals nie zusammen gelebt. er hat mich früher auch immer im stich gelassen, ob diplomarbeit oder umzüge...
    naja dann kam unser zweites kind und er wieder weg. da wohnte er jobmäßig aaber schon weiter weg. unsere tochter kam und wir lebten 4 jahre ohne ihn. in dieser zeit hatte ich auch einen anderen mann, der glaub ich auch so gestörrt ist. über umwege kamen wir uns dann doch wieder näher und mir wurde der himmel uff erden versprochen familienleben heirat gemeinsames haus etc.ich zog mit sack und pack zu ihm, er kaufte das haus und somit bestimmte er alles was dort so passiert. der anfang hier war sehr schwer, großes heimweh. am anfang is er noch auf uns eingegangen, dann immer weniger. von heirat ganz und gar nicht mehr zu sprechen. manchmal glaub ich, er wollte nur den unterhalt sparen.die trennungen waren immer sehr schwer von ihm, aber so mittellos war ich nie, da ich ein zu hause hatte.
    selbst zur jugendweihe kam er heut nicht... echt schäbig, sein eigener sohn, es war ihm scheiß egal... aber es war ganz schön, anstrengend aber schön und morgen wieder zurück in dieses frauenhaus. nebenbei hab ich mir heute ne wohnung angeschaut, die sah ganz gut aus, aber man kann dort keene waschmaschine aufstellen - bei 3 kindern sehr ungünstig..

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    1. Du meine Güte, sind wir seelenverwandt?
      auch ich bin mit Sack und Pack bei ihm eingezogen, in sein Haus und hab mich für jede aufgestellte Deko rechtfertigen müssen, weil, es ist ja sein Haus. Mir war ja auch der Himmel versprochen, was sich dann als kleine Hölle rausstellte. Ich hab mir dann, wie schon beschrieben, wieder eine eigene Wohnung gesucht. Wir kennen uns so an die 10 Jahre, er gehört(e)in meinen Freundeskreis und wir haben 15 Monate zusammengelebt.
      Gibt es heute noch Wohnungen ohne WaMa-anschluß? Unvorstellbar.
      LG Heike

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  27. ...nun ich glaube das ist kein Zufall. Diese Menschen haben glaub ich einfach auch ihre typischen Opfer. Komme grad aus dem Haus. Küche zu, Keller zu, Bad zu. Ich könnt ja die Toillette zerschlagen!! Na wenigstens hat er die Kinderzimmer offen gelassen. So konnte ich wenigstens noch ein paar Schulsachen vom Großen rausholen. Ich hab gesehen, dass er sich einen Anzug noch am Freitag gekauft hat, war noch unberührt mit Kassenzettel in der Tüte - worauf hat er denn gewartet?? auf den roten Teppich?
    Am Mittwoch nach unserem Auszug war der doch glatt noch im Kino - so krass - naja der arme war ja schon soo lange nicht weg. Hab heut die 3 D Brillen gesehen. Das tut echt heftig weh - einem Menschen für den man so viel aufgegeben hat, so heftig egal zu sein.
    Mir gehts grad sehr schlecht und ich fühl mich grad nicht in der Lage meine neue Perspektive zu planen. Ich müßte weit weg von ihm, um nicht wieder schwach zu werden. Naja was heißt schwach, der ist ja nicht wie dein Exemplar - der rennt mir ja nicht hinterher - das hab ich ja immer gemacht. Nur einmal und da hab ich ja den entscheidenden Fehler gemacht, trotz Warnungen, bin ich zu ihm gezogen...
    I

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    1. Wenn er nach dem Abbruch des Kontakts nochmals angelaufen käme, dann weil er sich nochmals verspricht, dass er das alte Spiel wiederholen kann.

      Was einmal geklappt hat, sollte doch auch auch wieder funktionieren. Hinter solcher Arroganz kann man dann auch die wahre Dummheit erkennen, die hier dahinter steht.

      Wenn er Grenzen aufgezeigt bekommt, wird er natürlich wie ein bockiges, unreifes Kind reagieren; das Ganze natürlich getarnt unter seiner Fassade des Übermenschen. Aber diese Fassade ist allerdings überaus anstrengend, denn seine Hoheit fühlt sich in Wirklichkeit zutiefst verletzt.

      Diese "Demütigung" seiner Großartigkeit wird er auch nicht vergessen. Aber in der Wahl der Mittel ist jeder von den Gestörten wieder ganz eigen. Doch es ist letztendlich nur dasselbe Theater mit anderen Kostümen und/oder Schauspielern.

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    2. Könnte dies eigentlich lebensgefährlich werden?? also wenn man ihn so sehr demütigt, dass er nicht mehr weiß wat er tut? da das frauenhaus für mich auch die hölle ist, sind wir (anwältin) am überlegen, ob wir es wagen, obwohl es sein haus ist, gerichtlich vor die tür zu setzen bis ich mit den kindern eine geeignete wohnung gefunden hab. da es sein haus ist, wäre das sehr schlimm für ihn. für uns würde es eine möglichkeit sein laut opferschutzgesetz, was meint ihr???

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    3. Zu was er in der Lage ist, hängt wohl mehr von der Person selbst als vom Störungsbild ab. Wenn er vorher nicht zu Gewalttaten und Wutausbrüchen geneigt hat, wird er das vermutlich auch beim großen Knall nicht. Aber sicher ist da leider gar nichts.

      Allerdings ist man auch empfindlich: Ich hatte bei meinem großen "Knall" damals auch Angst, mein Belästiger stände irgendwann vor der Tür. Gewalttaten traue ich ihm durchaus zu. Heute muss ich darüber lachen, denn erst ist kleiner, dicker, älter, wesentlich langsamer als ich und dann doch nicht so dumm, der Justiz einen guten Grund zu liefern, ihn endlich mal einzusperren.

      Ich dachte, das mit der Überlassung der gemeinsamen Wohnung läuft nach Gewaltschutzgesetz? Wenn da die Vorbedingungen erfüllt sind, dann ist ohnehin alles zu spät und Du kannst nur versuchen, dass Du möglichst heil aus der Sache herauskommst. Richterlich verordneter Schutz ist zwar vielleicht nicht der bestmögliche, aber so ganz untätig ist die deutsche Justiz auch nicht.

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  28. Hallo,

    ich gehöre auch zu der Gruppe, die mit einem Narzissten verheiratet war. In unsere Ehe brachte ich meinen damals 12-jährigen Sohn mit.
    Der Artikel paßt haargenau zu dem Psycho. Wir haben eine Tochter zusammen, sie ist jetzt 11 Jahre.
    2007 habe ich mich getrennt, nur mit Hilfe meines jetzigen Partners habe ich es geschafft. Mein Ex hat mich krank geredet, ich wäre manisch-depressiv und müsste mein Leben lang Tabletten nehmen und eine Langzeittherapie machen. Als ich noch mit dem zusammen war, habe ich Schlaftabletten genommen und Antidepressiva. Ich war völlig im Eimer.
    Als ich es endlich geschafft habe, zu gehen, musste ich meine Tochter dort lassen, er stand vor mir und sagte "Wenn Du unsere Tochter mit nimmst, tut sich die Hölle unter dir auf". Ich hatte ziemliche Angst, da er Sportschütze ist und etliche Waffen besitzt. Auch meinen Sohn der damals 18 Jahre alt war, konnte ich nicht mitnehmen, er entschied sich, bei dem Psycho zu bleiben (jetzt verstehe ich es-Co-Abhängigkeit). Meine Sohn hat sich komplett auf die Seite des Psychos gestellt, für ihn bin ich die böse.
    Ich hatte dann vor 3 Jahren das Sorgerecht eingeklagt und habe alles verloren. Das Gericht hat dem Narzissten das volle Sorgerecht zugesprochen, einfach unglaublich. Die haben nichts verstanden. Ich war zig-mal auf dem Jugendamt, habe meinen Anwalt erklärt, was für ein Mensch er ist. Der Gutachter hat das im Ansatz schon festgestellt, hat sich aber vor Gericht nicht weiter dazu geäußert, da, wie er mir später mitteilte, er Angst vor dem Typen hatte. Ich habe während der ganzen Zeit gedacht, ich bin im falschen Film. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, der Typ hat mir meine Kinder genommen und ich muss jetzt damit klar kommen. Von seiner noch-jetzigen Frau habe ich erfahren, dass wenn der Psycho das Sorgerecht verloren hätte, er mich erschossen hätte. Da drüber werde ich überhaupt nicht fertig. Wenn mein jetziger Partner nicht wäre, der mich immer wieder auffängt und aufbaut (er leidet genauso wie ich), wäre ich schon in der Klapper.
    Eins habe ich gelernt. Der Psycho kriegt mich nicht klein, ich werde nicht umfallen, das hätte der nämlich gern.
    Es ist ziemlich schwer für mich mit der Situation klar zu kommen, da meine Kinder jetzt 175 km entfernt wohnen, auch das hat der Narzisst schon alles geplant.

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  29. Könnte dies eigentlich lebensgefährlich werden?? also wenn man ihn so sehr demütigt, dass er nicht mehr weiß wat er tut? da das frauenhaus für mich auch die hölle ist, sind wir (anwältin) am überlegen, ob wir es wagen, obwohl es sein haus ist, gerichtlich vor die tür zu setzen bis ich mit den kindern eine geeignete wohnung gefunden hab. da es sein haus ist, wäre das sehr schlimm für ihn. für uns würde es eine möglichkeit sein laut opferschutzgesetz, was meint ihr???

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  30. Toller Bericht, vielen Dank dafür. Ich habe die Vermutung, dass mein Stiefvater gewissermaßen davon betroffen ist. Er macht uns stundenlang aufgrund von Kleinigkeiten zur Sau, stellt unsere Fähigkeiten, Zukünfte, Beziehungen und Freundschaften massiv in Frage - und zehn Minuten später nimmt er uns liebevoll in den Arm (in der Folge: Schuldgefühle unsererseits). Mittlerweile fühlen wir uns nurnoch manipuliert.

    Aber irgendwie habe ich jetzt selbst Angst, dass manche Kriterien, die im Text genannt sind, auf mich zutreffen. Ich persönlich habe eine ADHS - das muss ich vielleicht dazusagen - und befürchte, dass einige Symptome der ADHS ggf. mit Auffälligkeiten bei der narz. Persönlichkeitsstörung gewissermaßen überlappend sein könnten. Ich meine doch, viele Störungsbilder sind schwierig abzugrenzen, irgendwie, vor allem, wenn man ergründen möchte, auf welcher Motivationsgrundlage man (z.B. egoistisch oder taktierend, kalkulierend) handelt. Mein lebenslanges Gefühl, aufgrund meiner Defizite nicht zu genügen, hat mich dazu gebracht, in gewissen Situationen ähnlich maskiert, konform und oftmals auch inkonsistent zu handeln, wie der beschriebene Narziss; ebenso bin ich persönlich als ADHSler auf Belohungen andere angewiesen und bin auch dann besonders anstrengungsbereit, wenn eine Belohnung oder Anerkennung durch Dritte zu erwarten ist. Ob dies evtl. nur Gründe sind, mich von einem evtl. Narzissmus abzulenken - ich kann es nicht beurteilen, aber habe wirklich Angst davor, dass es so sein könnte... Ein Narziss zu sein, so oder so ähnlich, wie er hier beschrieben ist, das ist schon das Allerletzte und sojemand würde ich nie sein wollen. Dafür würde ich mich symbolisch zum (seelischen) Tode verurteilen.

    PS: Irgendwie schade, dass man anscheinend gar nicht per Mail benachrichtigt werden kann, wenn hier einer antwortet...

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    1. Verfolgen der Kommentare via Email geht --soweit ich das jetzt sehr-- nur mit mit einem Google Account. Dann hat man unterhalb der Kommentare einen "Per E-Mail abonnieren"-Knopf.

      Die Überlappung bei den Persönlichkeitsstörungen ist oft enorm hoch. Dass man "einiges bei sich wiederfindet" ist aber genauso normal. Zu einer Persönlichkeitsstörung ist ein Merkmal erst, wenn es in extremer Ausprägung und unveränderbar vorkommt.

      Die Fassadenspielerei kommt leider auch sehr oft vor. Sie ist --meiner Ansicht nach-- leider gleichzeitig ein Ausdruck einer Störung als auch ein gesellschaftliches Problem: Anpassung ist erwünscht.

      Zu Deiner Selbstaussage:

      "Mein lebenslanges Gefühl, aufgrund meiner Defizite nicht zu genügen, hat mich dazu gebracht, in gewissen Situationen ähnlich maskiert, konform und oftmals auch inkonsistent zu handeln, wie der beschriebene Narziss;"

      Das ist natürlich schon Narzissmus. Aber es ist nicht unbedingt "krankhaft". Jeder von uns muss mit seinen Selbstzweifeln leben und nicht immer schaffen wir das so, wie wir das vielleicht gerne möchten.

      ABER: Ein ernsthaft gestörter Narzisst ist ja nicht in der Lage, sich seinen empfundenen Defiziten zu stellen, er läuft vor ihnen ja davon. Wenn ich sagen kann, "ja, da habe ich wohl so gehandelt, weil ich Anerkennung wollte", ist das mehr als der Narzisst jemals schaffen kann.

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    2. Vielen Dank für deine Antwort. Ich finde deine Argumentation schlüssig und sie hilft mir, mein eigenes Verhalten weiterhin unter verschiedenen Gesichtspunkten - und eben auch unter narzisstischen - zu reflektieren und besser einordnen zu können. Danke dafür!

      Deinen Schlusssatz finde ich wichtig. Das, was etwa meinen Stiefvater und mich unterscheidet, ist, dass er sein Verhalten generell nicht negativ zu bewerten scheint (im moralischen Sinne, nicht im selbstwertdienlichen). Im Zweifelsfall wird auf die Masche "alles, was ich mache, ist ja offensichtlich scheiße" zurückgegriffen, falls er mal kritisiert wird. Dieses Verhalten ist wahrlich skurril, meine ich.

      Was ich noch sagen wollte: Anfangs habe ich gedacht, dass der Text irgendwie nicht gerade nüchtern und objektiv geschrieben ist. Ich habe gedacht, dass der Autor hier auf eine suggestive auf den Leser seine eigenen Hassgefühle gegenüber narzißtischen Personen in seinem Leben projizieren möchte. Nach ein paar Gedanken darüber denek ich aber anders. Ich finde es richtig, wie der Text verfasst ist, denn er hilt den Co-Abhängigen, sich von ihrem schlechten Gewissen, für die Konflikte primär verantwortlich zu sein, zu distanzieren. Ich finde, du hast hier einen wichtigen Beitrag für alle Betroffenen geleistet und bin dir dankbar. An die Leute, die ebenfalls unter ihm leiden,habe ich den Text übrigens weitergeschickt.

      Herzliche Grüße

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    3. Oh ja, der "Hass auf den Narzissten" ist ein sehr naheliegender Vorwurf, mit dem man sich durchaus auch auseinander setzen darf.

      Hass ist nie gerechtfertigt, aber das negative Urteil über derartig gestörte Personen ist mehr als nur angebracht -- zum Selbstschutz! Und das auch unabhängig davon, was einem so über die eigene Motivation erzählt wird.

      Der vermeintliche "Hass" wird nämlich gerne rückwärts instrumentalisiert:
      Stellt man die Handlungen des Gestörten als das hin, was sie sind, nämlich selbstbezogen, betrügerisch und falsch, ist man nur "neidisch", "mißgünstig" und "hasszerfressen". Der Verein der Co-Abhängigen glaubt derartige Aussagen nur zu gerne, denn "Ihr" Narzisst kann ja gar nicht so böse sein, wie er dargestellt wird.

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  31. Danke für die Antwort. Da kann ich angesichts meiner eigenen Erfahrungen nur zustimmen. Bedenklich wird es wohl auch dann, wenn neben der emotionalen evtl. noch eine über Jahre bewusst herbeigeführte, ausgeweitete finanzielle Abhängigkeit besteht, die evtl. sogar ein ganzes Gruppengefüge betrifft (Angestellte einer Firma etwa), die dann in höchsten Tönen den Chef loben, während er seine eigene Frau bei Geschäftsessen gerne unterbuttert.

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    1. Dazu möchte ich auf meinen "Cybermobbing"-Beitrag und die Kommentare weiter oben verweisen.

      Die Reaktion von Co-Abhängigen geht von unbelegten Unterstellungen über Lügen zu dreisten Gegenvorwürfen übelster Art und bis zu (siehe Kommentare weiter oben) falschen Zeugenaussagen vor Gericht.

      Der Wille, sich die Welt "schön" zu argumentieren ist offenbar weiter verbreitet, als man sich eingestehen will. Und andere davon zu überzeugen, dass man sich die Vorfälle nicht ausgedacht, sondern dass diese tatsächlich genau so auftreten, ist oft schwer. Dass es derartig gestörte Menschen tatsächlich gibt, ist für viele unbegreiflich, selbst wenn man sie mit der Nase auf die Tatsachen stösst.

      Im Falle des Plattformbetreibers aus meinem Artikel argumentiert man m.W. sogar ohne Konsultieren eines Rechtsbeistandes. Das äußert sich in widersprüchlichen Aussagen und solchen, die geltender Rechtsprechung schlichtweg zuwiderlaufen. Gleichzeitig wird von Besserung erzählt, die aber nicht zu existieren scheint.

      Hauptsache scheint zu sein, dass man sich keinen Fehler eingestehen muss. Daher reagiert man vermutlich auch so aggressiv auf eindeutige Nachweise von Fehlverhalten.

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  32. Vielen Dank für deine Antwort. Den Artikel mit dem Cyber-Mobbing habe ich gelesen, persönlich konnte ich mich jedoch nicht so richtig in das Thema einfinden, da mir persönlich die Erfahrungen fehlen.

    Hast du Erfahrungen mit narzisstischen Eltern gemacht? Musst du dich aufgrunddessen auch damit auseinandersetzen, eventuell selber narzisstische Züge angenommen zu haben (falls die Frage dir genehm ist)?

    Herzliche Grüße aus NRW

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    1. Ich denke, jeder muss sich mit seinen narzisstischen Zügen auseinandersetzen und diese kritisch beurteilen. Dass man mit der Beurteilung nicht immer richtig liegt und in die eine (zu wenig Selbstsorge) oder in die andere (zuviel Egoismus) umschlägt, lässt sich nicht verhindern.

      Dass man sich der Problematik bewusst ist und sich nicht in die eigene Tasche lügt, ist allerdings für mich der genau springende Punkt.

      Ich bin kein "Kind narzisstischer Eltern" (auch ein Buchtitel). Ich habe mich mit der Problematik das erste mal seit der "Borderline-Aktion" (auch hier beschrieben) auseinandergesetzt, um überhaupt begreifen zu können, was in den Köpfen der drei beteiligten Personen wohl so vorging. Es fiel mir am Anfang einfach sehr schwer, die kaputte Denkweise dieser Menschen einzuordnen.

      Die Ereignisse im Cyber-Mobbing Artikel sind dadurch "nur" die Folgen, wenn man einer deutlich bösartig narzisstischen Person auch nur "leicht" auf die Füsse tritt und dessen Umgebung seine Machenschaften schönredet. In solchen Fällen hilft nur schnelles und rigoroses Vorgehen. Die unschönen Vorfälle hätten sich durch eine Unterlassungsklage problemlos verhindern lassen.

      Inzwischen sehe ich das wesentlich klarer, was mir sehr geholfen hat, mich gegenüber derartigem Verhalten auch deutlich abzugrenzen. Mein Blog hilft anderen vielleicht, dass sie nicht diesen Leidensweg gehen müssen, sondern schneller zu einer Selbstabgrenzung kommen. Dazu muss man nämlich vor allem die Augen auf- und sich selbst klarmachen, dass es einfach "kaputte" Menschen gibt.

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    2. Hi, ich hab eine seltsame Begegnung mit meinem Ex-Freund gehabt. (Die mit dem Gästezimmer, seit Ostern ausgezogen.) Ich hab ja schon beschrieben, dass er sich jetzt immer wieder bei mir meldet. Letzte Woche steht er vor meiner Tür, nimmt mich in den Arm, fängt herzzerreissend an zu weinen, sagt mir, dass es ihm so leid tut, wie er mit mir umgegangen ist. Ich hatte ein nasses T-Shirt von seinen Tränen und weiss grad gar nicht, was ich denken soll. Hat mir gesagt, dass ihm bewusst geworden ist, was er mir angetan hat, dass ICH ein eigenständiger Mensch bin und auch mal " Pappen falsch" wegräumen kann. Dass es nichts mit seiner Liebe zu mir zu tun hat....Ich muss jetzt ehrlich gestehen, dass ich nicht gedacht hab, dass er sich doch, so " erniedrigen" kann, mir solche Gefühle zu offenbahren. Oder doch nur Teil seines Programmes ?
      Kann ein Narzisst so schauspielern, in dem Sinne, dass er menschliche Gebahren zeigen kann, um mich vielleicht wieder weich zu machen und dann von Neuem zu beginnen?
      Ich dachte, solche Selbstvorwürfe sind undenkbar für ihn.
      Hat jemand Erfahrungen und Ähnliches erlebt: doch solche " menschlichen" Gefühle?
      LG Heike

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    3. Es kann durchaus sein, dass er echte Reue zeigt. Letztendlich ist jeder Mensch verschieden. Es kann aber auch sein, dass diese Reue genauso schnell wieder verschwindet, wie sie aufgetaucht ist. Er muss sich dessen ja auch nicht bewusst sein!

      Wichtig für Dich ist aber eine ganz andere Frage: Wird er sich ändern?

      Er hat ja bereits extremes Fehlverhalten gezeigt und nur weil er jetzt im Moment seine Fassade hat fallen lassen, heißt das noch lange nicht, dass er nicht wieder in seine alten Verhaltensweisen zurückfällt, sobald er sich beruhigt hat. Es ist sogar eher wahrscheinlich, dass er zum alten Programm zurückkehren wird, denn es ist ja genau das: Ein automatisches Programm.

      Die Frage ist also eher: Will er sich ändern? Welche Anzeichen gibt es dafür?

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    4. Meine Bitte: lass' es und geh' nicht darauf ein! Das ist nur eine weitere Taktik der Narzisten. Schwäche zeigen - natürlich nur unter vier Augen. Damit lullt er dich ein. Mehr nicht. Du wirst weich - er hat dich wieder (stärkt sein Ego) - das Spiel beginnt von vorn! Seinen "Jüngern" erzählt er nichts von seinen schweren "seelischen Traumata" und seinen Schwächen (natürlich hat "er" nur Schwächen und keine ernsthaften Probleme) - die würden dir also im Wiederholungsfall der Trennung eh nix glauben. Die Fassade funktioniert. Nur du kennst ihn wirklich. Wahrscheinlich hat er bereits Vorkehrungen getroffen und dich in seinen Kreisen schlecht gemacht. Würde ein erneutes Zusammenkommen als "ich will der armen Frau nur die Hand reichen" darstellen. Ergo: er = Gott und du = der gefallene Engel.

      Glaub' mir, das Spiel funktioniert so. Er zeigt dir, dass er schwach ist, um Mitleid zu erregen und an längst vergangene schöne Zeiten zu erinnern. Deine Gefühle kommen zurück und er wird sich nach einiger Zeit entspannt zurücklehnen und dich weiterhin knechten.

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  33. Hallo *AUCH AN ANONYM VOM 16 MAI 2013*:

    ich bin der gleiche Anonym, der sich hier vor Kurzem gemeldet hat (14. und 15. Mai). Ich bin aufgrund meines narzisstischen Vaters auf diesen Artikel gestoßen und habe dann über die Kommentare mit dem Autor kommuniziert. In den letzten Tagen habe ich mich dann sehr intensiv mit allem, was im Dunstkreis des Themas Narzissus liegt, auseinandergesetzt.

    Dabei bin ich auch auf meinen eigenen Narzissmus aufmerksam geworden und habe festgestellt, dass dieser wesentlich ausgeprägter ist, als es mir bewusst war. Wenn man sich stets in der Opferrolle sieht, ist einem nicht oder nicht genug bewusst, dass man selbstgerecht handelt. Aber ich habe so gehandelt, gegenüber meiner Freundin, die mich so sehr liebt und die ich doch auch so liebe...

    Ich habe in manchen Situationen:
    *ihre Gefühle manipuliert
    *ihre Bedürfnisse ignoriert
    *ihre Erinnerungen verneint
    *ihr an vielem die Schuld gegeben
    etc etc...

    Ich habe genau das Verhalten nachgemacht, was meine Mutter und mein Vater mir vorgelebt haben (was mich von der Verantwortung nicht befreit) und mich in diesen "Anfällen", die meist nur einige Stunden anhielten, auch nicht unbedingt gut gefühlt. Irgendwie wusste ich, dass es nicht okay ist, aber "konnte" nicht anders. Es ist schwer zu beschreiben. Wenn meine Freundin weinte, habe ich ihr gesagt, sie soll gefälligst damit aufhören (fühlte mich manipuliert, fühlte NULL Empathie für sie). Ich habe ihr Egoismus unterstellt (obwohl ich der Egoist war), habe mich stundenlang darüber ausgelassen, dass sie mit dem rauchen angefangen hat WÄHREND ICH SELBER EINE KIPPE IN DER HAND HATTE!!! Die Liste ist lang. Und es ist erbärmlich, ich weiß das selbst. Aber dafür werde ich geradestehen!

    Mir war dieses Verhalten und die Tatsache, dass ICH schuld bin und SIE NICHTS DAFÜR KANN, einfach nicht sehr bewusst. Es war so, wie ein kleines "Laster", wie mit dem Rauchen. "Könnte man mal seinlassen..." und bei nächster Gelegenheit gibt man sich wieder seiner Sucht hin.... Vielleicht ist dieses vergleichende Bild passend?

    Und nun zu Anonym: Es kann so sein, wie der Autor des Artikels es sagt: Vielleicht fühlt er jetzt Reuhe, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese im Allgemeinen auch schnell wieder weg sein kann, wenn einen der "Anfall" einholt. Aber er scheint zu sehen, dass er der Auslöser ist. Möglicherweise ist es so, wie ich es bei mir selber vermute: Er kann reflektieren, aber er kriegt sich nicht oder nur sehr schelcht kontrolliert. Ich habe jetzt eine Psychotherapie begonnen, die Therapeutin meint, weil ich erkenne, dass es falsch ist, sei ich kein "Vollblutnarzisst", sondern habe "narzisstische Züge". Und wenn ich meine Eltern anschaue, die sich NOCH NIE(!) für ihren emotionalen Missbrauch entschuldigt oder für IRGENDWAS entschuldigt haben (die lt. Psychologin als Vollblutnarzissten gelten)... dann gibt es meines Dafürhaltens einen Unterschied zwischen deinem Freund und einem Vollblutnarzissten.. und das ist die Wahrnehmung der eigenen Fehler.

    Vielleicht ist es empfehlenswert, dass er auch eine Therapie anfängt. Seit ich vom Thema Narzissmus weiß, bin ich - nachdem ich, wie dein Freund, mich selbst erniedrigt habe - wirklich motiviert, etwas zu ändern, in den Momenten, wo das "Monster in mir" wieder durchkommt, innezuhalten, nachzudenken, eigene Bedürfnisse zurückzustellen... Es muss doch irgendwie gehen...

    Das wollte ich dir nur mitteilen....

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    1. Hallo, lieber Anonym, der mich persönlich angesprochen hat. Ich bin noch ganz aufgeweicht von deinen Worten. Ich denke, dass du auf dem besten Weg bist, vorallem weil du über dich nachdenken kannst. Ich hätte ja auch nicht gedacht, dass mein Freund auf einmal so über sich nachdenken kann und vorallem, es mir so sagen kann. Du beschreibst es genau so, wie ich es erlebt habe. Manchmal, warum auch immer auslösbar, kam das " Monster" durch, ohne Rücksicht auf Verluste. Und dann, wenige Augenblicke später, ist er der liebevollste Mensch zu mir. Gibt mir "Halt und Worte", die jede Frau dahinschmelzen lassen. Es ist eben ein ewiger Seiltanz. Ich hab auch über mich nachgedacht: ich hab vielleicht so manches zu persönlich angesehen und sofort losgewettert, obwohl es gar nicht nötig gewesen wäre. Hätte wahrscheinlich das " Monster" gar nicht so oft kitzeln müssen, wenn ich nur etwas toleranter gewesen wäre. Ich hab das auch mit dem Rauchen erlebt! Er wusste, dass ich rauche (nur gelegentlich auf Festen), schenkt mir anfangs noch Zigaretten und dann macht er mich runter und beschimpft mich, wenn ich dann eine rauchte. Genau so mit Alkohol, das war nur in Ordnung, wenn er es bestimmte. Wollte ich mal abends gemütlich ein Glas Wein mit ihm trinken, war ich eine Alkoholikerin, waren wir weg, konnte ich gar nicht so schnell trinken, wie er mir was bestellte. Da soll man " Frau" nicht schizophren werden ;-).
      Wir haben uns jetzt öfters getroffen, privat und auf Feiern. Es ist schön wie am Anfang unserer Beziehung, er sieht mich mit dem BLick an, den ich so liebe und sagt mir, wie glücklich er ist, dass wir uns wieder treffen, ich weiss nicht, was ich denken soll und ob wir noch eine Chance haben. Einfach ist es jetzt zum Glück, da ich ja meine eigene Wohnung habe und mich zurückziehen kann. Wundere mich, dass wirklich noch keine " Nachfolgerin" in Sicht ist, er mir sagte, wie sehr er mich vermisst...
      Weiss eben gar nicht, wo es langgeht... dieses wundervolle Gefühl, seinem Charme zu erliegen oder Angst haben, es wird bald wieder passieren.
      Liebe Grüße

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    2. Noch ein Nachtrag zu eben. Kannst du mir erklären, was da in dir vorgeht, wenn auf der einen Seite z. Bsp. rauchen und trinken gebilligt wird und dann so abgrundtief abgewertet wird? Weil es dann gerade nicht ins gefühlte Bild passt? Mein Freund will auch mit Bekannten brechen, wenn sie nicht in sein Weltbild passen: wenn die anderen Dinge machen, die er nicht versteht. Ich muss doch aber Verhaltensweisen aktzeptieren und kann den Menschen nicht verurteilen, weil er andere Meinungen hat. Er will aber doch im Gegenzug auch, dass seine Meinungen respektiert werden und würde aus allen Wolken fallen, wenn er fallen gelassen wird, nur weil er zu Dingen anders denkt. Das macht doch das Zwischenmenschliche aus. Ich versteh auch nicht, dass er mich überhaupt nicht versteht, dass ich Harmonie bevorzuge, ich nicht ständig Streit und Auseinandersetzungen brauche und mein , einzig kurzes Leben lieber ohne Streit und Diskrepanz verleben möchte, als es mir mit allen zu verderben, die eine andere Lebensphilosophie haben.
      Fragen über Fragen....;-)

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    3. TEIL 1
      Hallo Anonym, ich bin es wieder. Danke für deine Antwort, ich freue mich darüber. Und danke für deine Worte. Es wird ein langer, harter Weg, der viel kosten wird - auch den endgültigen Kontaktabbruch zu meinen narzisstischen (und durch und durch bösen) Eltern, die mich jahrelang missbraucht haben, auf zum Teil echt üble Weise, wie sich herausstellte - es ist schon krass, was sich so alles im Nachhinein rausstellt, wenn man in der Psychotherapie in seiner Kindheit wühlt... Naja, zu dir...

      Um deine Fragen zu beantworten: Ich kann natürlich nur von mir, meinen Gefühlen und meinen eigenen Erfahrungen sprechen. Deshalb bleibt immer die Frage, ob das, was ich zum Thema Narzissmus bzw. narzisstische Verhaltensmuster (oder so) sage, auf deinen Freund anwendbar ist... Das sollte man vielleicht berücksichtigen...

      Jedenfalls kann ich mir deine Situation sehr gut vorstellen. Wenn ich mir deine Schilderungen durchlese, gehen mir viele Lichter auf. Ich erkenne die Beziehung von meiner Freundin und mir sehr gut wieder, in fast allen Teilen.

      Ich werde dir erklären, wie ich mich (als Mensch mit narzisstischen Mustern) fühlte (und immernoch fühle), in den Situationen, die du schilderst - ich werde bei manchen Fragen etwas ausholen müssen, es fällt mir nicht leicht, das in kurzen Sätzen zu erklären:

      "Manchmal, warum auch immer auslösbar, kam das " Monster" durch, ohne Rücksicht auf Verluste. Und dann, wenige Augenblicke später, ist er der liebevollste Mensch zu mir. Gibt mir "Halt und Worte", die jede Frau dahinschmelzen lassen. Es ist eben ein ewiger Seiltanz."
      ----- Ich kenne das sehr gut. Ich habe ein sehr aktuelles Beispiel für dich: Ich bin derzeit dabei, mich von meinen Eltern loszusagen. Meine Mutter hat mich mein Leben lang für sich beansprucht, mich zu ihrem Objekt gemacht - mit einer Überdosis "Liebe". Sie hat von klein auf (ich bin männlich und 24) meine Gefühle manipuliert, meine Gedanken manipuliert und mich nicht ich selbst sein lassen. Als ich als Kleinkind begann, selber zu denken und eigene Ansprüche, Geschmäcker, Meinungen etc. zu entwickeln, hat sie mich dafür niedergemacht, bestraft (Liebesentzug) und gedemütigt. Jetzt weiß ich, weshalb ich mich noch heute schäme, wenn jemand den Raum betritt, und ich meine Lieblingsmusik höre ("das hören nur Asis" etc.), weshalb ich mich für verschiedene Körperteile schäme (verbaler sexueller Missbrauch, möchte gerade nicht drauf eingehen) und viele, viele andere Dinge mehr. Mein Stiefvater hingegen ist quasi ein reicher Mann. Er kontrolliert uns alle. Er erpresst, zwingt zu Dingen, die man nicht will, manipuliert ebenfalls Gedanken etc. Auf ihn trifft der Blog-Text des Autors in fast allen Teilen zu. Er manipuliert und kontrolliert sein ganzes Umfeld - sogar die Bank! Und jetzt kommt der Punkt: Die Kombination aus meinem Stiefvater und meiner Mutter hat mich dazu gebracht, nie selbstständig werden zu können.

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    4. TEIL 2
      Alle Studiengänge, alle Versuche zur Selbstständigkeit hat er gezielt unterwandert. Ich wurde finanziell nur soweit unterstützt, dass ich "gerade so leben konnte", aber meine Zukunft nicht weiter ausbauen konnte. Ich hasse beide dafür (ABER habe mir eingebildet, ich würde sie lieben - was nicht wahr ist, ich war nur abhängig von ihnen). Mir wurde jedes Recht von ihnen durch Erpressung versagt. Ich habe meine Post nicht gelesen, das taten meine Eltern. Ich durfte nicht allein zu Behörden, das taten meine Eltern. Wehrte ich mich, wurde mir der Hahn zugedreht. Und arbeiten gehen konnte ich auch nicht, weil ich seit meiner Kindheit eine ADHS aufgezwungen bekommen habe, die ich wahrscheinlich gar nicht habe. Es ist SO KRASS, ich habe mir durch SELBSTSABOTAGE (durch Manipulation und Gehirnwäsche) symptome eingebildet (geht langsam weg, fühlt sich so geil an). Meine Freundin wird mir nun, nach dem Kontaktabbruch helfen, auch finanziell, aus dieser Lage rauszukommen. Jedenfalls hatte ich vor 3 Tagen ein Telefonat mit meiner Freundin (auch wohlhabend, deshalb kann sie mich unterstützen, allerdings würde ich sagen beinahe altruistisch und stellt keine Bedingungen an mich, wenn sie mir hilft). Und sie sagte:"Natürlich unterstütze ich dich finanziell! Aber ich möchte auch, dass du auf eigene Beine kommst". ..... Da wäre ich fast ausgerastet. Es waren die Worte meines Stiefvaters, wenn er mich runtermachte. Er verlangte von mir, selbstständig zu werden, verweigerte mir aber jede Hilfe dorthin, obwohl er das ohne Weiteres hätte leisten können. Ich habe diese Wiedersprüchlichkeit zwar gespürt, aber sie war mir nicht bewusst. Jedenfalls sagte meine Freundin diesen Satz, und ich wäre fast hochgegangen. Ich sagte dann zu ihr: "Warte, das ist dieses Gefühl wieder. Bitte warte einfach kurz, ich weiß nicht, warum es wieder da ist. Ich will das kurz herausfinden". Und dann wurde es mir klar und ich sagte es ihr. Ich sagte:"Es ist wegen meinem Stiefvater. Er hat das immer zu mir gesagt. Aber du kannst nichts dafür. Es heißt NICHT, dass du jetzt über jedes Wort nachdenken musst. Das Problem bin ICH!". Ich war SO glücklich: Ich habe zum ersten Mal einen narzisstischen Anfall abwenden können!

      Das wäre ein Beispiel für einen Wutanfall, der nicht nachvollziehbar ist - ohne das Bewusstsein des Betroffenen darüber, wie Narzissmus oft funktioniert und ohne Selbstreflexion ist es wahrscheinlich für den Betroffenen selbst nicht zu verstehen, wieso das passiert.

      Eine andere Möglichkeit für einen Wutanfall wäre vielleicht noch, dass man als Narzisst projiziert. Das habe ich jetzt schon öfter gelesen, und bei mir zumindest trifft das sehr gut zu. Zum Beispiel ist das bei dem Beispiel mit dem Rauchen vielleicht der Fall, jedenfalls ist es meiner Meinung nach naheliegend. Man hasst Teile an sich (oder in manchen Fällen auch das komplette selbst) so sehr, dass andere dann darunter leiden müssen. Das können alle möglichen Eigenschaften sein, die man selbst als Schwäche erachtet. In diesen Fällen ging es mir selbst (auch während der Wutausbrüche) sehr sehr schlecht, aber ich konnte es irgendwie nicht aufhalten. Es ist ein ganz düsteres Gefühl in der Brustgegend - wirklich merkwürdig - es ist keine "normale" Wut. Es ist so ein Gefühl von tiefem Hass und gleichzeitiger Verzweiflung. So jedenfalls ist es bei mir. Ich glaube, es ist wichtig, das wenigstens zu erkennen (war für mich alles andere als einfach) und noch wichitiger ist es, als Mensch mit narzisstischen Eigenschaften, sich das ganz ganz bewusst zu machen. Dann kann man sich in den Situtationen versuchen zu bremsen. Und dann geht der Zwang, in Wunden Salz zu streuen, auch eigentlich schnell wieder vorbei... Ich kann nur sagen: In diesen Situationen tat es mir leid, so zu reagieren. Ich WOLLTE es nicht wirklich, aber es war wie ein totaler Kontrollverlust.

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    5. TEIL 3
      Ich weiß aber auch, dass du, als "Opfer", in dem Moment NICHTS richtig machen kannst. Was du sagst oder machst ist falsch. Das ist ein riesiges Problem und DU kannst es nicht lösen, denn ER ist meiner Meinung nach das Problem (es sei denn, du provozierst absichtlich, noch schlimmer, Sarkasmus - denn das ist für einen Narzissten als Schwäche identifizierbar und man rastet richtig aus. Man fühlt sich dann nämlich absolut im Recht und meint, sich jetzt erst Recht mit allen Mitteln verteidigen zu können. Das auf jeden Fal vermeiden, würde ich persönlich vorschlagen.). Um auf den nächsten Punkt zu kommen:

      ##

      "Ich hab auch über mich nachgedacht: ich hab vielleicht so manches zu persönlich angesehen und sofort losgewettert, obwohl es gar nicht nötig gewesen wäre. Hätte wahrscheinlich das " Monster" gar nicht so oft kitzeln müssen, wenn ich nur etwas toleranter gewesen wäre."
      ----Finde ich schwierig, und will echt mal vorsichtig sein, weil ich dich ja gar nicht kenne. Ich kann nur aus persönlicher Sicht sagen, dass man in Streitsituationen (oder in potentiellen Streits) KEINEN Sarkasmus, Zynismus, Hähme etc. verwenden sollte. Das ist absolutes Öl im Feuer in meinen Augen, du gibst ihm damit möglicherweise das Gefühl, dass er jetzt alles voll raushauen kann. Bei mir war das zum Beispiel mit schweren Beleidigungen (Schimpfwörtern) und Rühren in der Vergangenheit der Fall. Das wechselte dann auch schnell zu anderen Dingen, die mit dem Streit nichts zutun hatten ("...und überhaupt, du streichelst mich gar nicht mehr" - obwohl ich sie viel länger nicht gestreichelt hatte; oder "...du kommst NIE zu mir" - obwohl sie vor 4 Tagen bei mir war und ich ihr danach gesagt habe, dass ich jetzt 3 Tage Ruhe brauche). Aber an deiner Stelle würde ich die Schuld nicht so intensiv bei mir suchen (als nicht Narzisst / Mensch mit narzisstischen Eigenschaften), zumindest was diese typischen Situationen anbetrifft. Meine Freundin hat das auch oft gemacht, wenn ich sie in totaler Rage fertiggemacht und beschuldigt habe. Das ging dann sogar so weit, dass ich ihr irgendwann gesagt habe: "Nachher entschuldigst du dich eh wieder, aber jetzt tust du wieder so, als seist du die Tollste und seist im Recht" - und das, während sie wie ein Häufchen Elend mit Tränen in den Augen, die ich ihr verbot - "HÖR AUF ZU HEULEN!!" - dasaß und versuchte, den Streit zu schlichten. Ich muss dazu sagen, dass beide Dinge auch meine Eltern zu mir sagten, was mich sehr verletzte (keine Entschuldigung, aber eine mögliche Erklärung für mein Verhalten).

      ##

      "Wollte ich mal abends gemütlich ein Glas Wein mit ihm trinken, war ich eine Alkoholikerin, waren wir weg, konnte ich gar nicht so schnell trinken, wie er mir was bestellte."
      ------Kenn ich leider auch von mir. Ich weiß auch nicht... Vielleicht hab ich das noch nicht so ins Bewusstsein verarbeitet... Aber ich vermute mal, dass das irgendwie einfach eine Art Angst vor Kontrollverlust ist. Wenn man narzisstische Züge hat, denkt man tatsächlich vor allem an sich. Zumindest ist es bei mir so. Ich hörte oft nicht zu, ging einfach weg, wenn man mit mir redete, unterbrach andere, weil ich der Überzeugung war, eh zu wissen, was sie reden... (machten alles meine Eltern auch).

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    6. TEIL 4
      Irgendwie ist man so innerlich klein und verletzt, dass einem jedes Mittel Recht ist, um seinen Gemütszustand aufrecht zu erhalten. Dann müssen eben die anderen komplett nach der eigenen Pfeife tanzen und zu Gunsten von einem selbst verzichten. Die Bedürfnisse anderer werden ausgeblendet. "Die sind nicht so arme Schweine wie ich selbst", denkt man vielleicht. Irgendwie sowas auf jeden Fall. Man ist so mit sich selbst beschäftigt (Gedankenkreisen, vielleicht wegen ungelöster innerer Konflikte oder so, zumindest ist es bei mir irgendwie so). Was ich jetzt mache, ist mich in diesen Momenten einfach selbst zu zwingen, zuzuhören, Rücksicht zu nehmen, anderen ihre Gefühle und Bedürfnisse nicht abzusprechen... Und je mehr ich mich von meinen Eltern abschotte bzw. dies plane (werde Kontakt einstellen und sie anzeigen etc.), desto leichter fällt mir alles... Ehrlichgesagt muss ich sogar sagen: Je mehr ich meine Eltern dazu bringe, mich zu hassen (sie liebten mich nie, aber sie "besaßen" mich), desto besser geht es mir und desto mehr kann ich mich auf MICH konzentrieren und an mir arbeiten, um gegen die narzisstischen Züge anzukämpfen.

      ##

      "Mein Freund will auch mit Bekannten brechen, wenn sie nicht in sein Weltbild passen: wenn die anderen Dinge machen, die er nicht versteht."
      -----Kenne ich leider auch. Andere haben halt auch Bedürfnisse. Wie oben gesagt, es fällt einem irgendwie total schwer, das zu verstehen...

      ##

      "Ich muss doch aber Verhaltensweisen aktzeptieren und kann den Menschen nicht verurteilen, weil er andere Meinungen hat."
      -----Bei mir war / ist es oft so, dass ich, wenn jemand eine andere Meinung hat, dann denke, dass ich das persönlich / als Beleidigung zu verstehen habe. Ich vermute, dass es halt auch was damit zutun hat, dass ich als Kind, wenn ich versuchte, eine eigene Meinung zu haben, dafür bestraft und niedergemacht wurde bzw. Liebesentzug erfahren habe. Ich versuche jetzt, zu lernen, dass es das eben nicht bedeutet. Mann kann eine Meinungsverschiedenheit haben, und danach wieder ganz normal ein Eis essen :) Das perfide daran: Meine Eltern haben diese bösen Manipulationen auch in dieser Hinsicht gemacht: Wenn ich mich als Kind wehren wollte, wurde ich als böses, krankes ADHS-Kind hingestellt, das die Harmonie, die Liebe und die gute Stimmung zerstören will (obwohl sie mich provoziert, gegängelt und gedemütigt haben oder auch sexuelle Dinge vor mir getan haben). Das Ganze wurde dann als "Meinungsverschiedenheit" abgestempelt. Ich hab nie emotional gelernt, was eine Meinungsverschiedenheit ist.... Muss ich jetzt nachholen, aber das ist mir zum Glück möglich mit der Therapie und allem :)

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    7. Teil 4
      ##
      "Ich versteh auch nicht, dass er mich überhaupt nicht versteht, dass ich Harmonie bevorzuge, ich nicht ständig Streit und Auseinandersetzungen brauche (...)"
      -----Auch hier wieder: Kenne ich! Kann es aber wieder nur aus meiner persönlichen Sicht, mit meiner persönlichen Vergagenheit heraus erklären: Es ist verständlich, dass es für normale Menschen nicht nachvollziehbar ist, warum jemand auf freundliche Gesten, ein Lächeln oder gut Gemeintes aggressiv und scheinbar "streitsüchtig" reagiert. Bei mir hat das folgenden Grund: Meine Mutter ist ein wahrer Engel, wenn sie etwas erreichen will, für sich. Wenn es um die Bedürfnisse von ihr nahestehenden Personen geht (von denen sie nicht abhängig ist) und die sie gut kennen, dann ist man ihr sch** egal und sie behandelt einen wahrlich wie Dreck. Sie demütigt, sabotiert die Gedanken anderer, macht einen runter (früher hat sie mich bspw. auch geprügelt, bespuckt, gekratzt, gebissen - als Vierjähriger). Wehrt man sich dann, passiert folgendes - sie sagt zum Beispiel:"Ich will nicht ständig streiten, du machst mich wieder fertig! Du musst ständig auf mir rumtrampeln! Du bist ein furchtbarer Mensch, DU SUCHST STREIT!".

      Ganz ehrlich, mir wird ganz anders, wenn ich an diese Momente denke. Ich habe es als Kind so sehr gehasst, wenn ich für ALLES verantwortlich gemacht wurde. Für ihre Schläge, für ihre Demütigungen, für ihre Ausraster, Beschimpfungen - und dann halt gesagt wurde, ich sei ein Störenfried, ein Satan, ein Harmonie-Zerstörer... Als Kind hab ich aber einfach nicht geschnallt, was da falsch läuft. Ich hab gedacht, ich sei wirklich ein schlimmes Kind mit ADHS und da stimmt halt was in meinem Kopf nicht...

      Würde mir meine Freundin so etwas sagen, ich weiß, ich könnte mich nur schwer zurückhalten. Glücklicherweise tut sie das nicht. Auch, wenn es nicht manipulativ gemeint ist, so wie von meinen Eltern, die sich als eigentliche Misshandler stets allen gegenüber als arme Opferlämmer darstellten, die alles für ihr Kind tun.
      Auch, wenn meine Freundin es nur sagen würde, weil sie ehrlich meint, dass sie keinen Streit möchte, weil sie mich einfach liebt und unsere Beziehung nicht mit Streits belasten will - es würde mich rasend machen. Es erinnert mich an meine Eltern, die mich für alles beschuldigten und mich absolut perfide und mitunter auf absolut gerissene, schwer zu durchschauende Weise manipulierten. Mit diesen Worten ist bei mir persönlich die Angst verbunden, dass man wieder mal manipuliert wird, so wie damals - und in der Situation fühle ich den narzisstischen Hass wieder, aber dafür kann sie - meine Freundin mit den wahrhaftig guten Absichten - ja nichts... Und ich erinnere mich dann zurück, wie meine Eltern den Notarzt riefen, weil ich in mein Zimmer ging und gegen die Wand boxte, weil ich einfach verzweifelt war oder mich mit der Videokamera aufnahmen, während ich verzweifelt weinte, um mir zu sagen: "Das zeigen wir dir, wenn du Erwachsen bist und wie schwer wie es mit dir hassen", um mich zu demütigen.

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    8. TEIL 5
      Von mir selbst und meiner persönlichen Situation kann ich also sagen: Meine narzisstischen Züge haben ihren Ursprung - auch nach Meinung meiner Therapeutin - in der Kindheit. Ich glaube, es hat mir richtig viel geholfen, zu sehen, WARUM ich so bin. Aber genauso wichtig ist es wohl, dass man sich immer und immer wieder bewusst macht, welches Verhalten nicht in Ordnung ist, wann man innehalten muss, sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zurückstellen muss und so weiter. Für mich persönlich wird das hart, aber ich will es! Meine Freunde und meine Freundin werden mir dabei helfen, indem sie mir sachlich sagen, wann ich ihre Grenzen überschreite oder mich ihnen nähere (das ist so abgesprochen). Dafür bin ich ihnen dankbar. Und mit Hilfe der Therapie möchte ich es schaffen, meine fest eingebrannten Gedanken umzulenken. Mich nicht mehr als "Opfer, das jedes Mittel zur Verteidigung einsetzen kann" zu sehen und ausgeglichener zu werden. Ich freue mich einfach auf die Zukunft. Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich das sagen jetzt sagen: Weil ich endlich mit den unveränderlichen Narzissten in meinem Leben gebrochen habe, die mich auch aus der Ferne noch manipuliert haben: Meinen Eltern.

      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen und wünsche dir einen schönen Abend. Ich werde in ein paar Tagen nochmal hier reinschauen.

      Lieben Gruß

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    9. Nachdem ich das hier so alles gelesen habe, möchte ich Dir empfehlen, ein eigenes Blog aufzumachen, bzw. wenigstens Tagebuch zu schreiben. Ich weiß selbst, dass Schreiben beim Verarbeiten hilft.

      Du hast hier außerordentlich viel und vor allem auch viel Wichtiges und Richtiges geschrieben, aber in den Kommentaren geht Dein Text ein wenig unter.

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    10. PS: Was ich noch hinzufügen wollte, weil das vielleicht ein wenig merkwürdig rüberkommt: Es kann den Eindruck machen, als sei ich ein fauler Mensch, der andere ausnutzt (zB meine Freundin) und selber nichts arbeiten möchte, weil er bloß verwöhnt ist (ist in materieller Hinsicht teils der Fall, hat aber meiner Meinung nach weniger damit zutun). Ich kann nur sagen:

      Ich hätte liebend gern einen Beruf ausgeübt.... Meine Eltern haben mir bspw. verboten, etwas zu arbeiten neben dem Studium, weil sie angeblich wollten, dass ich mich ganz auf das Studium konzentriere. Außerdem sagten sie mir mein Leben lang: "Wenn du nicht sehr erfolgreich in der Schule / Studium bist, kannst du zu den Asis auf den Bau gehen / Schreiner werden, Maurer werden und dann bist du ein Nichts" etc... Sie respektieren keine Menschen, die nicht Millionäre sind... Das sind alles Asis... Aber mit ihresgleichen oder höhergestellten (in materieller oder intellektueller Hinsicht) geben sie sich auch nicht ab, weil das sind "Gefahren für ihren Status", es sei denn, sie können diese Leute dann für ihre Zwecke nutzen (z.B. Mitarbeiter in der Firma, Ärzte mit Prof.Dr.Dr. Titel etc.).

      Ich hatte also immer Angst, meinen Eltern nicht zu genügen und das hat mich einfach gelähmt. Ich wollte dann mit der Selbstständigkeit einen Senkrechtstarter machen - aber wie ohne Geld? Arbeiten durfte ich nicht (und konnte ich aufgrund der angeblichen "ADHS" [die ja als nicht heilbar und tiefgreifende Störung gilt] und aufgrund des Verbots nicht) - also wie einen Kredit bekommen? Für mein Projekt, das ich begonnen hatte, hat man sich nicht interessiert und mir tausend Gründe genannt, wieso es nicht funktionieren wird (mir aber gleichzeitig "Ratschläge" gegeben, die ich mangels finanzieller Möglichkeiten nicht umsetzen konnte - dafür wurde ich dann wieder runtergemacht... Ich kann verstehen, falls das irgendwie schwer zu verstehen ist, wenn man nicht selber von klein auf im jeder Hinsicht fremdgesteuert wurde und so weiter...

      Naja. Das ist die Vergangenheit :)

      Liebe Grüße

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  34. @धकऍ: Hups, sorry. Habe dich nicht ignoriert, habe deinen Kommentar einfach übersehen. Sorry, falls ich zuviel geschrieben habe. Aber ich hab den Kommentar doch als Antwort für "Anonym" verfasst. Sie hat mir doch Fragen gestellt, oben... Insofern verstehe ich gerade nicht ganz, wieso ich dafür extra einen Blog aufmachen sollte (nicht böse gemeint). Oder haben wir uns da gerade missverstanden?

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    1. Es gibt nichts zu "entschuldigen". Ich wollte keineswegs Kritik an der "Menge" des Geschriebenen äußern. Ich habe genug Leute im Bekanntenkreis, die meine Blogbeiträge fast durchgehend für "zu lang" befinden.

      Ich wollte nur anregen, ob Du Deinen Text, in dem Du ja viel Selbsterkenntnis und neues Verständnis grundlegender Zusammenhänge darstellst nicht an "prominenterer" Stelle aufhängen möchtest. Ich denke nämlich auch, Du wirst im Laufe der nächsten Zeit noch mehr auf dem Herzen haben.

      Hier stehenbleiben darf Dein Text natürlich gerne.

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    2. Danke für deine Antwort. Ich hatte nicht vorgesehen, das irgendwie zu veröffentlichen. Der Text war als Antwort für die betreffende Person gedacht. Dabei habe ich dann gar nicht gemerkt, in welchen Flow-Zustand ich geraten bin. Und ja - es hilft, zu verarbeiten, das stimmt :)

      Wenn du den Text in irgendeiner Weise verwenden möchtest, etwa als mögliche Gegendarstellung zu deinem Blogeintrag, kannst du das gerne tun. Ich selber habe keine weitere Verwendung dafür.

      Danke, dass ich hier schreiben durfte, nochmal vielen Dank für den hilfreichen Blogeintrag und alles Gute!

      D.K.

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  35. Hallo,
    mein Fazit nach dem Kontakt mit einem Narzissten:

    Bloß nicht erneut auf das kranke Spiel einlassen. Meiner hat immer wieder versucht, dass ich zu ihm zurückkomme. Er war charmant, hat geheult und immer wieder erklärt, dass ich die Frau seines Lebens bin. Blablabla.

    Er kann gut in meinem Gesicht lesen und hat vermutlich gesehen, dass ich manchmal unsicher wurde. Aber ich habe laut NEIN gesagt und bin heute stolz darauf.

    Meine Vorgängerin hatte da weniger Erfolg. Erst als sie weit weg gezogen ist, hat er sie aus seinen Fängen gelassen. Sie erklärte mir letzte Woche am Telefon, dass ihr noch heute schlecht wird, wenn sie an ihn denkt.

    Also bitte merken: Beine in die Hand nehmen und nichts wie weg. Selbstschutz ist 1. Bürgerpflicht! Und NIE NIE NIE NIE NIE wieder einen kleinen Finger reichen. Diese Typen schnappen sofort die ganze Hand.

    Liebe Grüße Esther

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    1. Lieber Unbekannter, der mir soviel Antworten gegeben hat. Erstmal möchte ich mich herzlich bei dir bedanken, ich sehe wirklich soviele Parallelen zu mir und meinem Freund. Jetzt kann ich auch nur alles aufarbeiten und weiss aber immer noch nicht, was ich von all dem Beziehungssalat von meinem Freund und mir halten soll. Wie schon beschrieben, wir sehen uns wieder öfters und ich fühle auch, dass ich ihn noch liebe, auch wenn ich Ostern " schreiend" davon gelaufen bin. Er ist( jetzt wieder) so lieb und angenehm zu mir, aber ich hab natürlich die Alarmglocken noch nicht ausgeschaltet. Zuviel Wutanfälle haben mich verletzt und du beschreibst auch u.a. in einem Satz, was ich so erlebt hab: wenn ich meine Meinung, ob zu banalen oder existenziellen Dingen des Lebens kundtat, kriegte ich zu hören: na klar, du bist die Tollste und du hast immer Recht....Als wir zusammenzogen, sagte er, ich möchte eine Partnerin, die eine eigene Meinung hat. Hatte ich die dann, war es falsch und wie...Beizeiten, nach den ersten Ausbrüchen, hab ich mich meinungsmässig zurückgezogen und gedacht, soll er entscheiden. In der ersten Zeit der rosaroten Brille macht man ja alles mit, die Hauptsache, der geliebte Mensch ist neben einem. Manchmal sagte ich dann: wie du willst.. ( Bsp. beim radfahren, Weg rechts oder links), das hatte totale Ausraster zur Folge, sagte ich, wir fahren links: na das ist aber kein schöner Weg. Ich könnte tagelang Beispiele aufzählen: Brot mit oder ohne Körner, wie du willst, na das ist aber besser, wenn ich ohne Körner wollte u.s.w. Und das täglich im Zusammenleben, die kleinen Dinge; anstrengend bis zur Selbstaufgabe! Wie du es von dir beschreibst: alles was ich sagte und machte, war falsch , in jedem Fall.
      Ich muss nun sehen, was aus uns wird. Ich nehme auch die Warnungen der anderen, die hier schreiben wahr: Beine in die Hand nehmen, man wird nie wieder froh... Ich hab die Beruhigung, dass ich in meine Wohnung flüchten kann. Im Moment sehen wir uns öfters,können ruhig und vor allem freundlich miteinander reden und ...wieder lachen, aber ich hab keine Ahnung, wie das mal ausgeht. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass er mich auch körperlich noch so anzieht, dass ich jede Gelegenheit wahrnehme, ihn zu spüren und wir haben den tollsten Sex...;-). Ich weiss, total falsche Richtung und geht eigentlich gar nicht! ER wird vielleicht schon auf seinem Roß sitzen: die hab ich wieder und ich bin so toll, dass sie zurückkommt.
      Vielleicht brauch ich inzwischen auch schon eine Therapie , aber ich hab ihn mal so geliebt ( immer noch ?), für ihn hab ich meinen Mann verlassen und bin dann so auf die Nase gefallen. Tja, Strafe muss sein ;-).
      Liebe Grüße
      Heike

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    2. Hallo Heike,

      danke für deine Antwort, ich bin's kurz wieder. Es tut mir leid. So, wie du es schilderst, scheinst du zur Zeit wenig Chancen für euch zu sehen. Du sagst, du liebst ihn womöglich immernoch. Vielleicht sprichst du ihn mal auf das Thema Narzissmus an (eher im Bezug auf seine Eltern, um ihn nicht direkt mit den eigenen Schwächen zu konfrontieren?) - vielleicht hat er dann - so, wie es mir auch erging - ENDLICH etwas, woran er arbeiten kann. Eventuell hat auch er Kindheitstraumen erlebt, die er ohne Hilfe nicht verarbeiten kann. Vielleicht würde es ja sogar Sinn machen, ihm auch mal den Blogtext und unsere Unterhaltung hier zu zeigen? Ich kann halt zu mir persönlich sagen: Wäre ich auf das Thema Narzissmus nicht durch meine Eltern aufmerksam geworden, hätte ich mein Verhalten wohl nie so reflektieren können und nie - auch nicht im Rahmen einer Therapie - an mir arbeiten können. Es ist das erste Mal, dass ich das Gefühl habe, mich mit einem Therapeuten zu unterhalten und es bringt tatsächlich was!

      Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und würde mich freuen, wenn du einen auf dem Laufenden hälst.

      DK

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    3. Teil #1

      PS: Jetzt wollte ich aber doch noch etwas zu deinem Beispiel mit der eigenen Meinung und den "Wahlmöglichkeiten" schreiben, wo es dann immer wieder Ausraster zu geben scheint. Auch hier muss ich wieder betonen, dass ich kein Mensch mit professionellem Hintergrund bin und nur aus meiner eigenen Erfahrung schöpfen und schließen kann. Insofern können die Ursachen für das Verhalten deines Freunds auch ganz anders gelagert sein.

      Zitat von dir:
      -----"Manchmal sagte ich dann: wie du willst.. ( Bsp. beim radfahren, Weg rechts oder links), das hatte totale Ausraster zur Folge, sagte ich, wir fahren links: na das ist aber kein schöner Weg. Ich könnte tagelang Beispiele aufzählen: Brot mit oder ohne Körner, wie du willst, na das ist aber besser, wenn ich ohne Körner wollte u.s.w."

      Hierzu folgendes von mir: Ich kann ihn gut emotional nachvollziehen, auch wenn er natürlich in der Situation wie von dir dargestellt faktisch im Unrecht ist und seine Empfindungen für normale Menschen alles andere als nachvollziehbar sind und "völlig aus dem Nichts" zu kommen scheinen (das ist zwar nicht der Fall, bedeutet aber nicht, dass du etwas dafür kannst. Er ist und hat das Problem in dem Fall).

      Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, so hat mir meine Mutter immer die Wahl gelassen. Klingt erstmal gut, nicht wahr? In der Praxis sah das - um es an einem Beispiel mal zu illustrieren - so aus.

      Ich (5 Jahre alt)
      Sie (Mutter)

      Sie: "Möchtest du das weiße oder das gelbe T-Shirt haben?" (in sehr freundlichem, zugewandtem, offenen Ton)
      Ich: "hmmmm" (nachdenken)
      Sie: "ich würde das weiße nehmen"
      Ich: "hmmm, das gelbe"
      Sie: "bääääh, das pissgelbe? Dann läufst du ja rum wie dein Assi-Freund mit der ekligen Mutter, die ihm nie zu Essen kocht!" (mit verzogenem Gesicht und emotional-dramatisch)
      Ich: "Das weiße".
      Sie: "Ja, das weiße, gell? Das ist ja auch schöner. Diese Assi-Mutter ist wirklich schlimm."
      Ich: "Ja..."

      Ich habe diese Situationen gehasst. Aber ich habe gelernt, meiner Mutter zuliebe (und letztlich dann auch meinem eigenen Schutze zuliebe) - meiner Mutter zuliebe, die vorgab, mich zu lieben (mich aber in Wirklichkeit nur für ihre widerwärtigen narzisstischen Zwecke benutzte) diese Einschränkungen hinzunehmen. --> Sorry für den wirren Satz, ich hab ihn mehrmals versucht fürs bessere Verständnis umzustellen, aber das hat irgendwie nicht geklappt haha.

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    4. Jetzt mal ganz ehrlich: das oben geschilderte Beispiel soll stellvertretend für das stehen, was Dir von Deinen Eltern "angetan" wurde ?!? Und daraufhin bist Du zu einem Narzisten geworden ?!?
      Ich muss mal ehrlich sagen, dass ich ziemlich entsetzt bin.
      Weisst Du eigentlich, was andere Kinder durchmachen müssen ?!? Schläge, Einsperren, Vergewaltigen, an andere Männer verkaufen, Mordversuch, mit brennenden Zigaretten quälen, usw. usf.
      Dagegen ist das, was Du "durchmachen" musstest, absolut lächerlich.
      Ich glaube Dir zwar, dass es so war wie Du schilderst, und es steht außer Frage, dass Deine Eltern mit Dir böse gespielt haben, und daß so was extrem verletzend ist für ein kleines Kind. Aber DESWEGEN so fies zu werden, wie Du es geschildert hast, während andere, die viel Schlimmeres durchgemacht haben, sich dennoch zu netten Menschen entwickeln - ja, ich glaube das setzt eine gewisse seelische Disposition voraus, einen Hang zum überempfindlich-beleidigt Reagieren, und eine Bereitschaft, sich dafür an anderen, Unschuldigen zu rächen.
      Ich finde, Dein Beispiel ist ein guter Beleg für die These, dass Narzissmus nicht allein durch Kindheitstraumata verursacht wird, sondern auch zu einem großen Teil durch Veranlagung, eine angeborene seelische Disposition.
      Es sei denn neben dem von Dir geschilderten sind noch ganz andere, viel schlimmere Dinge passiert, die Du aber verdrängt hast. Dann aber hättest Du wohl eher eine Borderline-Störung entwickelt.
      Also, wenn das mit den T-shirts ein typisches Beispiel für Deine Kindheitserfahrungen ist, dann ist das aber keine gute Entschuldigung für Dein Verhalten. Dann musst Du Deinen eigenen, wohl ziemlich egoistischen Charakter genauso dafür verantwortlich machen wie die Behandlung durch Deine Eltern.
      Angela

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    5. Bei Narzissmus geht es ja eben um subtile Gewalt und Kontrolle - ich finde das T-Shirt-Beispiel absolut nicht unpassend. Und eben das ist das Problematische für Betroffene - wenn andere Personen mitteilen, dass es viel schlimmer zugehen kann und man übertreibt - dann sind die Gefühle des Betreffenden "nicht so schlimm" verletzt worden (es geht hier ja nicht um das einzelne Ereignis, sondern um chronische Interaktionsmuster - oft über die gesamte Kindheit)... Mobbing in Schulen funktioniert genau so... wenn die "Erwachsenen" es als "ist doch nicht so schlimm gewesen" beurteilen - dann fühlt also das Kind falsch, flüchtet in allerlei "Aushaltestrategien"- und endet nicht selten in Depressionen... Die Gefahr ist aus meiner Sicht nicht das Übertreiben von Gewalterfahrung - sondern das Untertreiben (das haben die Betroffenen zum Selbstschutz meist schon zu lange versucht).

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  36. Teil #2

    Ich hab dann halt irgendwann ihr von den Lippen abgelesen, wie sie sich entscheiden würde und mich dann dafür entschieden, damit ich meine Ruhe habe.

    Laut Psychologin, bei der ich heute Morgen wieder war, haben diese Manipulationen, die es ständig gab, einen Realitätsverlust in mir verursacht. Ich habe somit gelernt, dass es Wahlmöglichkeiten nicht wirklich gäbe und dass man sich lieber nach anderen richten soll, wenn sie einem anbieten, auszuwählen. Auch dieses Verhaltensmuster ist heute noch in mir latent vorhanden, die Psychologin meinte aber, dass in meinem Fall gute Chancen bestünden, das ganz rauszubekommen, wenn ich den Kontakt zu den Eltern vollständig abbreche, um alte Verhaltensschemata und nicht wieder einreißen zu lassen.

    Würde man dieses Muster rein hypothetisch (ich will da mal vorsichtig sein) auf deinen Freund und die Fahrrad-Situation übertragen, so wäre der Zusammenhang aus meiner Sicht relativ klar ersichtlich:

    Wenn er dir anbietet, zu wählen (kostet ihn bestimmt Überwindung und ist gut von ihm gemeint, denke ich) und du daraufhin sagst, es ist dir egal, würde ihn das an sich selbst erinnern. Das ist zum einen aus seiner Sicht natürlich eine Schwäche von dir, klar - weil du dich ja, so wie er (bzw. ich im o.g. Beispiel) früher ja unterwirfst - zum andern aber hälst du ihm knallhart einen Spiegel damit vor, ohne es zu wollen. Schließlich fühlt er sich ja daran erinnert, wie er früher gekuscht hat und seine Mutter / Vater / Eltern / sonstige der Aggressor war. Jetzt ist er es, aber er will es eigentlich nicht sein, aber du zeigst ihm, dass er es ist. Obwohl du das nicht willst. Ich hoffe, das ist irgendwie gerade verständlich. Ich kann mich da so schwer ausdrücken, was das betrifft. Er hat evtl. das Gefühl - falls sich diese Hypothese von meiner o.g. Geschichte auf die Kindheit deines Freunds evtl. übertragen LIEßE - dass du ihn dazu zwingst, sich wie der Aggressor zu fühlen, der ihn einst nicht oder nur scheinbar wählen ließ und du bist die Duckmäuserin, die sich das gefallen lässt. Tja - das ist ein Teufelskreis. Und in meinen Augen kann nur er ihn durchbrechen, wenn er an sich arbeiten will und das erkennt.

    Bei meiner Freundin habe ich früher diese Wut in genau diesen Situationen auch bekommen - heute weiß ich: Oftmals ist es ihr wirklich egal, ob rechts oder links, auf solche Dinge legt sie keinen Wert, sie möchte lieber, dass wir zusammen eine schöne Zeit haben, ob nun links oder rechts, das ist ihr nebensächlich, das soll ich entscheiden. Und während ich früher dann ausgerastet wäre - denn wenn ich zu Entscheidungen gebeten werde, werde ich ja quasi zu narzisstischem (egozentrischem) Verhalten gezwungen - versuche ich heute - auch im Rahmen der Therapie - für solche Situationen ein emotionales Mittelmaß zu finden und die Dinge und auch "einfach mal laufenlassen" zu können. "Ein bisschen Narzissmus schadet nicht", sagte meine Psychologin, "den haben wir alle. Machen Sie sich über solche Kleinigkeiten keine Sorgen" (in einem anderen Zusammenhang). Und ich glaub, sie hat Recht.

    Ich hoff, das konnte dir weiterhelfen.

    Bis dann,

    DK

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  37. Und nochmal PS, weil ichs irgendwie auch noch super wichtig finde:

    Du schreibst:
    ----"Ich nehme auch die Warnungen der anderen, die hier schreiben wahr: Beine in die Hand nehmen, man wird nie wieder froh..."

    Ja, die Warnungen der anderen sollte man auf jeden Fall ernstnehmen. Sollte sich der vermutete Narzisst im jeweiligen Fall als änderungsresistent herausstellen, ist das Verbleiben in seiner Nähe eigentlich im schlimmsten Falle eine Art (seelischer) Selbstmord. Auch da würde ich dann raten: Abschreiben, dicht machen, nie wieder in die Nähe kommen. Und zwar absolut konsequent... Das hat dann keinen Sinn.

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  38. PPPPS:

    Und *noch* was - einfach, weil's mich grad nicht mehr loslässt: Es kann(!) sein - gesetzt den Fall, dein Freund ist nicht irreversibel narzisstisch gestört, sondern leidet nur unter seinen "maladaptiven", antrainierten narz. Verhaltensmustern - dass wenn er sich letztendlich wirklich ändern will und du das mit ihm durchstehst, dass du dann deinen treuen Mann für's Leben hast. Wenn ich so auf meine Freundin und mich schaue... Das ist kaum auszudrücken, wie dankbar ich ihr bin, dass sie mit mir diese Sch** durchgemacht hat und mich nicht aufgegeben hat. Ohne sie wäre ich vermutlich nicht mehr am Leben - und das meine ich wirklich so ganz ohne Pathos...

    So, jetzt ist aber gut :)

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    1. Hallo, hier is wieder Heike,
      ich hab einige Tage mit analysieren und nachdenken zugebracht. Ich verstehe genau, was du mir sagen willst und erkenne , wenn auch unbeabsichtigt, meine " Fehler", die ihn zur Weissglut bringen. Ich denke, dass er ein Trauma in der Kindheit hinter sich haben muss. Es ist eine verworrene Situation, er will mich jeden Tag sehen, wir sehen uns sehr oft, reden, versuchen, unser Dilemma zu analysieren und verstehen uns jetzt eigentlich ganz harmonisch. Ich weiss auch und hab es in der ersten Zeit unser Zusammenlebens gemerkt, dass, wenn es nach seinem Dünken geht, alles super schön und gut ist und wie du es beschreibst: er wäre der ideale Mann für eine Frau, der ihr das Gefühl gibt, die einzig Wahre zu sein. Aber da liegt ja der Hase im Pfeffer. Ich bin mit meinem 47 Jahren eben nicht bereit, mir alles vorschreiben zu lassen und darf / muss auch eine eigene Meinung haben können. Ich kann mich gut auf meinen Partner einstellen und mache vieles mit, aber das Gegenseitige hat hier in unserem Fall eben keine Waage. Es ist mit ihm so wunderbar, wenn alles so geschieht, wie es in seinem Kopf sein muss. Dann ist das Zusammensein der Himmel; Harmonie pur....
      Situationskomik in den letzten Tagen: Ich hab ja beschrieben, dass er mich " rundgemacht" hat wegen einer falsch entsorgten Pappe. Wir stehen in seiner Küche, machen den Geschirrspüler an, er schmeisst die Folie des Tabs in den Restmüll. Ich sag: Folie in den Restmüll ?, der gehört in die gelbe Tonne. Er sagt: ich wollte nicht mehr so penibel sein und auch mal was falsch machen...Wir haben uns gekugelt vor Lachen, ist das ein Anfang für mehr Toleranz?
      Ich hab im Moment das Gefühl, dass er sich bessert, wir können über die einstigen Streitpunkte in Ruhe reden und ,was mir ganz wichtig ist, auch drüber lachen.
      Ich kann nur sagen: kommt Zeit, kommt Rat, ich hab, glaub ich, nix zu verlieren, kann nur gewinnen.
      Man sollte meinen, wir in unserem Alter ( wir sind gleichalt)haben das Leben gelernt, aber weit gefehlt, es ist komplizierter als zu Teeniezeiten ;-).
      Ich hab ihn immer noch lieb, wenn er so vor mir steht, was soll ich nur tun?
      Liebe Grüße von Heike

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  39. Hallo Heike,

    es freut mich zu hören, dass ihr gemeinsam eure Beziehung analysiert. Das ist meiner Meinung nach doch ein sehr gutes Zeichen, genauso wie der Humor :)

    Ich wünsche euch beiden viel Glück; deinem Freund, dass er es schafft, zu reflektieren und dir, dass du es schaffst, ihm im Rahmen deiner Möglichkeiten zu helfen - und dich im Zweifelsfall aber auch von ihm zu lösen.

    Alles Gute

    DK

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  40. Und PS (weil ich's ja auch irgendwie mit PS habe, zur Zeit): Das mit der Folie von den Tabs ist doch irgendwie rührend :) Ja - vielleicht ist das ein Zeichen von ihm, dass er jetzt gern mit dir zusammen mehr entspannen möchte... Einfach mal weiter beobachten und dran bleiben. Ich hoffe das beste für euch.

    DK

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    1. So, da isse wieder, die Heike.
      Erfahrungsbericht: Wir waren überein gekommen, uns nochmal neu zu finden, ich war 6 Tage bei ihm, Tag und Nacht. Es war so schön, wir waren auf einer Feier, haben zusammen gekocht, haben uns auf Teufel komm raus geliebt und waren noch zusammen Fluthelfer in unserer Stadt, heut, auf dem Balkon beim Kaffee: plötzlicher Gefühlsausbruch seinerseits: ich tu nicht genug, dass alles wieder gut wird, ich kümmere mich nicht um eine gemeinsame Zukunft, ich, ich, ich, also im Umkehrschluß: es gab nur du,du,du.
      Ich war jede freie Minute bei ihm, um ihm zu zeigen und nicht nur ihm, auch ich will jede Zeit wieder mit ihm verbringen: dass ich ihn immer noch liebe und wir es langsam wieder miteinander versuchen. Also im Klartext: ich war nur bei ihm. Das reichte für IHN jetzt nicht, weil ich ja meine eigene Wohnung habe und ab und zu Blumen giessen gehe oder die Post raushole. Ansonsten war ich Tag und Nacht bei ihm. Dazu muss ich sagen, dass ich volltags in einer Praxis arbeite, er ist den ganzen Tag zu Hause!, Also meine Zeit war ihm zuwenig, dass ich ihm zeigen kann, dass wir es zusammen neu versuchen. Was soll ich noch machen.
      Derselbe Kurzschluß: ich kümmere mich nicht... seine Sätze gehen alle mit "du" los...
      Ich war der guten Meinung, ihm zu zeigen, dass ich an einer Fortführung interessiert bin, da ich jede Minute bei ihm verbrachte. Plötzlich ist das alles wieder falsch, also das neue Monopoly "gehe auf los"; aus einer, für mich harmonischen Zeit, wieder der Ausbruch.
      Die Zeit und die Harmonie war zu lang: er braucht Streit und Knackpunkte, dann fühlt er sich wohl.
      Letzten Samstag auf einer Feier, fragte er mich, ob ich ihn jetzt heiraten wolle, jetzt sind 6 Tage Harmonie zu viel.
      Mir jetzt auch: und tschüß.. ein zweitesmal.... es kann nicht gehen.
      Ich bin auch zu blöd, ein zweitesmal...
      LG
      Heike

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  41. Nochmal Ich: heut Nacht hat er mich dann rausgeschmissen ! Wir hatten einen Kumpel zu Besuch, den hatte ich, wie üblich bei der Begrüßung umarmt Er ist total ausgetickt, hat uns ein Verhältniss unterstellt und mich rausgeschmissen.
    Das wars jetzt für mich- entgültig.
    Tschüß
    Heike

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  42. Geht weg von ihnen.
    Geht zu Euch. Haltet Euch fest und verlasst Euch nicht mehr.
    Lasst Euch nicht mehr allein.
    Wie stark ihr seid.
    Wie stolz ihr seid.
    Wie mutig.
    Fortschritt heisst es, weil man fortschreitet. Auch wenn es manchmal Zeit braucht. (Sonst würde es ja Schnellschritt heißen.)
    Nur nicht zurückgehen. Und nicht liegenbleiben.

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    1. Was machen sie mit einem, dass man sie mehr liebt als hasst. Die kurzen lieben, angenehmen Momente, man versucht, immer wieder als Neuanfang zu sehen, um dann wieder und wieder in Kälte, Eis, Wut und Tränen zu enden ?
      Ich komm nicht klar, aber werde es versuche, das alles in den Hintergrund zu drängen, nicht zu vergessen, dass wird nicht gehen, aber drüber wegzukommen.
      Bin ich eigentlich nicht die Gestörte, dass mit mir machen zu lassen !
      Nur nicht zurückgehen.
      Ich werds nicht wieder tun, das verspreche ich mir!!!!!!!!!
      Heike

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    2. Die Antwort ist einfach: Man liebt sie nicht. Wie soll man einen derartig unvollständigen Menschen lieben? Man liebt einen Narzissten/eine Narzissten genausowenig wie man ein neues Auto, ein neues Kleid oder die neue Wohnung liebt.

      Man wird abhängig von den Schmeicheleien und der gespielten Großartigkeit. Der Narzisst hat zwar kein Einfühlungsvermögen, aber viele von ihnen wissen sehr genau, auf welche Knöpfe sie drücken müssen, um den anderen zu manipulieren. Schafft man es, diese Andockstellen zu schließen, hat der andere keine Chance.

      So traurig es ist: Die gestörten Menschen nutzen unsere eigenen (und die unserer Mitmenschen) Schwächen gegen uns aus.

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  43. Hallo Heike,

    es tut mir leid, das zu lesen. Habe ganz kalte Hände bekommen, als ich das gelesen habe, obwohl doch der Anfang hoffen ließ. Angesichts dessen, was geschehen ist und was du für dich daraufhin beschlossen hast, wünsche ich dir einfach, dass du es schaffst, das durchzuhalten, was du dir vorgenommen hast. Ich hatte gehofft, dass er beim nächsten Wutausbruch - oder wenigstens kurz danach - vor dem Hintergrund eurer gemeinsamen reflexiven Gespräche miteinander - Einsicht zeigt oder immerhin Reuhe. Schade, das es offenbar nicht der Fall war.

    Ich wünsche dir alles Gute und wenn die Zweifel kommen... einfach mal wieder über Narzissten und das, was sie tun, lesen... vielleicht so als Tipp, der bei mir persönlich klappt... Dann erinnere ich mich wieder daran, dass nicht *ich* in meiner Kindheit schuld an allem war, sondern meine Eltern...

    Wünsche dir alles Gute und viel Kraft - es gibt noch eine Menge Menschen da draußen, die keine Narzissten sind, die liebevoll und "lieb" sein können :)

    DK

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  44. PS an धकऍ - wollte ich grad nochmal sagen: das, was du zuletzt schriebst, hat mich irgendwie getroffen, da ich ja selber weiß, dass ich narzisstische Muster habe... Das klingt halt so, als solle man alle Menschen mit diesen Mustern einfach abschreiben... Und wenn ich mir vorstelle, dass meine Freundin das, was du schriebst, gelesen hätte in der Vergangenheit, dann würde ich traurig werden, weil ich mich ja wirklich verändern will. "Von Narzissten hält man sich fern" - ich finde momentan irgendwie nicht, dass das der Weisheit letzter Schluss ist. Es muss doch Grautöne geben?

    Liebe Grüße

    DK

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    1. Ich will die Grautöne keineswegs in Abrede stellen. Außerdem ist zwischen "narzisstische Anteile" und "unbelehrbarer Narzisst" doch noch ein Unterschied. Narzisstische Anteile hat jeder, die sind zum Großteil auch gesund.

      Aber bei derartig gestörten Menschen wie in den Kommentaren hier beschrieben werden? Wo auch entsprechende Gerichtsurteile nicht auch nur den Funken der Einsicht erzeugen, man könnte im Unrecht sein?

      In diesem Fall ist "argumentieren" völlig sinnlos. Die betroffene Person will und wird nichts annehmen. Das fundamentale Grundproblem des Narzissten ist ja, dass er die Bedürfnisse und Rechte von anderen gar nicht erst wahrnimmt oder nicht akzeptiert. Er hält es für völlig normal, dass alles gefälligst so zu sein hat, wie er sich das vorstellt. Wenn dem nicht so ist, dann muss irgendwer was falsch gemacht haben (irgendwer = alle außer der Narzisst selbst).

      So hart es für Dich klingen mag: Man muss schon sehr gute Gründe haben, um mit solchen Menschen weiter Umgang zu pflegen. Der Selbstschutz hat in jedem Fall absoluten Vorrang.

      Ich hoffe, Du bemerkst den Unterschied: Der (unbelehrbare) Narzisst kann nicht sagen "Mich trifft das" oder "Ich möchte mich ändern". Damit würde er den verhassten, "schwachen" Persönlichkeitsanteil enthüllen und das wäre für ihn regelrecht lebensbedrohend.

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    2. Hallo, ihr lieben Antworter,
      jetzt nach einer Woche hab ich kein Gefühl mehr in mir, nach dem Motto: Schade, dass es nicht geklappt hat.Ich sehe es jetzt wirklich ein, dass man sein Leben verschwendet und nie partnerschaftlich vorwärts kommt. Und an DK: ich glaub, du bist nicht verloren, weil du nachdenken kannst und auch Sachen für dich reflektierst, die du vllt. falsch gemacht hast. Und du hast das wunderbare Gefühl, es und vorallem dich zu ändern.
      Ich wünsche dir und euch alles erdenkliche Gute.
      Liebe Grüße von Heike

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  45. @धकऍ: Ich würde dir vollkommen Recht geben und auch unbedingt zustimmen, was die unbelehrbaren Narzissten betrifft - also diejenigen, bei denen die Selbstgerechtigkeit schon irgendwie "absurd" ist. Was mich nur ein wenig erschreckt hat, waren eben deine Aussagen / Antworten auf Heikes Post vom 13. Juni um 08:18. Die bezogen sich ja meines Erachtens auf Heikes Freund. Du sagst dort, dass man "solche Menschen" (meines Verständnisses nach eben "solche Menschen wie Heikes Freund") nicht lieben kann etc.
    Und da war ich eben ein wenig erschrocken, also über diese für meine Begriffe ziemlich pauschale Aussage. Wir kennen Heikes Freund ja nicht und wissen nur das, was sie uns (auch aus ihrer emotionalen) Momentaufnahme heraus schildert. Ihre Schilderungen waren ja durchaus ambivalent, manchmal glaubte man ja, ihr (Ex)-Freund könne eben doch reflektieren und einsehen. Dann wieder nicht. Von diesem Wechselspiel kann man ja eigentlich nicht so sehr viel auf die (narzisstische) Persönlichkeit des Freunds ableiten, oder? Das fand ich nur irgendwie kritisch und naja - auch irgendwie traurig, das so zu lesen.... Hoffe, ich hab das verständlich ausgedrückt.

    @Heike: Danke für die lieben Worte. Mal geht es besser mit der Veränderung und dann habe ich wieder das Gefühl, dass es so unglaublich schwierig ist, vor allem unter dem immensen Stress gerade (da läuft noch einiges mehr als geschildert zur Zeit). Da werde ich hin und wieder mal wieder zum kleinen "Monster", meist für ein bis zwei Stunden, bis es mir dann kurz darauf wieder leid tut. Es ist nicht einfach. Aber ich bin ihr dankbar, unglaublich dankbar...
    Du sagst: "Jetzt nach einer Woche hab ich kein Gefühl mehr in mir, nach dem Motto: Schade, dass es nicht geklappt hat.Ich sehe es jetzt wirklich ein, dass man sein Leben verschwendet (...)" Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Gefühl nachhaltig sein wird. Vielleicht kommen wieder Schwächephasen. Wenn du deinen Entschluss endgültig gefasst haben solltest, wonach es ja aussieht, würde ich noch empfehlen, wirklich rigoros jegliche Kontaktmöglichkeiten seinerseits zu kappen, um zu verhindern, dass du wieder eingelullt wirst. Das werde ich - sobald möglich, habe noch Rechtsstreitigkeiten etc. am laufen - auch gegenüber meinen Eltern tun. Die reden einem auf eine so krasse, manipulative Weise ins Gewissen, dass man selber nicht mehr weiß, was die eigenen Emotionen und Gedanken, und was ihre sind....

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    1. @धकऍ: was mir grad noch einfiel: Ich weiß nicht, ob du dir bewusst bist, welchen Wert dein Blogeintrag für das alles, was hier bei mir gerade los ist (sehr positiv und fundamental lebensverändernd) gehabt hat. Wegen diesem Eintrag hier kam erst die Einsicht, was mit meinen Eltern los ist und wieso alles so ist, wie es ist und war, wie es war. Dafür bin ich dir dankbar! Im deutsprachigen Internet / in den oberen und mittleren Google-Rankings gibt es meines Erachtens wenige Beiträge, die so dezidiert und einleuchtend erklären, was Narzissten da eigentlich treiben und auf welch vielfältige Weise sie das tun. Echt cool.

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    2. Guten Morgen von Heike,
      ich hätte nicht gedacht, dass man sich hier so gut mit Leuten unterhalten kann, die einen einerseits zustimmen und dann auch mal die " Meinung geigen". Das ist sehr richtig und es ist ja eben nicht mal nur eine Meinungsverschiedenheiheit mit dem jeweiligen Partner, das sind ja schon existenzielle Dinge. Es wurde auch richtig erkannt, dass ich sehr ( sehr) emotional bin, mir es vllt. gerade deswegen so schwer fällt ( oder gefallen ist) ihn aufzugeben. Ich glaub ich hatte es ja mal geschrieben, dass ich ihn für meinen Mann verlassen hab. Für meinen Ex-Mann war ich nur noch "Wohnungsinhalt", keinerlei Gefühle mehr und dann kam ER, charmant, so liebevoll, hat mich auf Händen getragen , mir all die verlorene Liebe gegeben , die ich vermisst hab. Und dann bin ich wieder so tief gefallen. Ich weiss jetzt auch, dass Narzissten ja gerade bei solchen " Typen" wie mich leichtes Spiel haben. Es ging ja auch einige Monate sehr gut und ich war der glücklichste Mensch auf Erden. Ich bin jetzt natürlich auf dem Trip: das ist die Strafe, nun seh zu, wie du zurecht kommst. Hab ich übrigends auch von einigen Freunden zu hören bekommen.
      Ich hab ihn jetzt auch aus Mail und Handy gelöscht und umfahre mein´"altes Zuhause" weiträumig ;-).
      Die wenigen schönen Momente wiegen die vielen Beleidigungen, Beschimpfungen und "wegschicken ins Gästezimmer" nicht auf.
      Ich grüße euch alle
      Heike

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    3. Kopf hoch Heike!
      Mir geht es ganz genauso wie Dir.
      Trennung- und wieder annähern ( von seiner Seite aus).
      Gute Gespräche, schöne Momente, und plötzlich aus heiterem Himmel wieder diese Eiseskälte, unberechtigte Vorwürfe, auf gut Deusch gesagt: Ich bekomme wieder einen Tritt in den Ar***!!
      Dieser Mensch hat nicht nur mein ganzes Leben verändert, er hat es (und mich) kaputtgemacht.
      So still ich mich auch verhalte, jeden Kontakt vermeide, Kontaktversuche seinerseits ignoriere, er gibt es nicht auf!
      Ich muss schon ein besonders gefälliges "Opfer" gewesen sein.
      Ich wünsche Dir und auch mir selbst sehr viel Kraft und Durchhaltevermögen!
      L.G.

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  46. Meine Einstellung ist immer noch, dass der Narzissmus eine "geschickte" Methode ist, der dem Betroffenen die Möglichkeit gibt, aus dem Mitgefühl und den Selbstzweifeln des anderen Kapital zu schlagen.

    In den meisten Fällen steckt hinter dem Narzissmus beim Gestörten auch eine üble Leidensgeschichte. Mein Beitrag bezieht sich auf die Situation, in der einem klar wird, dass man von seinem Gegenüber regelrecht seelisch "ausgelaugt" wird. Dann bleibt einem ernsthaft nur der Weg zu gehen. Es hat keinen Sinn jemandem helfen zu wollen, der sich nicht helfen lassen will.

    Und genau letzteres ist aber der springende Punkt: Wenn ein (leichter wie schwerer) Narzisst begriffen hat, dass ER das Problem hat, ist das der größte Schritt aus der Misere.

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  47. Hallo Heike,

    nur ver Vollständigkeit halber: In der Antwort vom 15. Juni (23:30 Uhr) habe ich nicht sagen wollen, dass ich dich für emotional überreagierend halte. Die Antwort war an den Autor des Artikels gerichtet und sollte beinhalten, dass ich der Meinung bin, dass wir deinen Freund in seinem Narzissmus nur auf Grundlage deiner Äußerungen, und folgerichtig nur auf der Grundlage deiner Wahrnehmungen und emotionen im Rahmen der momentanen Situation beurteilen können. Ich habe dich persönlich definitiv nicht beurteilen wollen, geht ja auch schlecht, bzw. gar nicht :)

    Gruß

    DK

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  48. Ich habe einen Bilderbuch-Narzissten zum Vater. Wenn man als Kind mit sowas aufwächst, hält man das irrationale Verhalten für normal und stellt es folglich nie in Frage. Das Fatale ist, dass man sich als Kind immer selbst die Schuld gibt, denn das Urvertrauen, das man in seine Eltern nun mal hat, lässt keine Zweifel zu.
    Im Erwachsenenalter bin ich solchen Menschen immer aus dem Weg gegangen und habe entsprechend einen tollen Mann geheiratet. Aber ich musste 48 Jahre alt werden, bis ich vor ein paar Tagen auf dieser Seite gelandet bin und ENDLICH einen Namen für sein Fehlverhalten gefunden habe. Mir sind ganze Kronleuchter aufgegangen. Er hat es geschafft, durch seine Lügen und Intrigen die ganze Familie zu zerstören. Diese Trümmer nun wieder aufzubauen wird sehr schwierig werden.
    Was mich schockiert ist, dass ich so lange so blind war.
    Ich habe inzwischen den Kontakt vollständig zu ihm abgebrochen. Was ihn allerdings nicht daran hindert, mich hinter meinem Rücken schlecht zu machen bei allen, die auf seine Mitleidsmasche reinfallen. Und das ist leider jeder, denn er ist ein Meister im Blenden und Lügen, der werte Herr Direktor a.D.
    Vielen Dank für diesen Blog. Er bestätigt, dass ich das einzig Richtige tue - nichts wie weg von so einem Kerl. Auch wenn's der eigene Vater ist. Sein seelischer Missbrauch wird mich jedoch mein Leben lang begleiten. Deshalb, kleiner Rat an alle, die mit einem Narzissten Kinder haben: SCHÜTZT EURE KINDER UND HAUT AB! Meine Mutter hat das versäumt, und das macht sie genauso verantwortlich für den seelischen Missbrauch (den sie nicht verhindert hat)wie meinen Vater.

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    1. Hallo DK , wer auch immer sich dahinter verbirgt ;-), du musst dich nicht rechtfertigen oder entschuldigen, ich hab das nicht falsch aufgefasst. Ist ja klar, dass jeder nur seine Sichtweise, Gefühlswelt und Empfindungen schildern kann. Und es zu jeder Ansicht 100 Meinungen geben wird. Also bitte keine Zweifel, ich bin einfach nur froh, dass ich hier Leute treffe und Meinungen höre, die mir nur helfen können.
      Und jetzt stehe ich auch zu meiner Meinung,wie anfangs nach meinem Auszug: es hat keinen Zweck. Ich habs nochmal versucht, wieder die gleichen Tritte, trotz Tränen seinerseits und Beteuerungen, dasselbe Spiel, immer und immer neu beginnennd, mit kürzer werdenden Abständen.
      Das Glücksgefühl in schönen Momemten ist er ganz anders, ist der Vernunft gewichen: es wird dir immer wieder passieren.
      Du gehst dran kaputt.
      Ich möchte glücklich leben, mich nicht rechtfertigen müssen, wegen Löffel oder Pappen, möchte keine Beschimpfungen und Beleidigungen und Rauswürfe aus dem Wohnzimmer.
      Und das notfalls allein bis an mein Lebensende ;-).
      ich grüße euch alle und verbleibe herzlichst
      Heike

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  49. Hallo,

    Danke für den Artikel und die Kommentare. Ich arbeite seit einigen Jahren unter einem narzisstischem Chef, was nur so lange geklappt hat, weil ich ihm ganz gut aus dem Weg gehen konnte. Nun allerdings bin ich das Ziel seines Hasses geworden, da ich eine seiner "Jüngerinnen" kritisiert habe. Mir ist nun klar geworden, dass er diese sachliche Kritik direkt auf sich bezieht. Er hat mich gekündigt und nun warte ich den Ausgang der Kündigungsschutzklage ab. Seit Monaten kämpfe ich mit psychosomatischen Krankheiten und Niedergeschlagenheit und bin jetzt auch krank geschrieben worden.
    In unserer Firma geht es genau so zu, wie oben beschrieben, eine hohe Fluktuation, eine feste Gruppe von Favoriten und Bewunderern um den Chef. Ein übler Umgangston, es wird gebrüllt, beobachtet und denunziert. Die guten Leute gehen freiwillig.
    Ich suche jetzt eine neue Arbeit und bin froh, wenn das alles hinter mir liegt.

    Gleichzeitig bin ich froh, dass es nur mein Chef ist und nicht mein Partner, sonst wären die Wunden wohl tiefer.
    Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft !

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  50. Hallo,

    in meinem fall ist das mein ex-partner. getrennt habe ich mich, aber wir haben kinder. seit der trennung sind wir ständig beim gericht.
    mir wird alles mögliche unterstellt. ich sehe mich gezwungen, unzählige vorwürfe und unterstellungen zu bestreiten. Er spricht und spricht und spricht - über seine Empfindung, seine Bedürfnisse - und wenn ich auch das wort bekomme und über die kinder und meine bedürfnisse sprechen möchte, werde ich schnell unterbrochen und/oder er wird mir seitens des richters gesagt, man solle kompromisse machen. durch seine art gewiint mein ex schnell sympahie. ich bin die einzige, die ihm nahe genug war, um zu wissen, das alles eine maske ist. da wird mir nicht geglaubt. alles was läuft wird in der gerichtverhandlung verkehrt dargestellt und er setzt seine vorstellungen, "seine wirklichkeit" relativ leicht durch.
    ich frage mich nicht nur wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll - ich habe schon lange das gefühl, dass er mich nicht sieht und nicht wahrnimmt, nur abwertet - was mein hauptgrund war, mich zu trennen. Ich frage mich vielmehr wie ich mich in dreier-Konstellation verhalten soll, sodass ich es erreiche, dass richter/Jugendamt o.a. seine ausgedachte "realität" in der alles schlechtes an mich liegt und alles schönes und gutes an ihm, doch mal in Frage stellen. Mein ex ist aalglatt, sehr manipulativ und spielt hervorragend theater. Hat jemand Tipps?

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    1. Du beschreibst leider genau das Problem: Sie sind manipulativ und setzen ihre Meinung ohne Rücksicht auf Verluste durch. Da sie selber an ihre verdrehte Welt glauben, sind sie auch sehr überzeugend ...

      "Man sollte Kompromisse machen" ist übrigens ein Hinweis für eine (momentane) Voreingenommenheit des Richters. Wenn er meint, Du solltest Kompromisse eingehen, dann soll er bitte nicht "man" sagen. So traurig es ist: Solche Kleinigkeiten sind manchmal wichtig :/

      Hinterfrage ihn, unterbreche, verlange Nachweise.

      Mir drückt sich nämlich da sofort die Frage auf "Wo sind den die Kompromisse auf der anderen Seite?" Nach Deiner Beschreibung stellt Dein Ex-Partner ja ausschließlich Forderungen und schildert sein Leid. Soll er doch mal Vorschläge machen, wie er sich das weitere Vorgehen vorstellt. Dann wird er vermutlich versuchen, seine überzogenen Vorstellungen schönzumalen.

      Übrigens sind manche Chefs auch so: Sie weigern sich, ihre Vorstellung mit der Realität in Einklang zu bringen. Das überlassen sie dann ihren Mitarbeitern. Bei denen hilft es, sie auf den Boden der Tatsachen zurückzuziehen, indem man konkrete Hinweise verlangt, wie das Problem ihrer Meinung nach zu lösen sei.

      Ansonsten: Er wird alles versuchen, um seine Position durchzusetzen. Harre aus und lass Dir vor allem nichts wegnehmen, was Dir auch zusteht. Als "Gewinner" kann man bei einem Narzissten nicht herausgehen, lässt deren Ego nicht zu.

      Wenn es Dir durch diese Angriffe übrigens psychisch schlechter geht: Lauf zum Arzt und lass Dir das bescheinigen.

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    2. danke für die antwort. es geht mir tatsächlich deshalb psychisch nicht gut - aber was soll mir der arzt bescheinigen? besteht dann nicht di egefahr dass mein ex mich als psychisch krank bezeichnet? das hat er ja schon versucht.

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    3. Dass es Dir psychisch nicht gut geht, ist für so eine extreme Stresssituation ja "normal". Ich würde nur vorschlagen, dass Du diesen Zustand auch dokumentieren lässt. Warum? Weil er vermutlich nicht locker lassen wird (auch wenn das Trennungsverfahren durch ist). Schließlich kann er --obwohl er es nicht weiß-- nicht so gewinnen, wie er es denn gerne hätte. Und wiederholte Belästigung rutscht dann durchaus in strafbare Bereiche. Übrigens, ist "die Frau ist psychisch krank" eine Aussage, für die er besser Beweise vorbringen sollte. Sonst ist das nämlich eine Verleumdung.

      Ansonsten: Nicht kleinkriegen lassen. Die Grundhaltung ist: Du bist grundsätzlich kompromissbereit, allerdings willst Du für jede seiner Behauptung Nachweise sehen. Ansonsten sind es einfach nur Behauptungen ...

      Behaupten kann er viel, wenn der Tag lang ist. Letztendlich müssen die Entscheider davon überzeugt werden, dass von ihm (wie Du sagst) vor allem heiße Luft und lehre Behauptungen kommen. "Einfach" ist das leider nicht :/

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    4. beim gericht ist es so, dass die beiden seiten sich widersprechende Vorträge machen. Der Richter oder die Richterin muss für kurze zeit über Personnen entscheiden, die er/sie nicht kennt. Da steht eine Persönlichkeit gegenüber einer anderen. Wer ist sympatischer? Wem wird eher geglaubt?
      Ich habe selber lange gebraucht um endlich zu begreifen, dass nicht ich falsch bin sondern bei ihm etwas nicht stimmt. diese zeit hat natürlich das Gericht nicht.
      kann ich ihn irgendwie so provozieren, dass er das andere gesicht zeigt? Das ist mir ein einziges mal gelungen und das leider bei einer beratung unter schweigepflicht.
      soll ich versuchen mich auch "narzistisch" einzustellen (wenn das überhaupt möglich ist) - weil es letzendlich eben um innere einstellung und haltung geht.
      er hat eine feine art zu unterstellen und zu verlangen - immer ein teil der wahrheit (die ihm passt) sagen, geschickte Wörterwahl, sodass Eindrücke entstehen - ohne konkrete greifbare Anschuldigungen. Es ist alles in der Darstellung. Für geht das in Richtung Kafka, ziemlich absurd.

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    5. Es gibt leider keinen "Königsweg". Diese Menschen haben ihr Leben lang geübt, mit Manipulation durchs Leben zu kommen und jeder ist verschieden und hat sein eigenes Repertoire. Allerdings ist das meistens fest, d.h. sie können sich schwer flexibel an Situationen anpassen. Die ganze Fassade dient ja dem Selbstschutz und ist daher mehr oder weniger starr.

      Provokation ist eine Möglichkeit, aber je nach Fall leider auch riskant. Im Fall meines "Belästigers" wurden seine Ausfälligkeiten dann sogar noch zu seinen Gunsten (allerdings nicht vor Gericht) ausgelegt: Natürlich reagiere er pampig, wenn man ihn provoziert (also z.B. darauf hinweist, dass Straftaten begeht und gefälligst damit aufzuhören hat. Honi suit qui mal y pense.)

      Die innere Einstellung, die Du an den Tag legen kannst ist: Es zähle nur ich und die Kinder. Punkt. Zugeständnisse kannst Du nur machen, wenn er sie auch macht. Es ist traurig, aber wenn er von sich aus keine Einsicht zeigt, ist er offensichtlich narzisstisch :/.

      Merkst Du denn sofort, wenn er die Wahrheit wieder verdreht, bzw. etwas weglässt? Dann solltest Du sofort nachhaken. "Und was ist mit ...?". Scheu Dich nicht, ihn zu unterbrechen. Er tut es ja auch!

      Es gibt so einige gute Bücher über das Verhalten in manipulativen Gesprächssituationen. Nachhaken, Anerkennen, aber nicht zustimmen (Assertiveness), usw.

      Es besteht natürlich die Chance, dass es nicht gelingt, aber wer redet gibt vor allem von sich selbst Preis. "Wer fragt, führt" ist nicht umsonst eine Redensart.

      Früher war mein persönlicher Lieblingssatz mal "Meinst Du nicht, dass ...". Mir ist dann auch erst spät aufgegangen, dass das schon deutlich manipulativ ist.

      Wie gesagt, das sind alles Tipps, die funktionieren können, aber leider nicht müssen. Ich wünsche Dir trotzdem viel Glück!

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    6. Hallo, hier ist mal wieder Heike, ich komm immer noch nicht zur Ruhe. Wieder eine Zeit vergangen und wieder meldet er sich. ER hat nachgedacht, mal wieder, er gibt uns ( in seinem Sinne, mir) eine Chance. Er versteht mich jetzt besser, mal wieder, mal wieder, mal wieder. Hört das denn nie auf ? Immer wenn ich etwas zur Ruhe gekommen bin, kommt er wie eine Welle wieder in mein Leben. Ich bin jetzt drauf und dran, meine Mailadresse zu ändern. Und freu mich über mich, dass ich keine weiche Knie mehr bekomme, sondern ganz rational bin. Ich sehe jetzt zwischen seine Zeilen. Der Arme, immer dasselbe Spiel, so gefangen. Ich lass mich nicht mehr einwickeln, zuviel Porzellan, dass er zerbrochen hat.
      Ich habs geschafft, er wirds nie, aber es tut mir nicht mal mehr leid. Allerdings hat er mich auch zu einem emotionalen Eisblock gemacht, aber fürs " Ignorieren" ist es gut für mich.
      Liebe Grüße
      Heike

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    7. Mailadresse ändern? Es gibt Filter ;-)

      Der "emotionale Eisblock" ist eine Schutzreaktion der Seele. Lass Dich nicht abschrecken, das gibt sich (normalerweise) wieder. Es dauert einfach, bis das Unterbewusstsein sich von solchen Verletzungen erholt.

      Die Distanz entsteht durch die Versachlichung. Selbst wenn noch Attacken kommen, tun die nicht mehr so weh. Warum? Weil Du Dir klar gemacht hast: Es geht nicht um mich, es ist nur sein Schema, das abläuft. Und der gefangene im Schema ist das Gegenüber, nicht Du.

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    8. hallo noch mal. mir tun die sachliche antworten hier sehr gut. welche bücher über das Verhalten in manipulativen Gesprächssituationen sind das konkret? so viel zeit viele zu lesen bis ich das richtige gefunden habe, habe ich leider nicht.
      was mir auch sehr gut getan hat und mir sehr wichtig ist - als folge von der geschichte bin ich lange zeit allen menschen misstrauisch begegnet - ich dachte bei jedem - ist das jetzt eine maske was du mir zeigst? was steckt dahinter? jetzt kam das gedanke - nicht alle menschen sind so ...

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  51. und eine langfristig sehr wichtige frage - was bedeutet es für die kinder, so einen vater zu haben? wir haben töchter und sie sind jedes wochenende bei ihm.

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    1. Leider habe ich hier hauptsächlich englischsprachige Literatur zum Thema. Es gibt allerdings auch deutsche Ratgeber, die ich aber nicht bewerten kann, weil ich sie nicht gelesen habe.

      Sein Verhalten wird sicherlich Auswirkungen auf die Kinder haben, insbesondere wird er --bewusst oder unbewusst-- natürlich seine Macht auf die Kinder ausnutzen, um seine Position durchzusetzen. Ich habe im Bekanntenkreis reale Beispiele, in denen der gemeinsame Sohn --zeitweise-- der Meinung war "Mama ist doof, immer Schuld und macht alles falsch". Inzwischen ist da allerdings Papa doof.

      Ratgeber für die "Selbstbehauptung" gibt es so einige. Im englischen Original empfiehlt sich mindestens Robert Alberti mit seinen "Assertiveness"-Büchern. Im Deutschen habe ich gutes von Barbara Berckhan gelesen, was ich aber selbst nicht beurteilen kann.

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  52. Hallo Ihr Alle, vorallem D.K.
    Liebe Grüße von Heike, ich bin frei. Keine Angriffe mehr, es ist Ruhe. Mein Kopf und Körper beginnt sich zu entspannen. Und auch keine Sehnsucht mehr, zwar immer noch emotionaler Eisblock, aber die dunklen Wolken erhellen sich mehr und mehr.
    Ich wollt das nur mal loswerden ;-).
    Es geht mir gut.
    Liebe Grüße von Heike

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  53. Hallo Heike,

    genial das zu hören. Genauso fühlte ich mich auch, nachdem ich im Mai mit meinen Eltern gebrochen hatte! Ein absolut einmaliges Gefühl und der Zündstoff für die weitere Entwicklung, meine ich! :)

    Alles Gute für deinen weiteren Weg!

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  54. GENAU das habe ich mit einem Narzissten in einer Beziehung erlebt... die Hölle auf Erden und nach der Trennung sogar bis hin zu Morddrohungen... wirklich runtergerissen das, was in diesem Artikel beschrieben ist...!!! Unglaublich...!!!
    Und am schlimmsten finde ich, dass ich es nicht gleich am Anfang geschnallt hab.... :(

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  55. Genau dass ist das Fatale an Narzissten. Sie wirken am Anfang so unglaublich liebenswürdig und sympathisch, dass man hin und weg ist von so einem Menschen. Ich kannte " Méinen" jahrelang flüchtig, war begeistert von seinem Auftreten und dem Charme, den er versprühte. Dann hab ich mich verliebt, wir haben uns näher, sehr viel näher kennengelernt, haben eine Beziehung / Partnerschaft begonnen. Er hat mich nachts geweckt, ganz liebevoll, hat mir ins Ohr geflüstert, schön, dass du da bist. Wer wird da nicht schwach? Nach und nach, ganz schleichend, kamen die Zweifel, als banale Dinge bemängelt wurden, ich plötzlich, aus der tollen Beziehung heraus, alles falsch machte, in sinnlich-liebevollen Situationen, mit verbalen Attacken konfontiert wurde. Ich muss jetzt mal was los werden, auch auf die Gefahr, eine Lawine loszutreten. Körperliche Gewalt kann nicht anders sein, als verbale, psychiche Gewalt. In kürzester Zeit bin ich von einer selbstbewussten Person zu einem zweifelndem , verschrecktem Mäuschen ( gemacht) geworden.
    Und ich stimme dem letzten Artikel voll zu: dass man es lange Zeit nicht merkt....
    Und alle anderen, kennen denjenigen nur als humorvollen, symphatischen, netten, aufgeschlossenen Menschen und wenn man Zweifel anbringt : "wie kannst du sowas sagen ?"
    Man merkt es erst, wenn man mit solchen Menschen näher etwas zu tun hat, aber dann ist es fast schon zu spät,...
    Es ist ein abartiger Teufelskreis, Glück, wer den Absprung schafft.

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  56. die 4 E`s des narzissten:
    EGOMANE(denkt nur an sich selbst)
    EMPHATIEMANGEL(kann nicht lieben,spielt das nur gloreich vor)
    EMPFINDLICHKEIT(ist bei kleinster kritik oder nichtspiegelung seiner
    herrlichkeit eine bulldoge oder macht den verschwindibus)
    ENTWERTUNG(um sich selbst besser zu fühlen)

    liebe heike,
    lass dich blos nicht wieder einlullen,das leben ist schön und es gibt auch liebesfähige männchen,die sind nicht so schillernd,aber dafür für dich da und schielen nicht ständig nach anderen weibchen,um ihren krankhaften drank nach bewunderung zu befriedigen.außerdem musst du dir klar machen,dass alle,für dich so beglückenden momente nur VORGESPIELT WAREN...
    es ist sommer,flirte,geh raus,(du musst dich ja nicht gleich wieder total
    emotional einlassen),lass dein -von ihm manipuliertes selbstwergefühl streicheln,sei jung,unbeschwert,denke an mitmenschen,die im konzentrationslager um so vieles schwerer überlebt haben.........
    der narzissus hat zwangsläufig bald schon sein nächstes opfer,denn OHNE DEN BEWUNDERNDEN SPIEGEL KANN ER NICHT LEBEN...

    DU SEHRWOHL,denn du bist eine frau mit herz und der option auf wahrliches glück!!!

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  57. p.s.:
    der meinige hat in 10 jahren 12 mal mit mit schluss gemacht,ich machte eine therapie,die mich klar sehen ließ,eine zeit lang bin ich therapeutisch mit ihm umgegangen,d.h.beispielsweise:
    stundenlange monologe(teilweise nur blödes gelaber,bla,bla..ertragen,indem ich ihn dabei bewundernd angesehen habe und im kopf woanders war)
    ihm immerwieder zu verstehen gegeben(dem verletzlichen kleinen jungen),dass er "MR:GRANDIOS"sei,
    meine knappe freizeit fast nur mit ihm verbracht,
    bei entwertungen eine kurze auszeit genommen und dann nach schematherapie auf ihn reagiert
    (buch:"DER FEIND AN MEINER SEITE")

    dann hat er mich in einer für mich belastenden beruflichen situation mal wieder im stich gelassen -siehe:VERSCHWINDIBUS -und dann hat es endlich KLICKKLICKKLICK gemacht:ich hatte keine lust mehr auf ihn

    zum glück hat er es nie geschafft mich gänzlich von meinem ansonsten liebevollen umfeld zu trennen und gerade mein beruf als lehrerin,in dem ich sehr geliebt und geschätzt werde hat mich aufgefangen.
    lass keine tasten mehr bei dir drücken,lebe selbstbestimmt und froh,es lohnt sich!!!!!!!
    wer will schon ewig therapeutisch mit dem du umgehen,das ist letztendlich nur furchtbar anstrengend und bringt einem selber nichts.

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  58. Hallo, hier ist mal wieder Heike und Dank der letzten Schreiberin. Ich habs wirklich geschafft ;-). Er ist weg, wie ich auch aus zuverlässigen Quellen erfahren habe, z.Zt. im Urlaub und nicht allein. Juhu für mich und Schade für meine Nachfolgerin. Sie tut mir jetzt schon leid und das ganz, ganz ehrlich.
    Ich hab ein so freies Gefühl in mir, dass kann man keinem beschreiben: es hat nichts mit Schlußmachen zu tun, dass ist eine Lebensveränderung.
    Wie du schon beschreibst: keine stundenlangen Monologe mehr ertragen oder anscheinend zuhören und mit dem Kopf ganz woanders sein. Und die schlimmeren Wutausbrüche, aus dem Nichts heraus.
    Ich weiss nicht, ob ich es schonmal beschrieb: ich hatte mal so eine, für mich doppelt schlimme Wesensveränderung: wir hatten eine " so tolle Nacht" zusammen, ich war so glücklich, happy, aufgekratzt, er ist schon aufgestanden, hatte Frühstück gemacht. Ich komme mit diesem Glücksgefühl in die Küche, da guckt mich ein Monster an und schreit mich an, dass 2 Packungen Käse im Kühlschrank einfach zuviel ist....kann ein Mensch von eben Harmonie pur auf " Bulldogge" umschalten? Ja, ER kann . Jetzt kann ich sogar schon schmunzeln, mir dass nicht mehr antun zu müssen.
    Ich grüße Alle ganz lieb
    Heike

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    1. Der hat ja wohl einen an der Waffel !
      Oder ist er Bodybuilder und spritzt Anabolika ? Dann leider er unter "Roid Rage" also Steroid-Wut. Das macht gereizt und ungerecht.
      Mein ex-Bodybuilder war auch so einer. Wollte bei mir seine famosen Putenröllchen kochen, und alles war gut, solange bis er entdeckte dass ich BLÖDE KUH kein weisses, sondern nur braunes Mondamin im Schrank hatte. Daraufhin ist er dermassen ausgetickt, hat mit Türen und Schubladen rumgeknallt und geschrien, dass ich Angst hatte er demoliert meine Küche.
      Hat 6 Monate lang gehalten, dann war aus. Gut so.
      Angela

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  59. Ich musste 50 jahre alt werden um das vererbte Trauma zu erkennen: Eltern Kriegsgeneration. Mutter Narzisstin, Vater Alkoholiker, inzwischen dement. In dieser Konstellation eine Ehesymbiose. 1. Ehemann Narzisst und Alkoholiker mit Gewalt und Entwertungen. 2. Ehemann Narzisst und Alkoholiker inzwischen Leberzirrhose im Endstadium. Ich selbst Co-narzisstin und Co-alkoholikerin bis ich seit 2007 mit Hilfe einer Therapeutin sehr gute Fortschritte mache. Den Kontakt zu meinen Eltern habe ich abgebrochen. Daraufhin hat meine Mutter mit meinen Ex koaliert und deren Sorgerechtsprozesse finanziert, damit meine ueber 16 Jahre alten Soehne aus meinem Haushalt ausziehen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen:
    1. Kaempft gerichtlich um Eure Kinder und schuetzt sie so lange es geht. Das haben damals Eure Eltern nicht getan.Wichtig ist ein guter Rechtsanwalt, der Euch das alleinige Sorgerecht bringt.
    2. Habt keine Angst vor der Projektion der Narzissten, dass Ihr (und nicht sie selber) psychisch krankt seid. Lasst ein gerichtliches Gutachten machen. Das bringt Gerechtigkeit.
    3. Solidarisiert Euch mit anderen Betroffenen. Das bringt Transparenz und Sicherheit.
    4. Nehmt Euch einen professionellen Coach, mit dem ihr Entscheidungen besprecht und bei dem ihr emotional auftankt.
    5. Die Liebe, die Ihr Euren Kindern gebt, macht sie stark gegen Alkohol und den Einfluss von Psychopaten.
    Eure Sissi aus Bayern

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  60. liebe heike!
    du hast es geschafft!willkommen im club der fröhlichen mädels,die ihren mr.grandios verdaut haben und ihn in frieden ziehen ließen...möge er andere weibchen "beglücken",auf einen herrlich-fraulichen satten fetten sommer!herzliche grüße von der mit den 4 E`S

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  61. Hallo an die 4E`s, ich hab fast Tränchen im Auge, so nett find ich deine Zeilen;-).
    Ich kann nur sagen: Frei... im Kopf und Herzen.
    Komme heute aus einem 4 tägigen Urlaub mit....einem " Anderem" ;-).
    Habe vor 7 Wochen, aus reinem Zufall und nicht gewollt, einen netten Menschen kennengelernt. Jetzt waren wir für 4 Tage zusammen weg. Ich dachte, hast eh alles falsch gemacht in deinem Leben, kommts jetzt auch nicht drauf an ;-). Es war ruhig, harmonisch, ich war, wie ich bin. Sehr angenehm: er spricht nicht nur von sich selbst, musste nicht ständig in den Spiegel schauen, ob " Er" denn jetzt auch grad wieder so toll aussieht / ist. Ich denke mir nichts dabei, wie es werden wird, es war einfach nur nett und angenehm und..... ich hab 2 Packg. Käse im Kühlschrank gehabt: keine Reaktion ;-))))))!!!!!
    Ist es jetzt Wahnsinn oder Verzweiflung von mir, nach so kurzer Zeit sowas zu machen ?
    Es war schön und wir haben uns in 4 Tagen nicht gestritten ;-).
    Gefühl : gut, aber vllt. bin ich ja auch nicht mehr normal, gleich wieder was anzufangen, ich weiss nicht, ob das schlau ist. Ich hoffe nur für ihn, dass ich ihn jetzt nicht zwanghaft auf all die Sachen anspreche, die mir passiert sind. Das wäre ja gemein, ich hab ihm noch nichts erzählt.
    Liebe Grüße von Heike

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  62. An Anonym vom 29. Juli: Ich musste verdutzt schmunzeln, als ich das hier von dir las: "2.Habt keine Angst vor der Projektion der Narzissten, dass Ihr (und nicht sie selber) psychisch krankt seid (...)." - Mein Stiefvater rief, als ich ein Kind war - nachdem er mich fertiggemacht hatte und ich weinte - hin und wieder mal den Notarzt, um mich zu pathologisieren. Der konnte dann natürlich nichts machen. Unglaublich, wie diese Leute drauf sind...

    Wollte ich nur kurz anmerken.

    Liebe Grüße, auch an dich, Heike.

    DK

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  63. klasse,heike,weiter so...4`s

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  64. Hallo, liebe 4 E`s, naja: Klasse, ich bin mir so unsicher, ob es so zeitig richtig ist.... Alle Menschen wollen nach einem Schicksalsschlag ihre Ruhe und keine neuen " Abenteuer": Mir ist einer über den Weg gelaufen und ich werd wieder schwach. Ich kann vllt. nicht allein leben , oder, warum mache ich das jetzt so schnell? Ich kann es nicht beschreiben. Er ist , so anders, ich weiss, dass hab ich bei " Mr. Universum" auch gedacht. Aber er, steht mit beiden Beinen im Leben, muss für 2 Kinder sorgen, geht arbeiten und ist..einfach nur ..angenehm. Seine Frau hatte die gleichen Allüren, wie ich es kenne: alles falsch, alle Bemühungen immer verkehrt, tägliche normale Dinge zu einem Kampf erklärt. Was soll ich bloß machen? Ist es wieder falsch oder ein Neubeginn. Obwohl, sollte ich nicht geheilt sein von Beziehungen ?
    Was würdet ihr machen? Ratet mir, was ihr denkt oder tun würdet!
    Ich grüße euch Alle
    Heike

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  65. liebe heike,sehe hier keine probleme,wenn er nett zu seinen kinder
    ist,dann ist er auch emphatisch zu dir.geniesse das doch einfach und mach dir nicht so einen kopf.allerdings vergleiche ihn niemals mit mr.grandios.er ist event. langweiliger,dafür TUT ER DIR ABER GUT und du kannst an seiner seite du selbst sein.geh`die sache langsam an,lass dich verwöhnen und verwöhne ihn.lieber gruß,4E`s

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  66. Ich habe nun 2 Jahre vergeblich versucht m3eine Partnerin zu verstehen. Schon länger vermutete ich eine narzisstische PS . Als wir uns kennenlernten war ich wie auch sie alleinerziehend . Alles war ein Traum ,sie sehr attraktive Frau, erkannte alle meine Bedürfnisse. Heute kann ich machen was ich will,es genügt nie. Seit Anfang des Jahres l3eben wir als patchwork zusammen, wobei ich alles bezahle .ihre Wohnung hat sie immer nnoch, zur Sicherheit..... denn ich habe sie nach eigenen Angaben sehr veletzt. Jeden Tag alte leier ,ich war so grausam ,muss jetzt Perfektion zeigen.etc. ich kann nur eins sagen, das war die lehre oder auch leere meines lLebens .:-)
    Noch l3den wir zusammen ,wollen die kommenden Tage einen gemeinsamEnde Mietvertrag unterschreiben ,seitdem sie immer bösartiger,Panik. Vielleicht war es das beste , was mir und meinen Kindern passieren konnte . Ich will nun für mich herausfinden warum ich auf solch einen Typ Frau n8echt dass erste mal ausgerutscht bin.wie gesagt. Alleinerzoeh3ndr bin ich,und bleib ich wohl auch besser. Alles gute für gleichgesinnte ..... :-(

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    1. So, Du hast sie also sehr verletzt. Hast Du Dich auch dementsprechend sehr entschuldigt ? Wenn nicht, dann brauchst Du Dich nicht wundern, wenn die Beziehung jetzt sehr vergiftet ist.
      Ich warne nochmals davor, alle Beziehungsprobleme damit zu erklären, dass der andere eine narzistische Persönlichkeitsstörung hätte. Es gibt auch noch andere Ursachen, und ich hege den dumpfen Verdacht, dass unter den Kommentatoren hier eine Reihe Narzisten sind, die das selber aber nicht wahrhaben wollen, und stattdessen ihrem Partner ihre eigene Störung unterstellen.

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  67. Hallo, lieber Anonym vom 11.8. Ich kann nur sagen, willkommen im Club. Wie bei mir, anfangs der Himmel auf Erden, ganz viel Liebe und Verstehen. Dann der Wendepunkt, von jetzt auf gleich. Ich kann dir nur raten, wie sicher alle Betroffenen hier, such das Weite und vorallem, lass dich nicht auf eine On / Off-Beziehung ein. Ich habs durch, es tut nur immer mehr weh. Man kann da wirklich nur gewinnen, die Sache rigoros zu beenden, auch wenn es sehr weh tut. Es wird nicht besser oder wieder gut !
    Ich wünsch dir viel Kraft und denk an die Kinder, wie sollen sie zum Leben lernen, wenn es ständig Streit um nichtige Dinge gibt.
    Liebe Grüße
    Heike

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  68. Wenn die Beziehung vorbei ist, Kontaktabbruch! Es ist sinn- und zwecklos mit solchen Leuten zu diskutieren und man zögert den Verarbeitungsprozess nur unnötig in die Länge.

    Ich habe es (leider) probiert, meiner Ex-Freundin ihre Taten vor Augen zu führen, auch aus vergangenen Beziehungen, denn sie verhält sich immer nach dem selben Muster, aber sie kann und will es nicht verstehen. Keine Reue, kein schlechtes Gewissen, null Empathie.

    Sie war während unserer Zeit 2x mal die Woche in Therapie. Ist das eigentlich normal oder eher schon ein Anzeichen für eine besonders schwere Ausprägung? Ich kenn ihre Diagnose nicht, brauch aber eigentlich nur 1+1 zusammenzählen um zu wissen dass es in Richtung Narzissmus geht.

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    1. Doppelsitzungen pro Woche können sicherlich mal vorkommen, "normal" ist das meines Wissens aber nicht. Wenn du sagst, dass das über einen längeren Zeitraum so durchgeführt wurde, würde mich das --inzwischen-- stutzig machen. Und in einer ernsthaften Beziehung würde ich erwarten, dass mir mein Partner irgendwann auch das Vertrauen schenkt, mich über die Therapie zu informieren, schließlich bin ich dann ja auch der erste, unmittelbar Mitbetroffene.

      Es ist ja auch keine Schande: Jeder kann im Laufe seines Lebens in eine Situation kommen, die eine Therapie notwendig macht, aber einige sind halt leider nicht therapiefähig.

      Soweit ich mich richtig erinnere, müssen ambulante Therapien von den Krankenkassen jeweils einzeln genehmigt werden. Je nach Therapieform sind das dann 45 (verlängerbar auf 80) bei Verhaltenstherapie oder 160 (verlängerbar auf 300) bei analytischer Psychotherapie.

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    2. Da es nur eine sehr kurze Beziehung war (4 Monate) und sie mir relativ schnell von ihrer, sorry, beschissenen Kindheit erzählte, wollte ich erstmal nicht weiter nachfragen. Ich weiß auch dass sie davor schon in Behandlung war (und noch immer ist), allerdings nicht wie lange.

      Als ich versuchte die Beziehung zu vertiefen bzw. ihr näher zu kommen war's dann aber auch relativ schnell wieder vorbei.
      Stutzig war ich von Anfang an, aber ich wollte nicht auf mein Bauchgefühl hören.

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  69. Mein Problem seit 12 Jahren ist, dass meine Zwillingsschwester mit einer solchen krankhaften Persönlichkeit eine Familie gegründet hat. Der Mann hat es geschafft, mein gutes Verhältnis zu meiner Schwester derart manipulativ zu torpedieren, dass sie mich -fast- aus ihrem Leben geschmissen hat. Sie ist eine Co-Abhänginge vom Herrn, versteht mich gar nicht und ich leide Qualen. Bin dabei, um mich und meine Familie zu schützen, die Distanz zu meiner Schwester zu erhöhen. Ein solches "Vorgehen" wird von ihr brutal abgestraft und ich habe es immer noch nicht geschafft, mich emotional davon zu befreien. Bin total fertig.

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    1. Die gefühlsmässige Distanzierung ist leider eine --ziemlich anstrengende-- Übungssache. Im Prinzip macht muss man sich eine Fähigkeit aneigenen, die die Gestörten selbst zu Schau stellen (wenn sie sie auch nicht wirklich haben, innere Wirklichkeit und äußere Fassade, sind bei Narzissten bekanntlich zwei getrennte Welten): Wurschtigkeit.

      Seine "Macht" über die Familie ist genau dann Null, wenn alle Betroffenen ihm den inneren Stinkefinger zeigen können. Dass dabei die Beziehung zu Deiner Schwester und Ihrer Familie vor die Hunde geht, ist vermutlich leider nicht zu vermeiden. Letztendlich ist das aber auch die Entscheidung Deiner Schwester und auch für Geschwister _muss_ man keineswegs die Verantwortung übernehmen (man kann, aber man muss nicht).

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  70. Der ARD Film DAS GLUECK IST EINE ERNSTE SACHE (14.8.2013 20:15 Uhr) hat mutig das Thema Narzissmus aufgeriffen. Tolle Regie, professionelle Schauspieler. Eine narzisstische Mutter behandelt ihre Tochter ein Leben lang so kalt und entwertend, dass diese sich einen ebensolchen Ehemann sucht. Narzissmus in unserer Gesellschaft sollte breit vernetzt kommuniziert werden!

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  71. Das wirklich fatale an solchen Erfahrungen ist, dass man emotional gefühlte Ewigkeiten braucht, um damit abzuschließen - egal ob das "Vergnügen" von kurzer oder längerer Dauer war.

    6 Monate "Beziehung", danach fast 2 Monate Mitleid/ Selbstzweifel/ Schuldgefühle etc. ...

    Mittlerweile bin ich zum Glück endlich an dem Punkt angelangt, wo mir meine Ex-Partnerin einfach nur mehr egal ist. Ab und zu kommen zwar noch Hassgefühle hoch (wofür ich mich eigentlich sehr schäme), aber ich glaube die muss man auch zulassen um irgendwie davon loszukommen.

    Den einzigen "Schaden" den ich wohl dauerhaft davontragen werde, ist ein gewisses, und teilweise sicher ungerechtfertigtes Misstrauen anderen Menschen gegenüber. Man hat plötzlich einen ganz anderen Blick auf seine Umwelt. Einerseits sicherlich nichts schlechtes, andererseits möchte ich irgendwann trotzdem wieder "lockerer" durch die Welt stapfen.

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  72. Ich kann den "Schaden" 100% nachvollziehen. Ich hab es aber jetzt für mich auch als Positivum für mein weiteres Leben gesehen. Man fällt vllt. nicht mehr so leicht auf Blender herein. Ich habs ja beschrieben, hab einen netten Mann kennengelelernt , der ( noch) nichts von meinem Vorleben weiss. So muss er ja auch kein Schauspiel spielen... Er interessiert sich für meine Arbeit, fragt oft nach, ob es mir gut geht, redet "normal" und nett von seinen Kindern und, ja auch von der Mama ;-). Kleine Aufmerksamkeiten, die "meinem Mr. Universum" völlig femd waren.
    Ich hab keine Euphorie oder "gleich wieder Herz verschenken", aber das Gefühl ist ein völlig anderes.
    Vor kurzem hat mich meine Mutter wieder ein bisschen aus der Fassung gebracht. Uns sind Fotos von Mr. Universum in die Hände gefallen. O-Ton: er war so freundlich und zugänglich und immer fröhlich und lustig und hatte eine Ausstrahlung, selbst auf meine Mutter !
    Blender-Blender-Blender !!!!!
    Soll / muss ich jetzt aber dem "neuen Mann" in meinem Leben alle Einzelheiten erzählen ?
    Ich schäme mich eigentlich, so wenig Charakterstärke gehabt zu haben, mich so zu verrennen. Ich weiss nicht, was richtig ist. Muss er davon erfahren oder kann ich`s einfach als beendete Beziehung ausschreiben. Ehrlich will ich schon sein, aber um jeden Preis?
    Liebe Grüße von Heike

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    1. Prinzipiell würde ich es ihm natürlich schon irgendwann erzählen, aber nach dieser Erfahrung kann ich dir leider nicht sagen wann der richtige Zeitpunkt dafür ist.

      Ich bin/war in der Hinsicht immer sehr naiv und hatte nie ein Problem damit über meine Gefühle zu reden, wüsste aber trotzdem nicht wie schnell ich mich jetzt in einer neuen Partnerschaft öffnen würde.
      Wie gesagt, ich hoffe dass ich irgendwann wieder befreiter und mit weniger Zweifel durchs Leben gehen kann, aber das wird bei mir noch ein bisschen dauern.

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  73. Ja ich denke, es wäre ihm und seinen Gefühlen mir gegenüber nur fair, wenn er weiss, was ich vorher hatte. Aber da ist dieses ungute Gefühl. Wenn er es weiss und ein "normaler Mensch" ist, gibt er sich vllt. übertrieben Mühe und erinnert mich, für ihn völlig unbewusst , immer an irgendwelche schlechten Begebenheiten ( zuviel Käse, falscher Müll, Löffel in Tassen, etc.). Und schon sind wir bei Mr. Universum, er hat sich so eingeprägt, dass ich gerade denke, du kannst nie wieder normal leben oder fühlen....
    Diese Menschen machen doch alles kaputt, was sich näher in ihren Dunstkreis verirrt hat.
    Man muss sich das mal intensiv überlegen: sie leben in ihrer Welt, ziehen mit ihrem Bann Menschen in eine Scheinwelt. Leben dann unbekümmert weiter, weil sich die Partner /innen, früher oder später distanzieren. Die Betroffenen haben , übertrieben gesagt, ein Leben lang damit zu kämpfen, brauchen prof. Hilfe oder gehen langsam und für sich zu Grunde. Und die Auslöser kümmerts nicht. Ein neues Opfer wird sich immer wieder im Netz verfangen, was sich immer und immer wieder erneuert.
    Puh... heftig, je länger man drüber nachdenkt.
    LG
    Heike

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    1. heike,das hast du schön geschrieben.man kann nur eins hoffen:das es für die opfer zur wichtigen erfahrung wird und sie daraus lernen.
      momentan ist mein kind (13) bei seinem narzisstischen vater gelandet und wohnt nun dort und ich habe auch nur diese hoffnung.eine furchtbare zitterpartie für mich momentan!

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  74. Ich habe meinen Arbeitskollegen als Narzissten durchschaut.Der Blog ist echt ein Spiegelbild, von dem tag täglich erlebten,ertragenen.
    Mir kommt es auch so vor,dass ich der einzige bin der ihn durchschaut hat.Andere davon zu überzeugen ist bestimmt sinnlos,da muss glaube ich jeder selber drauf kommen.
    Selbst als sog. Aufgeklärter ist es manchmal echt schwer so einen Teufel zu ertragen.
    Was soll ich tun?
    Den Arbeitsplatz wird ich nicht wechseln!!!!

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  75. ich denke, egal, ob Kollege oder Partner, am besten kommt man zurecht, wenn man mit ihnen umgeht, wie mit Leuten, die man nicht kennt und mit denen man zufällig spricht. Da legt man auch kein " Herzblut" hinein. Wichtig ist, dass man erkannt hat, sie nicht an einen ran zulassen. Ein Schutzschild baut, wo nichts persönliches durchdringt. Es ist ein langer Prozeß, aber hat man es erst einmal geschafft, können sie einen nichts mehr anhaben. Lächeln und denken: du mich auch ;-)
    LG
    Heike ... übrigends, mein "Neuer" , heute kennen wir uns 10 Wochen ,ist ein ganz Netter ;-), alles entspannt.

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  76. heike,du "blöde",hast du immer noch nichts gemerkt?du kannst mr.grandios lebenslänglich haben,wenn du stundenlang seinen einschläfenderen monologen lauscht,blablabla,ich bin der tollste,der schönste...wenn du dann nach einer stunde mal was selbst erzählen willst,und er macht dich an,weil du ihn unterbrochen hast...unterbreche ihn nicht,stell alle deine bedürfnisse zurück,spiegel ihn,hänge an seinen einschläfernden lippen,lächel ihn an,sei sexy-hexy,dann kannst du ihn lebenslänglich haben.
    er wird dich immer faszinieren,jeder andere mann wird verblassen,neben seinem AUFGEBLASENEM selbst..nur tut dir das nicht gut!!!
    wenn du wirklich mit narzissus leben willst,musst du ihn nach schema-therapie behandeln,das bedeutet aber auch,dass du lebenslänglich mit deiner wut auf ihn therapeutisch umgehen lernen musst..buchtip:der feind an meiner seite,gut fand ich auch:hilfe,ich liebe einen narzissten,genauere angaben findest du beim googeln...du kannst mit ihm leben,aber dann darfst du ihn niemals kritisieren,das verzeiht er dir nicht,selbst,wenn er sich noch so daneben benimmt(für alle,alle offensichtlich,nur für ihn nicht und letztendlich wirst du immer schuld sein),du wirst damit leben müssen,dass er immer mit anderen mädels rummacht,um sein nicht vorhandenes selbstwertgefühl zu bestätigen,du wirst damit leben müssen,dass er schönste zukunfstvorstellungen erzählt,aber nie realisieren wird,weil er dazu zu schwach ist,denn letztendlich ist er ein ungeliebtes kleines verletztes kind,dass nie richtige liebe bekommen hat.
    und desshalb kann er auch keine liebe geben.
    du kannst-wie gesagt-mit ihm leben,aber wirklich nur immer therapeutisch,er wird dir immer mal wieder den himmel auf erden bereiten,dieses auserwählte gefühl vermitteln,blos wede nie krank,oder anderweits du selbst bedürftig,dann ist er verschwindibus,weil er das nicht kann,er kann ja nicht richtig fühlen,er tut nur so...
    da kann er nichts dafür,scheiß kindheit..
    also:wenn du vor selbstbewußtsein trotzt,ein tolles umfeld hast:familie,freunde,kollegen,dann kannst du es mit narzissus wagen,obgleich er immer wieder versuchen wird dich von diesem stabilen umfeld zu isolieren,damit er dich aufsaugen kann,mit haut und haaren,um seine kaum vorhandenes gespühr für sich selbst zu ernähren
    wage es,aber sei dir drüber klar,du wirst immer therapeutisch mit ihm umgehen müssen.
    keine deiner-hoffentlich noch verhandenen emotionalen bezugspersonen werden dann "bock" haben sich immer wieder dieselben geschichten deiner kränkungen anzuhören,wird auch langweilig,immer dasselbe...

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    1. Das was Du im ersten Absatz geschrieben hast, kann man so aber auch mit Freundinnen erleben. Ich hatte mal für eine kurze Zeit - so ca. 8 Monate - eine "beste Freundin", der ich im Nachhinein eine narzistische Störung attestieren würde. Während der gesamten Zeit habe ich vielleicht 10 Sätze über mich sagen können, den Rest der Zeit hat sie über sich selbst geredet. Wenn ich anfing, von meinen eigenen Erlebnissen zu berichten, wurde ich auf brutalste Weise abgewürgt, damit wir wieder auf das eigentliche Thema - SIE - zurück kommen konnten.
      Tägliche Telefonate, bis zu 3 Stunden lang, in denen sie ununterbrochen redete. Einmal bin ich mit dem Hörer in der Hand eingeschlafen, und als ich wieder aufwachte, redete sie immer noch. Sie hatte noch nicht mal bemerkt dass ich eingeschlafen war ! Irgendwann waren mir die ständigen Dienstleistungen für Ihro Hoheit zuviel, und ich habe mich verdünnisiert. Auf Dauer geht so eine ungleich Beziehung nicht, weder mit Männlein, noch mit Weiblein.
      Angela

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    2. treffend beschrieben.für leute mit helfersyndrom könnte es was interessantes sein,einen narzissten zu pflegen.sie werden dann irgendwann einmal auf eine lange reihe verlorener jahre zurückschauen.

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  77. deine:3 E`s,vielleicht solltest du dich wirklich auf den neuen einlassen...lieber gruß

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  78. aber dann streiche mr.grandios auch endgültig.und freue dich deines neuen lebens!

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  79. Hallo, lieber Schreiber, der mich als " blöde" betitelte.
    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
    Ich hab mit Mr. Grandios nix mehr zu tun und will nicht mehr mit ihm leben.
    Und liebe 3 E.`s, danke für deine netten Grüße. Ich hab mit "Ihm" ein ganz anderes Gefühl, liebvolle Momente, keine Diskutiererei, muss mich nicht verstellen. Mal sehen, ob alle schrecklichen Erlebnisse irgendwann in den Hintergrund treten. In einer hintersten Schublade sind sie schonmal abgelegt ;-).
    Liebe Grüße von Heike

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  80. Hallo an alle hier im Blog,,,ich komme auf die anonyme Schreiberin vom 13.Mai 3013 zurück.Leider habe ich diesen Blog viel zu spät entdeckt. Auch mir wurde das Sorgerecht entzogen,bin demzufolge "entsorgt" worden. Mit ausdauerndem Kampf und der immerwährenden Hilfe durch einen neuen,liebevollen Partner gelang es, das Sorgerecht zurück zu erlangen.Es wurde eindeutig festgestellt,das hiesige Amtsgericht hat mir der MUTTER zu UNRECHT das Sorgerecht entzogen. Trotzdem hat mein Ex immernoch das ABR und meine Tochter von 9 Jahren "lebt " bei ihm. Sie wird manipuliert,so dass sie auf einmal in einer Spanne von 14 Tagen plötzlich nicht mehr zu uns in die Ferien will. Der Erzeuger diktiert ihr dementsprechende Texte,die sie dann ins Umgangstagebuch schreibt. Umgang gibt es nur,wenn es dem Narzissten gefällt,die Umgangsregelung( Vergleich vom OLG) wurde einfach gekippt.Seit 2 1/2 Jahren werde ich von Anwälten, Gerichten und Jugendamt ausgelacht,als Bindungsintolerant und hysterisch hingestellt,während mein Ex gelogen hat und es weiterhin tut. Er lügt sogar seinen Rechtsanwalt an,nur um besser da zu stehen. In den letzten 21/2 Jahren hat meine Tochter, mein Mann und ich eine Odyssee erlebt die seinesgleichen sucht. Und immernoch kein Ende in Sicht,das Jugendamt hat kapituliert und sagt..Alle Vermittlungsversuche sind gescheitert,sie brauchen einen Rechtsbeistand. Toll...die wissen seit 2 1/2 jahren,dass mein Ex paranoide Schizophrenie hat, Alkoholiker und Narzisst ist. Alles per Gutachter bewiesen. Hat jemand Tipps für mich um das weitere Vorgehen zu planen..Grüße von Manu

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    1. habe ähnliche erlebnisse mit jugendämtern und anwalt.als wolle sich keiner von denen mit diesen narzissten-erst recht,wenn diese narzistische person zur gewalt neigt-anlegen.ich bin völlig verzweifelt und muss so aufpassen,dass ich mich nicht als die "bekloppte"fühle...

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  81. Die ungute Beziehung habe ich beendet und mir ist eine große Last genommen worden. Endlich kann ich wieder frei atmen.

    Geblieben sind eine diffuse Furcht, Misstrauen. Ich gehe ihm aus dem Weg und habe mich sehr zurückgezogen.

    Manchmal flammt in mir ein enormer Hass auf. Er hat sich mit 2 Co_Abhängigen versorgt und die sind in der Tat die Pest. Neue Kettenhund, die ganz nach seinen kranken Vorstellungen agieren.

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  82. Wie dankbar und erleichtert ich bin, dass ich diesen Blogbeitrag entdeckt habe...
    Ich weiß nicht, wie viele aktive Mitleser es hier aktuell noch gibt, wäre aber - obwohl meine Situation nicht so dramatisch ist wie bei den Anderen - sehr sehr dankbar für Erfahrungen oder Tips.

    Letzte Woche kam es bei uns zu einer Eskalation bei einer Familienfeier, zu der mein Mann und ich seine und meine Familie eingeladen hatten. In Kurzform hat mein Bruder durch hochgradig aggressives Verhalten und arrogantes Abwerten aller Anwesenden im Vergleich zu seiner Person die Feier mehr oder minder eskalieren lassen, so dass ich ihn gebeten habe, das Haus zu verlassen. Einen Tag später habe ich erfahren, dass meine Eltern ihn aufgrund seiner angespannten Situation (Alter 40, völlige finanzielle Abhängigkeit zu meinen Eltern und wenig Aussicht auf zukünftige Unabhängigkeit aufgrund seiner Studiumsentscheidung) sehr bemitleidet haben, drei Tage später bin ich gebeten worden, aus Rücksicht auf meine am Boden zerstörte Mutter wieder auf ihn zuzugehen. Ich habe nach reiflicher Überlegung nun meine Ursprungsfamilie informiert, dass ich mich die nächste Zeit zurückziehen werde und aktuell keinen Kontakt möchte, habe aber bereits in Aussicht gestellt, mich in einigen Wochen wieder zu melden.
    Sein Verhalten war extrem aggressiv ("Du bist das Letzte" mit Spucken ins Gesicht) und mir liegt jetzt vor allem daran, meine eigene Familie mit Kindern vor weiteren Kontakten mit ihm möglichst zu bewahren. Wie kann ich zukünftig mit ihm umgehen, da ja bei Geburtstagen und Weihnachten auch weiterhin Kontakt bestehen bleiben wird? Die Ideen hier im Blog haben mir bereits extrem weiter geholfen, bin aber trotzdem noch sehr unsicher aufgrund der "Gefahr", die potentiellen Co-Abhängigen (das Wort kenne ich auch erst seit heute in diesem Zusammenhang) zu verletzen.

    Vielen Dank für jede Idee!!!!

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    1. So wie Du es beschreibst, handelt es sich um einen einmaligen, sehr heftigen Ausbruch bei einer Familienfeier. Ich kann irgendwie nicht glauben, dass dieser einmalige Ausbruch für Dich bereits Grund ist, Dich völlig von ihm zu distanzieren. Ist da noch mehr?

      Zu einer handfesten Persönlichkeitsstörung gehört immer die dauerhafte Unabänderlichkeit des Verhaltens, oft gleichzeitig mit mangelnder Einsicht. In dem Fall würde ich eher so etwas eine handfeste Midlife-Crisis vermuten. Wenn man mit Anfang 40 realisiert, dass die eigene Lebensplanung so gar nicht zu funktionieren scheint, reißt das vermutlich jeden aus der Bahn.

      Was sagt ER denn dazu? Dir/Euch steht natürlich frei, den Kontakt für eine Weile oder ganz abzubrechen, aber pathologisieren würde ich das alles frühestens, wenn der Betroffene sich weiter so verhält. Meine Ratschläge zum Umgang mit Narzissten zielen auf Personen ab, die nachweislich über längere Zeiträume keine Verhaltensänderung zeigen.

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    2. Oj, vielen lieben Dank für die schnelle Antwort, das hätte ich gar nicht erwartet!!! Leider passt mir auch die Antwort noch viel zu gut auf ihn, da es leider kein einmaliger Ausbruch war. Das arrogante, wenig empathische Verhalten zieht sich jetzt in Summe aufbauend von eher schüchternem Verhalten als Kind bis zur Pubertät schon seit ca. 20 Jahren hin (eigtl. mit Studiumsbeginn bzw. Schulabschluß), seit ca. 10 Jahren werde ich von Bekannten darauf angesprochen, die Familie (mich eingeschlossen) hat es über lange Jahre hinweg auch immer zu entschuldigen versucht (hatte es in der Schule schwer, als Kind zu weichherzig, einziger Sohn bei anspruchsvollem Vater etc.pp.). Man kann eigtl. sagen, dass sich gerade das arrogante, andere abwertende Verhalten mit jedem Jahr gesteigert hat, das er mit seinem geisteswissenschaftlichen Studium verbracht hat. Anfängliche Begeisterung für sein Fach ist dann immer mehr zu "ich als Profi"-Einleitungssätzen geworden, obwohl er in seinem Fach bis auf kleinere Aushilfsaufträge noch nie dauerhaft beschäftigt war.
      Dass er aber wirklich überhaupt keine Fähigkeit zu empathischem Verhalten mehr zeigt oder bereit ist, für andere Verantwortung zu übernehmen (sei es auch nur mit kleinen Gesten) fällt mir jetzt auch erst in den letzten Jahren verstärkt auf. Einsicht ist überhaupt nicht vorhanden, er überlegt, bereits den Kontakt zur Familie abzubrechen, weil niemand für ihn Verständnis hätte - dann müsste man halt die Zahlungen einstellen (die wohlgemerkt von meinen Eltern in seine Richtung fließen, nicht umgekehrt) und da könne er dann auch eiskalt sein.
      Alles, was ich bis jetzt in Deinem (?Ihren?) Blog gelesen habe, passt so gut, dass es für mich einfach eine Erleichterung ist, seine aktuelle Person von dem Kind zu trennen, mit dem ich aufgewachsen bin. Irgendwo ist die Hoffnung, dass er evtl. mal zur Einsicht gelangt, evtl. auch mal seine Person zu hinterfragen, aber in diese Verantwortung, ihm das beizubringen, möchte ich mich von meiner Familie nicht hineinschieben lassen. Ich muss jetzt erst mal die Kurve bekommen, meine 3 Kinder da herauszuhalten und meinen Eltern soweit entgegenzukommen, dass es bei weiteren Treffen nach Möglichkeit nicht mehr zu irgendwelchen Eskalationen kommen kann.

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  83. Herzlichen Dank für diesen Text. Ich habe einen "Freund", der eine schwere narzisstische Störung hat. Mit ihm war ich auch eine Zeitlang zusammen... Ich würde gerne ihm zu Weihnachten ein Buch schenken um ihn auf seine Krankheit aufmerksam zu machen. Hätten Sie ein Buchtipp für mich?
    Danke

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    1. jede energiezufuhr(geschenke,..) solchen leuten gegenüber sollte man meines erachtens unterlassen.sie werden sich immer holen,was sie brauchen,wenn sie es nicht von Ihnen bekommen,dann eben woanders.sie sind wie energiefresser.und fallen wie von selber ab,wenn man ihnen nichts gibt.das ist meine beobachtung(meistens wüten sie erst wie ein schlechterzogenes kind und dann sind sie weg)

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  84. Natürlich sollte man sich selbst lieben, sofern dies allerdings das normale Maß übersteigt, wird es krankhaft. Narzissten geiseln sich mit ihrer übersteigerten Selbstliebe praktisch selbst. Das ist nicht nur für sie selbst problematisch, sondern auch für ihre Mitmenschen, ob beruflich oder privat.

    Narzissten lieben nur, um selbst geliebt zu werden. Sie sind die klassischen Nehmer und mit Sicherheit keine Geber in einer Partnerschaft. Das kann in einer Beziehung die Treue fordert, Probleme geben, denn ein Narzisst ist kaum zur Empathie fähig und benötigt überdies ständige Bestätigung. Ist ein Narzisst somit z.B. automatisch zum Fremdgehen verdammt? Hierzu gibt es fundierte Expertenmeinungen: http://www.seitensprung-fibel.de/expertenrat/untreue/sind-narzissten-untreuer.php

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  85. Ich habe eine dreijähre Beziehung hinter mir wo die aufgezählten Beschreibungen akkurat stimmen - und heute den nachmittag damit verbracht alles zu lesen - in den drei jahren waren wir an die 20 male getrennt- und ich kam mir auch immer vor wie auf einem minenfeld zu laufen, jederzeit konnte eine bombe - seine wutanfälle wegen nichts und wieder nichts- hochgehen, man geht wie auf rohen eiern durch das leben mit ihm.
    Er hat mich betrogen und belogen und als ich es rausfand zu mir gesagt - da bist du dran schuld wenn ich mir eine andere suche, hättest du das oder das gemacht dann wäre es nicht so gekommen. na dankeschön - der letzte streit vor zwei wochen gründete darin das ich ein auto kaufen wollte und er mir ein rotes vorschlug wo ich darauf sagte ich möchte kein rotes auto - er bekam wieder einen wutanfall und sagte - da er autoverkäufer ist - ich bin der weltbeste autoverkäufer und du hörst nicht auf mich. ein wort ergab das andere und dann war ich wieder der letzte abschaum, eine missgeburt und ähnliches.

    meine geburtstagsfeier die ich toll vorbereitet hatte hat er mit seiner laune zerstört, er bekam auf einmal ein gesicht wie drei tage regenwetter, und redetet kein wort mehr, alle gäste fragten was er hatte - es kam einfach aus dem nichts!
    im nachhinein denke ich mir war es das er diesen abend nicht im mittelpunkt stand - weil es ja mein geburtstag war...
    ich bin total leer und ausgebrannt warum hab ich das alles solang mitgemacht- ihm seine seitensprünge verziehen und seine aggressivität- er kam auch immer wieder zuckersüß an wenn es wieder mal aus war- das er noch nie so eine frau geliebt wie mich- das ich seine traumfrau bin und bla bla bla-
    aja er war übrigens schon drei mal verheiretet - und seine ex frauen waren alles soooo böse zu ihm.
    jetzt ist seit 2 wochen funkstille und ich habe mir geschworen mich nie nie nie wieder mit ihm einzulassen.

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  86. Hallo,
    Danke nochmal für diesen Blog, der einen die Realität in einem anderen licht erscheinen lässt. Und danke an Fibel für den Buchtipp. Ich glaube ich werde mich für das Buch: "Narzissmus das innere Gefängnis" entscheiden, weil er schon mal flüchtig sein inneres Gefängnis ewähnt hatte. Nur ich werde mit meinem Geschenk noch eine Weile warten. Ich werden auf den passenden Moment warten. Also wenn es ihm schlecht geht und die Welt nicht versteht.
    Ich habe allerdings noch eine Bemerkung über Narzissten, und zwar aus astrologischer Sicht. Mein besagter Freund ist Löwe, und wenn man die Beschreibung von Löwe lies, hat es auch mit narzissmus zu tun. Z.B. sie sind sehr selbstbewucht, sind aber auf Anerkennung von anderen angewiesen!!? Und ich kann mir nicht vorstellen dass ein Steinbock-, Jungfrau-, krebsmann Narzisst sein kann, weil sie realistisch und bescheiden sind.
    Aber einen Widder, Wassermann, und Löwe wohl.
    Hat jemand auch schon diese Bemerkung gemacht?

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  87. Hallo
    ich bin mit einem Narzissten als Vater und einer entweder versteckten Narzisstin oder Co-Abhängigen (da bin ich mir nicht sicher) als Mutter aufgewachsen. Dieses Jahr werde ich 40 Jahre alt. Ich habe zwei jüngere Schwestern. Die Jüngste ist das über alles geliebte und treu ergebene Kind (32), die Mittlere (38) hält sich bedeckt und ich bin der Sündenbock für alles was in unserer "Kleinsekte" schief läuft. Letztes Jahr ist die Situation dann komplett eskaliert. Da ich inzwischen selber Mutter bin und einen langen aber relativ erfolgreichen Heilungsprozess hinter mir habe, habe irgendwann begriffen, was eigentlich abläuft. Als ich begonnen habe, mich standhaft gegen die Übergriffe meines Vaters, meiner Mutter und meiner jüngsten Schwester zu wehren, wurde ich mit Drohungen, Beleidigungen, Anschuldigungen und Verleumdungen verstossen.
    Es ist sehr schwierig für mich. Ich habe meine Herkunftsfamilie (bis auf meine eine Schwester) verloren, damit auch meine Wurzeln und die Grosseltern meiner Kinder. Sie sind ja nicht ersetzbar. Ich glaube, darum habe ich mir auch all die Übergriffe über all die Jahrzehnte gefallen lassen. Ich hatte unglaubliche Angst, ausgestossen zu werden. Dazu hatte ich auch allen Grund. Mein Vater hat mir schon als Kind damit gedroht (für ein Kind ist eine solche Bedrohung lebensbedrohlich). Nun hat er die Drohung gemeinsam mit meiner Mutter umgesetzt.
    Ich habe gefühlte 1000 Mal versucht, mit den Eltern das Gespräch zu suchen. Ich blitzte immer ab. Ich hatte keine winzigste Chance. Ich buhlte um Verständnis, um Entschuldigungen nach Verletzungen, um Dialog, letztlich um Liebe. Es war zum verzweifeln! Gerade auch, weil ich immer dachte, mit mir stimme etwas nicht. Dadurch habe ich ihnen natürlich immer Futter gegeben... Erst letztes Jahr ist mir langsam klar geworden, dass das Problem eventuell auch bei ihnen liegen könnte. Und vor ein paar Tagen bin ich auf das Thema Narzissmus gestossen. Mir fällt es es nun buchstäblich wie Schuppen vor den Augen! Unglaublich, das ist doch alles Wahnsinn.....
    Ich danke Dir, dem oder der Unbekannten, für diesen Artikel.
    Lieber, sonniger Gruss

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  88. Hallo, auch ich habe ein kind mit einem narzissten zusammen...das kind ist jetzt 4 jahre alt.
    Alle manipulationen und lügen hier aufzuführen würde den rahmen sprengen, kann nur sagen das er es geschafft hat meinen kompletten Ruf/Leumund zu ruinieren in seiner heimatstadt. Bin vor einen halben jahr 400 km weit weg gezogen zu meiner familie, ihr werdet es nicht glauben, aber er hatt es geschafft sich auch hier bei meiner familie einzuschleimen, sodaß sie nun ihm schon mehr glauben als mir. Es ist zum haareraufen. Nun war Gerichtstermin und er ist mal wieder ausgerastet und die Maske verrutschte etwas :) uups. Gebe euch den tipp immer ruhig bleiben, auch wenn es schwer fällt. Und wenn behauptungen aufgestellt werden die nicht stimmen, verneinen und nachhaken woher er das denn so genau wissen möchte. Zeitgleich ihn mit seinen Fehlern konfrontieren (ruhig) und er wird ausflippen. Hab nun schon etwas übung darin, da ich mich mit dem thema seit 4 jahren beschäftige. An sich sind solche leute recht einfach gestrickt, wenn man es einmal durchschaut hat kann man fast schon vorraus sagen was als nächstes passiert. Er hat jetzt einen betreuten umgang bekommen von der richterin und elterngespräche. Ich warte jetzt nochmal ab ob er es wirklich durchzieht mit den umgängen, was ich aufgrund der entfernung bisschen bezweifel. Falls er es durchzieht und dann ein unbegleiteter umgang anstünde, würde ich nochmal umziehen, noch weiter weg. Da meine familie hier komplett manipuliert ist, dürfte das für mich auch kein problem sein. Leute ihr seit stärker als diese kranken wesen, laßt euch nicht kaputtmachen und steht immerwieder auf. Und wenn auch alle um euch herum gegen euch aufgehetzt sind, trotzdem weiterkämpfen. Es geht um eure kinder, das ist das allerwichtigste.

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  89. Super geschrieben. Es wird hier von dem Mann geredet. "Der Narzist"
    Ergänzt man es mit " die Narzistin" wird es perfekt. Frauen reagieren und aggieren als Narzist exakt gleich. Was wichtig ist. Denn schreibt man es nur einem Mann zu, kommt der eine oder andere nicht darauf und erkennt es nicht, wenn eine Frau mit einer narzistische persönlichkeitsstörung vor einem steht.

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  90. Sehr hilfreiche Ausführungen hier! Seit ich mit meinem Freund zusammengezogen bin, fühlt ich mich wie in einem Gefängnis. Nichts kann ich recht machen und nichts darf ich. Ich habe mein komplettes Leben bloss noch nach ihm ausgerichtet und selbst das reicht nicht. Diese Extreme - entweder super toll oder total katastrophal, aber keine Mitte - machen mich fertig. Auf der Suche nach einer Erklärung habe ich Hilfe in Anspruch genommen und bin hier gelandet. Ich erkenne meine aktuelle Situation hier zu 100% wieder. Das ist irgendwie erschreckend. Ich weiss, dass es so nicht weitergehen kann. Trotzdem bin ich leider noch nicht so weit einen Schlussstrich ziehen zu können...

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    1. Du kannst wohl noch keinen Schlussstrich ziehen, weil deine Leidensgrenze noch nicht erreicht ist und du hoffst Tag für Tag dass es besser wird. Zwischendurch ist es das ja auch. Wenn er "gefüttert" ist, quasi satt an Bedürfnissen kann man es schon mal aushalten mit ihm. Aber es dauert nicht lange und das nächste Bedürfnis ist zu stillen. Irgendwann füttert man nur noch und es reicht einfach trotz allem Bemühen nicht. Wichtig ist, zu verstehen, was es bedeutet auf sich zu schauen. Man muss verinnerlichen, dass die andere Person nicht zu verändern ist und wenn man das soweit durchdrungen hat kann die Phase des eigenen Veränderns, des "auf sich schauens" beginnen, Nämlich damit, dass man den - eigentlich - geliebten Menschen in Liebe loslässt, die Persölichkeitsstörung bei ihm belässt, sich seines eigenen Wertes wieder bewusst und damit FREI wird. Denn erst dann ist es wieder möglich ein Leben in Selbstachtung und Selbstvertrauen und damit in Frieden und Freiheit zu leben und zu gestalten.

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    2. Danke! Stimmt, ich denke immer "das kann doch nicht sein. Es könnte so schön und einfach sein." Dabei weiss ich es ja eigentlich, dass ich in einer mich selbst zerstörenden Sackgasse gelandet bin... Vielleicht braucht es wirklich einfach noch mehr um meine Leidensgrenze zu erreichen...
      Es tut schon gut zu wissen, dass ich nicht die einzige bin die sich in solchen Situationen befindet/befunden hat!

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    3. Das mit der Leidensgrenze ist leider ein wiederkehrendes Thema bei den "Opfern" von Cluster B-Persönlichkeiten. Wenn man aber genauer hinhört, ist es eine passive Haltung, eine "leidende" Haltung: "Es könnte so schön sein, wenn denn nur". Die Realität wird zugunsten eines Wunsches geopfert ... ein bösartiger Narzisst hält einem diesen Wunschtraum immer wieder vor die Nase ohne dass er aber je erreichbar wäre. Immer wenn man glaubt, es wäre wieder alles ganz schön, wird einem der Traum wieder entrissen.

      Versuche Dir klar zu machen, was Du von dieser Beziehung erwartest und was Du tatsächlich daraus erhältst. Und wenn die Bilanz ganz nüchtern nicht zu Deinen Gunsten ausfällt: Zieh einen Schlussstrich. Jedes Hadern verschlimmert die Situation nur.

      Die viel bessere Haltung ist: "Entweder ändert sich das, oder ICH ändere das".

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  91. ich kann den schreibern nur danken für ihre offenheit.was sie so erlebten mit narzisstischen menschen.solche egomanen-menschen sind wie ein fass ohne boden,sie schlucken die lebenskraft derjenigen,die sich auf sie einlassen.und geben nichts zurück.wie saugende babys.ich glaub auch,dass es ganz wichtig ist,dass zu erkennen und dann die beine in die hand zu nehmen.so machte ich es jedenfalls vor jahren mit dem vater meines kindes.den vater hat's dennoch gefreut.er brauchte sich so nicht um's kind zu kümmern und hatte eine trottelin gefunden,die seine aufgaben mit übernimmt.
    ein was gutes hatte die sache:erfahrung.ich habe mich nie wieder mit so einem typen(und von denen gibt es wirklich zur genüge)eingelassen.mir wird schon übel,wenn ich von weiten so einen angeber sehe.wirklich!manchmal wird mir derart schwindlig,wenn mir so ein kerl nur entgegenkommt.habe das jahre lang nicht verstanden.aber ich glaub,da warnt mich mein unterbewusstsein einfach mal recht deutlich.

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  92. ich glaube,narzissten machen nichts weiter,als ihre alten erfahrungen immer wieder neu zu beleben.denn irgendwann haben sie jeden soweit.man MUSS einfach sagen:"ich will dich nicht!"da erscheint mir die grenze zum borderline sehr fliessend.wahrscheinlich alles leute,die ungewollte kinder waren oder es so verstanden haben oder es ihnen so vermittelt wurde.
    und wenn man ihnen dann sagt."hilfe,...ich will dich loswerden"bekommen sie zustände,die sich gegen sie selbst oder andere richten.und man fühlt sich noch superschuldig,sie abzulehnen.

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    1. Deswegen nennt sich das auch "Persönlichkeitsstörung": Der Betroffene ist nicht in der Lage aus festgefahrenen Verhaltensmustern herauszukommen, er interpretiert sich oft sogar die Welt regelrecht so um, dass sie zu seinen unverrückbaren Denkweisen passt. Eigentlich sind sie zu bemitleiden, aber Mitleid spielt ihnen auch noch in die Hände.

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  93. Durch eine Kollegin wurde ich auf die Seite aufmerksam. Als ich die Beschreibung las, dachte ich, sie sei extra für meinen Vorgesetzten geschrieben worden. Ich habe leider zu spät erkannt, dass er ein Narzisst ist und dadurch viel zu lange gelitten. Zum Glück habe ich jetzt den Absprung geschafft, muss dabei leider auch liebe Kollegen zurücklassen. Das tut mir sehr leid. Meine Wut auf diesen Menschen ist im Moment extrem, aber der Artikel und die Texte der Betroffenen haben mir bei der Verarbeitung sehr geholfen.

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  94. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  95. Vielen Dank für diese Seite, hat mir viel geholfen. Seit 13 Jahren bin ich mit einem bösartigen Narzissten verheiratet. Der Höhepunkt hat er letztes Jahr im November erreicht, er misshandelte mich seelisch und es wurde immer schlimmer soweit dass ich vor Selbstmord stand! Ich sah seine kalte Augen, und seine Freude daran es immer weiter zu treiben, er wurde richtig sadistisch. Was ich in den ganzen Jahren mit diesen Menschen erlebte ist nicht zu beschreiben, und dabei fing alles so schön an. In Moment steht für mich die Scheidung , und er Umzug in eine andere Stadt an. Er versucht mit allen schmutzigen Mitteln, das Aufenthaltsrecht der Kinder zu bekommen. Vor Behörden, Ämter, Anwälte und Gericht dreht er mir aus allem was er über mich weiß, oder ich ihm anvertraut habe , einen Strick. Werde trotzdem weiter kämpfen, habe einen Anwalt, habe aber das Gefühl das ich weitere Hilfe brauche um mit ihm fertig zu werden. Er will nicht die Kinder, in Wirklichkeit will er mir schaden, koste was es wolle. Für meine Söhne wäre es katastrophal , vor allem für den älteren (10 Jahren), er steht vollkommen unter sein Einfluss. Dieser Mensch wird mein Kind vernichten, sowie er es bei mir beinahe geschafft hat, den er ist nur dann glücklich wenn der andere leidet, und dabei ist es ihm egal ob das sein Kind ist oder nicht.
    Wäre euch für weitere Ratschläge wirklich dankbar!!!

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