Donnerstag, 13. Oktober 2011

Umgang mit Soziopathen

Der erste Schritt ist der, sich das klar zu machen: Es gibt Menschen, die auch nach jahrelanger "Freundschaft" den Freund ohne mit der Wimper zu zucken belügen. Sie brauchen auch keinen großen Grund für eine Lüge: ein kleiner Vorteil reicht aus. Sie können Dich jahrelang getäuscht haben, so dass Du wirklich geglaubt hast, sie wären vertrauenswürdig und verlässlich. Ein kleiner Auslöser reicht aus, damit die Maske fällt.

Sie kennen keine Moral, keine Rücksichtnahme und kein Gewissen. Für sie ist alles erlaubt, womit sie davonkommen und sie kommen mit erstaunlich viel davon.

Und sie tarnen sich gut. Dein langjähriger Freund kann einer sein und Du wirst es erst merken, wenn Du ihn mal brauchst. Aber man kann sie erkennen, aber dafür braucht man viel Feingefühl und Empathie. Die meisten entwickeln den entsprechenden Sinn erst, wenn sie einmal ein Opfer geworden sind.

Solche Menschen heißen "charaktergestört". Die schlimmste Form der Charakterstörung haben aber jene, die überhaupt kein Gewissen haben, denen das Leid anderer Menschen völlig egal ist:

Soziopathen

Man will natürlich nicht glauben, dass dieser nette, freundliche Mensch tatsächlich gewissenlos ist. Man glaubt nicht einmal seinen Selbstaussagen, in der er genau dies feststellt: Keine Reue, keine Moral. Ihm ist alles erlaubt und wenn jemand anderes dabei draufgeht: Umso besser, ein Konkurrent weniger.
Und zugleich mit all diesen Übergriffen auf das Leben anderer, mit diesem für die meisten völlig unverständlichem Desinteresse an dem, was andere fühlen, mit der Unfähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, wirkt der Soziopath doch so unbekümmert und charmant, dass man fast nicht glauben kann, dass das alles nur eine verlogene Maske sein könnte.

Gegen einen Soziopathen anzugehen ist mehr oder weniger sinnlos. Du bist für ihn unwichtig. Du wirst nur dadurch wichtig, dass Du seine Position gefährden kannst. Auch, wenn er nie auffällig geworden ist: Der Soziopath ist ein Verbrecher an der Gesellschaft und so sollte man ihn auch behandeln.

Greift Ihn aber nie direkt an. Denn irgendwo werdet Ihr auf Eure Skrupel und auf Eure Menschlichkeit treffen, die Euch daran hindert, gegen ihn vorzugehen. Er hat diese Skrupel nicht. Seid passiv-aggressiv. Lasst Euch nichts gefallen und zieht alle Register, mit der Ihr gegen ihn vorgehen könnt. Das Ziel ist es, dass es für ihn zu anstrengend wird, sich mit Euch abzugeben. Ansonsten: Geht ihm aus dem Weg soweit irgend möglich.

Wie erkennt man den Soziopathen:
  • Er ist übertrieben freundlich und sorglos. "Dieser Mann bekommt, was er will". Sorglos und unbekümmert scheint er im Leben zu stehen. Er scheint keine Probleme zu kennen. Er macht Komplimente. Das wirkt anziehend. Eine Zeit lang. Dann bemerkt man die Gefühlslosigkeit und Grausamkeit. Und dass alles nur gelogen ist. Der Soziopath spielt ein Spiel mit der Welt. Da er kein Mitgefühl und keine Reue kennt, gelingt ihm das so gut, dass man ihm oft schon viel zu nahe gekommen sein muss, um die Lügen zu erkennen.

    Diese Sorglosigkeit und oberflächliche Freundlichkeit täuscht nahezu jeden, der den Soziopathen nur oberflächlich kennt. Der Soziopath ist --wie auch viele Narzissten, und Soziopathie ist eine verschärfte Form des bösartigen Narzissmus-- ein hervorragender Lügner. Vielleicht hält er sich sogar selbst für einen wunderbaren Menschen, den man doch einfach lieben muss (und die, die das nicht tun, für krank oder bösartig). Hat man aber mal einen Soziopathen entlarvt, so wirken seine Spielchen nur noch wie ein (schlechtes) Theaterstück, und man will gar nicht glauben, dass man selbst auf diese offensichtlichen Lügen hereingefallen ist.
  • Dein Bauchgefühl sagt, es stimmt was nicht. Zwar ist er übermässig freundlich und macht viele Komplimente. Aber es wirkt alles aufgesetzt. Wenn man zwischen den Zeilen liest, bemerkt man die lauernde Schlange, die bereit ist, zuzubeißen, wenn das Gegenüber nicht aufpasst.

    Bei meinen Gesprächen fiel mir auf, dass Leute, die schon mit einem Soziopathen zu tun hatten, ein sehr gutes Gespür für die entsprechenden Personen erlangt hätten. Sobald man sich klar ist, dass man diese neue Nase hat, kann man Soziopathen viel besser aus dem Weg gehen. Allerdings muss man dazu erst die anderen seelischen Narben, die einem zugefügt wurden, überwinden.
  • Er muss immer gut dastehen.  Statussymbole sind enorm wichtig. Er stellt sich immer in das beste Licht. Er genießt es geradezu, andere um das wohlverdiente Lob für Ihre Leistung zu betrügen, indem er deren Leistung für seine ausgibt. Es ist immer dabei, wenn es was abzugreifen gibt und nirgends zu sehen, wenn es gilt, Verantwortung zu übernehmen.

    Er zeigt nie Schwäche, stattdessen oft geradezu eine sadistische Lust, das Leid anderer noch zu vertiefen. Ihm geht es gut, und wenn das bei Dir nicht auch so ist: Selber schuld, vielleicht hast Du einfach nicht das Zeug dazu.

    Niemals würde er wegen einem anderen auf etwas verzichten. Mitgefühl und Moral sind etwas für "Weicheier" und "Jammerlappen". Es gibt nur ihn und seine Gier nach Erleben.
  • Mist 'n' fog. Was man über den Soziopathen weiß, ist voller Gerüchte und Nebelkerzen. Mal ist er verheiratet, mal nicht. Mal ist er geschieden. Mal hat er eine feste Freundin, dann aber behauptet er wieder das Gegenteil. Narzisstisch Gestörte machen das auch, um für die Umwelt nicht greifbar zu sein (und so die Kontrolle zu verlieren).

    Er behauptet immer das, was ihm gerade hilfreich ist. Mal schimpft er derbst auf ganze Volksgruppen, dann sind sie wieder seine besten Freunde. Und er tut es immer glaubwürdig und scheinbar aus fester Überzeugung. Für ihn ist alles nur ein Spiel, um sich selbst zu positionieren. Er wird immer das behaupten, was ihm in der jeweiligen Situation zum Vorteil gereicht (wenn er meint, damit davonzukommen).
  • Er lügt. Er lügt, weil er es kann, weil die Lüge ihm hilft, sich zu positionieren (siehe oben).

    Auffallen tun oft nicht die großen Lügen, die der Soziopath auftischt, sondern zumeist die kleinen. Aus vier Wochen Urlaub werde da mal plötzlich sechs. Aus der einen Eroberung, bzw. dem armen, unsicheren, naiven Opfer, die er alle zwei Jahre mal abgreifen kann, wird ein ausuferndes Sexleben und er ein riesiger Frauenschwarm. Aus einem Zwei-Mann-Betrieb wird ein großes Beratungsunternehmen und Systemhaus. Aus einem Bachelor-Abschluss einer Berufsakademie wird schnell durch Weglassen ein Universitätsdiplom (übrigens eine Straftat). Es gibt falsche Ärzte, die sogar praktizieren. Gefälschte Dissertationen und, und, und.

    Die Lügen des Soziopathen sind so dreist, dass man sich nachträglich fragt, wie man überhaupt darauf hereinfallen konnte. Man ist dem "Charme des Soziopathen" erlegen, die Selbstverständlichkeit und Gewissenlosigkeit mit der der Soziopath seine Lügen können Menschen jahrelang täuschen. Hat man sie aber einmal durchschaut, sind sie einfach nur noch lächerlich. Und dann fragt man sich, wie andere diese Lügen trotz vorliegender Gegenbeweise immer noch glauben können.

    Mike Adams schreibt sehr treffend:

    Wo ein normaler Mensch sagen würde: »Ich habe mich gestern Abend übergeben«, sagt der Soziopath: »Ich habe einen neun Meter langen Bandwurm erbrochen«.
    Und ein echter Soziopath würde vielleicht noch Einzelheiten hinzufügen wie: »Und dann ist der Bandwurm die Wand heraufgekrochen, hat sich auf mich gestürzt und versucht, mich zu erdrosseln!«

    Sie mögen über so eine Erklärung lachen, aber ich kenne viele ähnliche Beispiele, die von irrationalen Sektenanhängern geglaubt wurden.
    Und die Kleinsekte ist möglicherweise auch nur Gruppe von Freunden nebenan, die sich um den "ach so netten" Menschen schart.
  • Es sind immer die anderen Schuld. Verantwortung wird vom Soziopathen immer  abgeschoben. Der Soziopath hat nur vor einer Sache wirklich Angst: Davor, dass seine Manipulationen und Lügengeschichten auffliegen, weil ihm dadurch natürlich Nachteile entstehen. Der Soziopath weiß sehr genau, dass sein Verhalten für andere Menschen schlichtweg unmöglich ist (auch wenn er nicht verstehen kann, warum sie so denken) und sie ihn meiden werden, wenn sie die Wahrheit erfahren. Gleichzeitig kann er aber nicht davon lassen, immer und immer wieder den "Kick" zu suchen. Er steckt in seinem Verhaltensmustern fest und hat auch meist kein Bedürfnis, sich zu ändern.

    Besteht die Gefahr, dass seine (oft kriminellen, ja verbrecherischen) Machenschaften auffliegen, tut er aber alles, um Schuld und Verantwortung von sich zu schieben. Kann er seine Taten nicht mehr leugnen, stellt er seine eigenen Taten möglichst harmlos oder als angemessene Reaktion auf Übergriffe von außen dar. Für ihn ist das ein Teil seines Überlebenskampfes, Moral und Anstand kennt er nicht.

    Anstatt also Einsicht zu zeigen, projiziert er genau die Eigenschaften, die seine eigene Persönlichkeit bestimmen, auf andere: Neid und Missgunst. Und es ist erstaunlich, wie leichtgläubig viele Menschen aus der Umgebung des Soziopathen diese Interpretation auch annehmen. Aus einer Anzeige wegen Belästigung wird dann eine "armselige Aktion aus reinem Neid". Aus polizeilichen Ermittlungen wegen sexueller Belästigung wird eine Intrige eines Konkurrenten. Der Soziopath ist immer der tragische Held von gegen ihn gerichteten Bösartigkeiten und Intrigen. Doch mit dieser Masche spielt er nur unser Mitgefühl gegen uns aus. Entweder ist er das arme Opfer oder diese "überflüssigen Menschen, die keiner braucht" (= die, die ihm nicht nach der Pfeife tanzen) sind wertlos, überflüssig und müssen "entfernt" werden.

    Eine mir bekannte Person (Beteiliger am dem Vorfall) schrieb mal so schön, ich sollte ihm keine Straftaten andichten, die ich mir in meinem kaputten Kopf ausgedacht hätte und dass ja ohnehin jeder wüsste, ich wäre reif für die Klapse. Die benannten Straftaten waren Bedrohung, Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung. Über die Leistung der Selbstverleugnung, die dazu gehört, um sich selbst derart zu widersprechen, bin ich bis heute erstaunt. Aber narzisstisch gestörte Menschen nehmen ihr eigenes Fehlverhalten oft gar nicht mehr wahr. Sie blenden die Tatsache, dass ihr eigenes Verhalten das unmögliche, schädliche ist, einfach aus.
    In Untersuchungen wurde mehrfach festgestellt, dass narzissmus-nahe Störungen und insbesondere echte Soziopathen schlecht durch negative Reize lernen. Sie scheinen so davon überzeugt zu sein, dass ihre einmal gewählte Vorgehensweise immer die richtige ist, dass sie selbst dann noch unverändert weitermachen, wenn sie mehrfach schmerzhaft mit dem Kopf gegen die Wand gelaufen sind. So sind die Betroffenen also zwar oft sehr durchtrieben, einen einmal eingeschlagenen Pfad können sie aber nur sehr schwerlich verlassen.
  • Er entschuldigt sich nie glaubhaft. Selbst wenn er jemanden übelst weh getan hat, er empfindet kein Mitleid. Ihm ist der andere egal. Wer sich weh tun lässt, der ist einfach nicht stark genug für diese Welt.

    Wenn er sich entschuldigt dann, weil er sich etwas davon verspricht, nicht, weil er eingesehen hat, dass sein Verhalten falsch war. Er wird sein Verhalten dann und nur dann ändern, wenn er der Ansicht ist, dass er dadurch einen Vorteil hat.
  • Heischen um Mitleid. Wenn man etwas haben will, so ist Mitleid Erregen eine gute Methode, es auch zu bekommen. Der arme Kerl, so früh verheiratet und dann gleich so eine böse Frau, die auch jetzt ihn aufs Blut ausnehmen will. Und überall diese neidischen, missgünstigen Menschen, die ihm sein ach so tolles Leben nicht gönnen wollen, weil sie selber so Versager sind. Das Gejammer des Soziopathen ist gut hinter seiner selbstsicheren Fassade versteckt, aber es ist dennoch da. Und es verfehlt seinen Zweck nicht. Das Heischen um Mitleid ist nur eine weitere Methode, wie der Soziopath die Gefühle der anderen für seine Zwecke zu manipulieren sucht.

    Hierzu gehört natürlich auch die Masche, anderen Neid und Mißgunst zu unterstellen. Der andere verteidigt nicht seine Rechte (die vom Soziopathen verletzt wurden), sondern er greift den Soziopathen natürlich aus niederen Motiven an. Landet er vor Gericht, so immer als das arme Opfer seines Anklägers oder gleich der ganzen Gesellschaft, die ihm nur sein ach so tolles Leben nicht gönnt. Diese Polarisierung  dient auch dazu, sich das Wohlwollen der co-abhängigen Ja-Sager zu sichern, mit denen er sich umgibt. Hier herrscht dann Gruppendenken, Konfliktunfähigkeit und die Abwertung der anderen (= die dem Soziopathen nicht nach dem Mund reden).

  • Er weicht aus. "Wieseln" nenne ich das. Wenn man ein Thema anspricht, dass für ihn unangenehm ist, bei dem er offenbaren müsste, dass er da Mist gebaut hat, wird er versuchen, die Frage lächerlich zu machen oder anders ablenken. Siehe auch oben unter "Heischen um Mitleid".
  • Beharrst Du, wird er aggressiv. Dann bist Du bei einem Thema, das seine Fassade gefährdet. Er will doch nicht, dass alle wissen, wie er mit Menschen wirklich umgeht. Soziopathen beim Lügen zu ertappen ist äußerst gefährlich.

Mach Dir klar: Er ist nicht "nett", er ist nicht "lieb". Er tut nur so. Selbst das, was ihm angeblich im Leben angetan wurde, hat er meist selbst verschuldet. Aber es ist schwer, sich ihm zu entziehen. Er ist charmant, er wirkt liebenswert, er scheint Dich aufzubauen. Solange Du ihm Treibstoff für sein Ego (narcisstic supply) lieferst, wird er das auch weiter sein. Sobald Du es aber auch nur wagst, eigene Bedürfnisse anzumelden oder ihm zu widersprechen, wird er Dich fertigmachen. Du bist dann als Quelle für seinen ewigen Hunger nicht mehr geeignet und damit unwichtig.

Seiner auch so bösen Ex-Frau zahlt er seit Jahren den geschuldeten Unterhalt nicht und spielt die eigenen Kinder gegen die Mutter aus. Für Frauen: Er hat ganz sicher neben Dir noch drei andere laufen. Er wird die nehmen, die ihm am wenigsten Ärger macht. Sein angeblich so toller Job ist meistens gar nicht so toll und wenn man genauer hinhört merkt man auch, wie wenig Fachkenntnis er wirklich hat. Aber er ist Meister im Tarnen,  Täuschen und darin, Feinde hinterrücks zu vernichten, weswegen er (leider) dennoch oft Erfolg hat.

Die anderen, die ihn kennen (und soweit als möglich meiden) sind tatsächlich neidisch auf ihn: Weil es für sie ungeheuerlich ist, wie man mit leeren Sprüchen und ohne echte Leistung soweit kommen kann. Menschen mit echter Fachkenntnis sind für Soziopathen ein Gräuel, denn sie sind eine Gefahr für die Lügengebilde des Soziopathen.
 
Der Soziopath ist der Prototyp des selbstsüchtigen Menschen. Ihr seid nur so lange für ihn wichtig, wie ihr für ihn irgendeinen Nutzen habt. Werdet Ihr lästig, wird er versuchen, Euch zu vernichten. Geht ihm aus dem Weg, wenn möglich, aber lasst Euch nichts gefallen.

Man hat herausgefunden, dass Soziopathen scheinbar anders fühlen als wir. Dem Soziopathen ist wohl dauernd langweilig, weswegen er immer einen neuen Kick braucht. Wie ein schwer Drogensüchtiger geht er dabei im Notfall auch über Leichen.

Gleichzeitig haben Soziopathen enorme Schwierigkeiten, aus Bestrafung zu lernen. In Laborversuchen hat man festgestellt, dass Soziopathen sehr lange brauchen, um negative Schlüsselreize zu erlernen. Setzt man Menschen vor einen Bildschirm und gibt ihnen Elektroschocks, wenn ein bestimmtes Bild  angezeigt  wird, so reicht es bei gesunden Menschen nach relativ kurzer Zeit das Zeigen des Bildes allein schon aus, um das Streßniveau (= "gleich kommt wieder ein Stromschlag") zu steigern. Bei Soziopathen dauert dieses "Erlernen" ungleich länger. Soziopathen können also durchaus sehr gerissen sein, aber sie sind in ihren Verhaltensweisen festgefahren und tun sich schwer, auf geänderte Situationen einzugehen.

Im Kopf von Soziopathen ist definitiv vieles kaputt. Und sie gelten als nicht heilbar.

Und sie haben auch schlimme Effekte auf Ihre Umwelt. Um nicht wieder "Opfer" zu werden, stellen einige Geschädigte ihr Verhalten um: Sie glauben, sie müssten genauso mitgefühlslos und brutal agieren wie der eigentliche Soziopath, um nicht unter die Räder zu kommen. Aus der Angst heraus, wieder derartig angegriffen zu werden, suchen diese "sekundären Soziopathen" ihr Heil in der Flucht nach vorne. Bei aller notwendigen Wehrhaftigkeit gilt es also auch immer darauf zu achten, bei der Wahrheit zu bleiben und die eigene Sichtweise immer wieder zu überprüfen und auch Kritik zuzulassen.


Was Ihr tun könnt:

  • Demütigungen zurückweisen
    Er zieht sein Selbstbewusstsein aus der Demütigung anderer. Er kann doch nichts dafür, wenn die anderen so dumm sind und auf ihn hereinfallen Es fängt mit harmlosen Beleidigungen an und endet damit dass er Dein Recht auf Menschlichkeit in Frage stellt. Und am Anfang traut man sich nicht, etwas zu sagen, weil man nicht zickig wirken will. Außerdem wirkt der Soziopath so kindhaft-ungezwungen, dass man ihm doch gar nichts übel nehmen kann. Vergiss es, diese Nadelstiche sind nur die Spitze des Eisbergs. Er versucht Euch zu manipulieren, unter Kontrolle zu bringen.

    Weißt daher jede Beleidigung von Euch, verlangt Respekt, möglichst öffentlich. Stellt aber dabei sicher, dass Ihr niemals mit dem Soziopathen alleine seid. Bloßstellung fürchtet er, Skrupel hat er keine.
  • Nichts glauben
    Siehe oben unter "er lügt". Alles, was der Soziopath sagt, kann eine Lüge sein. Beispiel-Gedankengang eines Soziopathen: "Wenn ich jetzt etwas erfinde, was ihren Ex vor Gericht bringen kann, schläft sie vielleicht mit mir.". Er empfindet dabei keine Reue und auch kein Mitgefühl.
  • Dokumentieren
    So sehr er sich auch bemüht, der Soziopath hinterlässt Spuren. Denn auch seine Maske ist nicht perfekt und da er sie immer wieder wechseln muss, lassen sich seine Lügen oft aufdecken.

    Schreibt alles auf. Im Internet: Macht Schnappschüsse und verteilt sie auf viele Leute. Ihr werdet sehr schnell, sehr viele Lügen finden.
  • Hilfe Suchen
    Man gibt sich selbst die Schuld, fühlt sich alleine. Ist man nicht. Ein Soziopath hat nie nur ein Opfer. Wenn sich mehrere Opfer zusammenfinden und zusammenhalten, fallen die Lügen des Soziopathen auf. Er kann zwar sehr gut Lügen (er hat ja kein Gewissen), aber auch bei ihm fällt auf, wenn er sich widerspricht. Und seine Widersprüche sind nicht nur kleine Ungereimtheiten, die man auf Unachtsamkeit schieben könnte (jeder Mensch kann wird sich hin- und wieder widersprechen), sondern ganz eindeutig dreiste Lügen.

    So wird ein Urlaub von vier auf sechs Wochen verlängert. Das eigentlich günstig erworbene Auto wird teuer. Mal wird ein Mensch hochgelobt, kurz darauf aber wieder verteufelt und umgekehrt. Natürlich hat er die Frau rumbekommen, während sie eigentlich fast schreiend davongelaufen ist. Es sind keine kleinen Ungenauigkeiten (die passieren jedem), es sind offensichtliche Widersprüche und dreiste Lügen, auf die man achten muss.
  • Warnen
    "Er ist so nett und er macht so viele Komplimente."
    "Hmm, ja. Deswegen ermittelt auch die Polizei gegen ihn und er hat von mehreren Anwälten Abmahnungen erhalten."

    Dabei sollte man allerdings immer auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Übertreibungen und Lügen zu verbreiten wäre der Versuch, die Waffen des Soziopathen gegen ihn zu verwenden und --wie oben schon erwähnt-- dieser Versuch ist zum Scheitern verurteilt.

    Man kann den Menschen nicht helfen, man kann ihnen nur die eigene Meinung erklären. Wer die Berichte von der Bösartigkeit nicht glaubt, muss eben erst selbst erleben, wie ein Soziopath tickt. Die wenigsten glauben, dass es mitleidslose Menschen überhaupt gibt. Wenn Sie sich mit ihm abgeben wollen, ist das ihr Problem. Du musst Dich selbst schützen.
[1] Martha Stout; The Sociopath Next Door, Crown Archetype 2005, ISBN  978-0767915823
[1a] deutsch: Martha Stout, Karsten Petersen; Der Soziopath von nebenan. Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks, Springer Wien 2006, ISBN 978-3-211-29707-0
[2] Robert Hare; Without Conscience: The Disturbing World of the Psychopaths Among Us,   B&T 2009, ISBN 978-1-572-30451-2
[2a] Robert Hare; Gewissenlos. Die Psychopathen unter uns, 2005, ISBN 978-3-211-25287-1
[3] Paul Babiak, Robert Hare; Snakes in Suits: When Psychopaths Go to Work;  HarperBusiness 2007, ISBN 978-0-061-14789-0
[3a] Paul Babika, Robert Hare, Ingrid Proß-Gill; Menschenschinder oder Manager: Psychopathen bei der Arbeit, Carl Hanser Verlag, 2007; ISBN 978-3-446-40992-7
[4] Marie-France Hirigoyen; Michael Marx; Die Masken der Niedertracht: Seelische Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann Deutscher Taschenbuch Verlag 2002, ISBN 978-3-423-36288-7

Kommentare:

  1. Sehr guter Kommentar. Ich war selbst Opfer eines soziopathischen Kleinsektenführers und erkenne vieles in der Beschreibung wieder. Für die meisten Menschen mit Gewissen ist es einfach unvorstellbar, dass es Gewissenslose gibt, die sich noch dazu als clever und überlegen empfinden.

    Die einzige Therapie nach Erkennen eines soziopathen ist: Lauf weg, so schnell Du kannst.

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    1. Ich auch! Was kann man tun, um nicht erneut Opfer zu werden?

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    2. Erkennen, Umdrehen, Nicht auf die Spiele einlassen.

      Sie sind nicht heilbar, sie akzeptieren keine Argumente, sie kennen keine Reue und kein Gewissen. Wenn man in der "Opfergruppe" ist, bleibt einem nichts anderes übrig, als die eigene Aufmerksamkeit zu schärfen und rigoros durchzugreifen.

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  2. Mein herzlichstes Beileid, hoffentlich bist Du ohne große Blessuren da rausgekommen.

    Ob mein "Belästiger" ein Soziopath ist, weiß ich nicht. Ich hoffe nicht, er war aber auch so in jedem Fall mehr als ausreichend störend.

    Ich glaube, man muss diese Kälte, mit der Leute da fertiggemacht werden, einfach erlebt haben, um es zu begreifen.

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  3. Ich habe drei Jahre an der Seite eines solchen Menschen zugebracht. Erst heute weiß ich, was mit ihm nicht stimmte. So lange habe ich mir immer Gedanken gemacht, was mit mir nicht stimmte. Ich denke, ich werde mir jetzt Hilfe suchen.

    Danke für den Beitrag. Der trifft zu.

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    1. Ich habe mehrere jahre ( mit unterbrüchen!) mit einem solchen mann verbracht. Die grosse liebe, wie er sagte. Mein bauchgefühl und die erfahrungen mit ihm haben mir langsam aber sicher die augen geöffnet. Man kann/will es nicht wahrhaben, dass der mensch, den man liebt, so grausam und kaltblütig sein kann! Es ist ein schock, aber es ist hilfreich, wenn man für diese art mensch eine bezeichnung und beschreibung findet. Ich kann es besser fassen so. Sb

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  4. Ich habe mal noch etwas Literatur hinzugefügt, wenn sich jemand noch weiter informieren möchte.

    Sehr böse, aber interessant ist das Zitat bei Martha Stout zum Thema Soziopathie: Bei den Inuit sind solche Menschen (wenn man sie so nennen will) "zufällig vom Eis" gefallen (worden).

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  5. Danke für diesen Aritkel, vieles ist jetzt klarer und ich kann besser mit der Situation umgehen, so schlimm sie auch sein mag.
    Gefahr erkannt, Gefahr gebannt...

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  6. Unglaublich, ich erkenne meinen Exfreund bis aufs kleinste Detail wieder. Gott sei Dank habe ich nach wenigen Monaten schon meine Tasche gepackt. Ich hatte im Gefühl, dass er krank ist, denn so ist noch niemand mit mir umgegangen. Aber ich hab natürlich erst mal die Schuld bei mir gesucht. Und wenn ich ihn nicht durch Zufall bei einer Riesenlüge ertappt hätte- ich wäre zurückgegangen.
    Ich finde es unbegreiflich wie ich auf so einen Blender hereinfallen konnte, ich bin sonst eine sehr starke Persönlichkeit. Aber vielleicht war gerade das der Reiz für ihn, ob er mich wohl auch kleinmachen kann.
    Ich bin einfach fassungslos.

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  7. Ich wohne tatsächlich mit einem in einer WG.....dieses ganze Spiel geht jetzt schon seit fast einem halben Jahr....und so etwas nenne ich psychische Gewalt. Ich finde, Opfer von psychischer Gewalt sollten das Recht haben, ihre Peiniger anzuzeigen. Hätte ich das Recht, dann wäre ich gleich morgen früh bei der Polizei.

    Benjamin aus Hamburg

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  8. Nicht jeder "charaktergestörte" ist auch gleich ein Soziopath. Soziopathie ist quasi die Krönung des ganzen: Völlig ohne gewissen.

    Auf der andere Seite ist das für den Umgang mit solchen Menschen völlig egal: Sie verhalten sich immer und ausschließlich selbstbezogen. Und sie können einen allein mit psychischer Gewalt für immer "kaputt" machen. Und ich finde mehr als nur erschreckend, dass man sich erstaunlich schwer wehren kann.

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  9. Interessant.....und deckt sich vorwiegend mit meinen neuerlichen schmerzhaften Erfahrungen mit einem Soziopathen.
    Seit ich mich mit dem Thema beschäftige (zunächst meinte ich, es würde sich um eine Form der Borderline-Störung handeln) stosse ich unentwegt auf persönliche Erfahrungsberichte wie diese. Ich scheine nicht alleine zu sein. Welch ein Trost einerseits!
    Aber die Wahrscheinlichkeit auf einen Psychopathen unter 25 Erdenbürgern zu treffen, ist leider doch sehr hoch.
    Man kann es nicht fassen....man zweifelt an sich selbst. Es braucht lange, bis man seinem Bauchgefühl Gehör schenkt. Und im Nachhinein fragt man sich, warum man nicht schon längst Alarm geschlagen hat. Denn Anzeichen von "Abnormalität" gab es von Beginn an. Man hat es sich nur anders zu erklären versucht. Vom eigen Erleben aus! Es ist tatsächlich unvorstellbar, dass es derlei Gewissenlose gibt. Es gibt sie.....und sie richten großen Schaden an. Zerstören nicht nur materiell Existenzen, sondern auch psychisch. Sie zerreißen Familien, Freunde usw. Und das wirklich Gemeine daran ist, dass man Geduld aufbringen muss, bis die anderen die gleichen Erfahrungen gemacht haben und einem dann endlich Glauben schenken. Solange muss man auf seine eigene Rehabilitation warten. Es kann eine Weile dauern!!!! Diese Wartezeit ist hart und man braucht sehr viel Kraft, um als "Opfer" (ich mag dieses Wort nicht wirklich) den Kopf über Wasser zu halten. In diesem Sinne: Aufstehen, Krone richten, weitergehen ;-)

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  10. Die Borderline-Störung unterscheidet sich von der Soziopathiue dahingehend deutlich, dass der Borderliner Scham und Wut empfindet und dann durch eventuell assoziales Verhalten kompensiert. Der Soziopath ist hingegen völlig berechnend. Der Unterschied ergibt sich aber fast immer erst bei näherer Betrachtung und da ist es meist schon zu spät.

    Das Denken des Soziopathen (bzw. eigentlich alle "Charaktergestörten", wie George Simon) sie nennt, ist für die "normalen" unter uns völlig unbegreiflich. Wir können uns das gar nicht vorstellen. Nur mit dieser Selbstverleugnungsfähigkeit kann ich mir auch erklären, dass der Soziopath oft viele "Anhänger" um sich schart.

    Wenn man die Augen aber mal geöffnet bekommen hat, ist man für die Soziopathen höchst unangenehm, weil man ihre verdeckten Machenschaften in die Öffentlichkeit zerren kann.

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  11. Ein riskanter Artikel. Gut zu informieren, doch mit dem "Mit anderen absprechen" und "andere warnen" finde ich heikel. Klingt für mich nach einer Aufforderung zum Mobbing. Ich kenne ehrlich gesagt wenige Leute, die sich nicht irgendwann mal widersprochen haben. Solche Artikel führen schnell zu Überreaktionen.

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  12. Danke für diesen Kommentar. Ich habe mir die Freiheit genommen, die beiden letzten Punkte etwas zu entschärfen. Das mit den "Widersprüchen" war tatsächlich nicht eindeutig genug formuliert.


    Ich stehe allerdings dazu, dass es notwendig ist, sich Hilfe zu suchen. Ein geschickter Manipulator wird immer versuchen, sein Opfer zu isolieren. Die Überprüfung der eigenen Wahrnehmung durch einen Dritten kann helfen, die Selbstzweifel zu überwinden.

    Das man sich nicht in Paranoia hineinsteigern sollte, versteht sich von selbst. Aber auf der andere Seite sollte man einem Soziopathen auch alles zutrauen.

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  13. Eine wunderbare erhellende Beschreibung ! Endlich wissen wir (meine Frau und ich) was mit unserem Sohn los ist ! Seit vielen Jahren machen wir oben erwähnte Erfahrungen . Suchen deshalb eine Selbsthilfegruppe ! Gibt es so etwas ?

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    1. Wenn das Verhalten ihres Sohnes negative Auswirkungen auf Sie selbst hat (und das hat es vermutlich), würde ich persönlich raten, sich mit einem entsprechend geschulten Psychologen oder Psychiater zu besprechen. Der kann ihnen vermutlich im Umgang mit der Situation Ratschläge geben. Die meisten Bücher zum Thema stammen auch von forensisch tätigen Psychiatern/Psychologen.

      Wenn Ihr Sohn tatsächlich Verhaltensweisen wie die geschilderten zeigt und auch noch die entsprechende innere Einstellung hat, dann ist für sie vor allem wichtig, dass Sie sich von eventuellen Schuldgefühlen lösen. Ich kenne das Gefühl selbst. Man will einen Menschen eigentlich gern haben, ihm helfen und ihn schätzen, muss sich aber immer wieder eingestehen, dass man sich bei manchen Menschen damit nur selbst schadet.

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  14. Soziopathen sind auf der Suche nach trouble. Erschreckend ist, dass ich diese Persönlichkeitsstörung schon bei Kindern feststellen musste (3 jährige Berufserfahrung als Lehrerin). Lösungen gibt es nur ansatzweise.
    - Weglaufen, d.h. gezielt aus dem Weg gehen
    - Vorgeben besiegt zu sein (sie suchen dann nach einem neuen Tätigkeitsfeld)
    - andere sensibilisieren und aufmerksam machen, sich Hilfe suchen
    Letzteres lohnt sich schon, denn Soziopathen leben vom Schein. Wenn sie sich ausgegrenzt fühlen, werden sie alle Register ziehen um ihr Image wieder herzustellen. Andererseits kann es schwierig sein, denn in unserer aufgeklärten und liberalen Gesellschaft gibt es so viele Gutmenschen, die das Böse nicht wahrhaben wollen - bis zum Schluss.

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    1. Ich denke nicht, dass das was it "Gutmenschentum" zu tun hat, sondern mit Selbsttäuschung.

      Der Soziopath hat ja diese öffentliche Fassade. Er ist ja "ganz nett". Ich fand sehr interessant, wie viel Aufwand angeblich gesunde Menschen betreiben, um sich die Lügengeschichten einer Person "schönzureden", selbst wenn sie die Person kaum kennen. Da werden dann andere Leute regelrecht fertiggemacht, nur weil sie anderer Meinung sind.

      Daraus sprechen dann zwei Einstellungen: Eine gewisse Naivität gegenüber dem Tun und Lassen anderer und eine tiefsitzende, innere Unsicherheit, die sich in der Weigerung äußert, die eigene Position nicht hinterfragen zu wollen. Letztendlich sind solche Menschen das perfekte "Material" für die "bösen Verführer".

      "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

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  15. wenn so ein mensch ^entlarvt^ ist, muss er dann in phychatrische behandlung oder lebt er einfach weiter wie gehabt?

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    1. Solange er keinen nachweisbar durch ihn verursachten Schaden anrichtet (im Erzeugen von Schäden, bei denen die Schuld nicht so genau festgestellt werden kann, sind Soziopathen ja Meister), wird dem Betroffenen gar nichts passieren. Vor Gericht wird er --natürlich-- behandelt, wie jeder andere Straftäter.

      Eine Heilung ist bisher nicht möglich. Und eine Zwangseinweisung ist nur schwer druchzusetzen. Genau das ist das Problem: Die Soziopathen kommen oft mit ihrem Tun davon, weil sie immer neue Opfer und williger Helfer finden, die beide Augen vor seinem Tun verschließen.

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    2. Ja, ich hatte auch einen Soziopathen als Freund und sie kommen wirklich immer wieder mit einem blauen Auge davon. Selbst die Polizei und auch seine Mutter, die meinten, er gehöre fort gesperrt, doch bislang, da läuft er immer noch frei herum und ist mittlerweile dabei, die nächste Frau zu drangsalieren....

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  16. Danke für den Beitrag.Er hat mir die Augen geöffnet.Ich habe immer die Schuld bei mir gesucht,denn leider mußte ich so eine Erfahrung erleben durch meine eigene Tochter,die bei ihren Vater aufgewachsen ist.Heute ist sie 26 und ich habe mich vor 3 Jahren total von ihr getrennt.Erst vor kurzen habe ich erfahren,das sie es nicht nur mit mir so gemacht hat.Durch diesen Bericht ist mir so manches klar geworden,denn er trifft leider komplett auf sie zu.

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  17. Herzlichen Dank für alle Ihre Informationen. Sie sind gut zu verstehen und nachvollziehbar. Sie beschreiben lebensnah das Geschehen, das diese "verarmten" Seelen um sich herum erschaffen in bester Zusammenarbeit mit ihren "Statisten". Ich fand es deshalb besonders interessant, weil für mich im Nachhinein so Vieles klar wurde, das für mich im Geschehen selbst - als ich Statist war - wie ein undurchdringbarer Nebel erschien. Nichts war stimmig , vieles bedrohlich und alles schwer einzuordnen , das der "Drehbuchautor " mit seinem verdrehten Weltbild da verfaßt hatte. Aber... auch er gehorchte den Regeln seiner Schwäche ... Wenn man die Regeln kennt, läßt sich mit diesem Schauspiel umgehen ... als Zuschauer, der irgendwann vor Schluß den Saal verläßt!

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    1. Der "Nebel" in dem sich die "Statisten" (passendes Wort) da befinden, entsteht auch durch ein genau passend benanntes Verhalten des Soziopathen: Fogging.

      Es wird zwar immer alles wunderschön beschrieben, alles ist toll, die Welt ist schön, es gibt keine Probleme... Aber die Aussagen des Soziopathen bleiben immer merkwürdig unklar, blumig und nebulös. Will man sie auf Tatsachen und konkrete Aussagen festnageln, fangen Sie an zu wieseln. Sie wissen genau (im Gegensatz zum Narzissten, der glaube seine Lügen offenbar selbst), dass ihre Luftschlösser keiner Realitätsprüfung standhalten. Deswegen darf auch nicht hinterfragt werden und die Wahrheit wird hinter einem wabernden Nebel aus Lügen versteckt.

      Man muss das erlebt haben, um es zu verstehen. Und wenn man es verstanden hat, ekelt man sich nur noch.

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  18. @ Peter Wullinger 11. März 2013, 11.20
    Danke für Ihre Antwort.
    Ich möchte gerne etwas dazu bemerken: Diese Menschen haben es letztendlich schwer. Sie müssen viel Kraft aufwenden ( die sie sich bei anderen holen müssen, weil sie selbst nicht in der Lage sind Energie zu generieren!), um "ihre" Welt zu leben; sie sind niemals im Frieden mit sich und der Welt; sie leben nicht wirklich, sondern immer nur in einer Welt des Scheins und der Irrealität ... das kann nicht erstebenswert sein!
    Aber: Diese Menschen lehren uns, wenn wir das zulassen...! Ich habe gelernt daraus und ich weiß jetzt, was ich weglassen kann aus meinem Leben - das kann so ein innerlich verarmter Mensch meist nicht, denn er ist gefangen in sich selbst und kann somit noch nicht einmal frei entscheiden. Einer dieser Menschen hat mir etwas gegeben, das mir für mein Leben sehr zuträglich ist - und so stimmt doch die Bilanz wieder! Ich darf diese neue Erkenntnis leben - der in seiner Persönlichkeit Gestörte bleibt meistens zurück in seinem Sumpf, den er nicht verlassen kann.
    Somit darf ich dankbar sein für meinen Weg.
    Ich wünsche all denen, die sich als die vermeintlich " bösen Täter" im Leben zur Verfügung stellen, dass auch sie eines Tages ihren Sumpf verlassen können.

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    1. Man sollte sich aber auch nichts vormachen: Viele Soziopathen leben mit dieser Einstellung gar nicht schlecht, Robert Hare (siehe oben) spricht von perfekt angepassten "Sozialstraftätern", die sich in der Gesellschaft wie Parasiten verhalten.

      Natürlich kann man aus deren Verhalten sicherlich seine persönlichen Lehren ziehen (und sei es nur, dass es auf diese Art nicht gut gehen kann), aber das entsprechende Einsichtsvermögen ist beim Soziopathen nicht vorhanden. Für ihn ist das "normale" Leben genauso ein Gräuel wie für Nicht-Gestörte das dauernde Leben in einer Scheinwelt.

      Die Erkenntnis, dass ein Betroffener "kopfkaputt" ist, wiegt für mich leider die Tatsache nicht auf, dass die Strategie von Soziopathen in Bezug auf deren Ziele (Macht, Geld, Dominanz) oft nur allzu erfolgreich ist.

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    2. Ich lebe leider mit jemand der auch so ist und er schaft es immer wieder, das ich nicht wütend sein kann,seine mitleiderreger manipulation ist ja irren und man kann schlecht nein sagen,er gehe so weit in drama bis er sogar auf verhungern sich stelle.

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  19. @ 12.3.2013 15.02
    Das alles wollte ich sicherlich mit dem, was ich schrieb, nicht in Abrede stellen.
    Allerdings gebe ich noch einmal zu bedenken:
    Soziopathen sind Sozialstraftäter- sie werden allerdings ihr
    Be(s)tätigungsfeld nur so lange "bespielen" können, wie Unwissende, Naive, Illusionisten ( auch im Guten gedacht), Leugner, Bedürftige, die ganz Normkonformen u.a. diesen Menschen die Chance dazu lassen...

    Es nützt nichts ( in meinen Augen) , wenn man diese Täter und deren Taten beklagt ( im doppelten Sinne), wenn man weiß, dass diese Menschen nie und nimmer therapeutische Hilfestellung erfolgreich in Anspruch nehmen werden. Die einzige Möglichkeit ist zum jetzigen Zeitpunkt (und die Soziopathie, Narzissmus und andere Störungen schicken sich an zu blühen!), dass die Gesünderen und weniger Gestörten (wirklich Gesunde gibt es wohl kaum) lernen, sich zu schützen und sich eben nicht involvieren (lassen).
    Dann muss ich vielleicht in Kauf nehmen, dass ich nicht überall mitmachen kann..... na und...! Die Tür zum Spielzimmer von Macht, Gier, Geld etc. kann ich doch geschlossen lassen - die Schwelle muss keiner übertreten.
    Auch der sich zur Verfügung stellt und immer wieder sich als und sein Opfer beklagt, hat Verantwortung für sein Tun und auch für sein Unterlassen.
    Da sind sie wohl voraus - die Soziopathen ! Sie haben erkannt, dass es Menschen gibt, die sich Fremdverantwortung zuschieben lassen, die sich opfern, sich benützen lassen ... und sie nützen ihre Erkenntnisse aus.
    Den fruchtbaren Boden für diese Gewissenlosen (sie haben es eben nicht!) bilden wir - die mit anderen Fähigkeiten ausgestatteten Menschen, die eine unsoziopathische Fähigkeit haben ... zu verändern!
    Aber eben nicht die Soziopathen.

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    1. Das ist natürlich wieder völlig korrekt. Wir lassen zu, dass der Soziopath sein Spiel treibt.

      Allerdings ist es deshalb auch wichtig, über die gestörten Denk- und Verhaltensweisen der Betroffenen aufzuklären. Nur wenn man das Problem auch erkannt hat, kann man sich bewusst zu machen, dass die Umgebung des Soziopathen seine "Ermöglicher" darstellen. Er kann das Spiel nicht ohne willige, bzw. blinde Helfer spielen.

      Und der "Soziopath von nebenan" ist leider nicht unbedingt so weit weg, wie man es gerne haben möchte. Er verbirgt sich möglicherweise im Bekanntenkreis und trat bisher einfach noch nicht ins Bewusstsein.

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  20. Der Bericht war so gut, dass ich erschrocken bin, als ich fast wortgetreu Sätze las, die mein Ex (ein sehr gestörter Mensch und Soziopath) von sich gegeben hat.
    Ich habe nach einien Monaten gemerkt, dass mein damaliger Partner eine gestörte Persönlichkeit hatte. Als ich ihn eines Tages mit der "Wahrheit" konfronitierte, die ich über ihn herausfand und die so gar nicht zu dem Bild des "Konservativen, lieben Beschützers passten) ging er mir an die Gurgel und drückte zwei Mal fest zu. Nur durch Totstellen konnte ich mich retten. Später behauptete er bei der Polizei, ich hätte ihn angegriffen, ich sei gemeingefährlich, ich gehöre in die Klapse usw. Alles, was ich besaß aus 30 Jahren Berufsleben mir gekauft hatte oder geschenkt bekam, hat er gestohlen, indem er es unterschlagen hat und mir "Hausverbot" erteilte. (Er war Eigentümer und ich hatte kein verbrieftes Wohnrecht) Eine lange Geschichte. Eine Höllenfahrt. Heute lebt der Soziopath mit einer Frau zusammen, die ebenfalls gestört ist. Allerdings auf eine sehr introvertierte Art und WEise. Sie ist unterwürfig wie ein dressierter Hund, verhält sich still und tut alles, was er will. Ich denke, da hat sich Topf und Deckel gefunden. Ich mache mir nur Sorgen um die Frau, wenn die mal anfängt, einen eigenen Willen zu entwickeln oder ihre Meinung zu sagen. Ich denke, sie ist dann in ernsthafter Gefahr. Ich glaube ja, dass solche Partner (devot) die bei einem Soziopathen bleiben, selbst viel Aggression in sich tragen, aber sich nicht trauen, die nach aussen zu zeigen. Es tut ihr Partner für sie "stellvertretend". Es ist eine Art Hörigkeit, die in gegegenseitiger Tyrannei endet oder in der völligen Loslösung Selbstaufgabe des Partners eines Soziopathen.
    Der Artikel hier hat es jedenfalls in dieser Kürze dennoch sehr gut auf den Punkt gebracht.
    Ich wäre sehr dafür, dass endlich mal in den Schulen "Psychologie" als Pflichtfach eingeführt wird.
    Da liesse sich präventiv sicherlich schon vieles zum Guten wenden.
    Wichtiger Hinweis: Psychopathen (also die echten..) sind tatsächlich nicht therapierbar. ABER man kann sie im Zaum halten, wenn sie merken, sie haben kein leichtes Spiel mehr mit niemandem, weil alle Bescheid wissen ;-) Dann ziehen sie sich zurück und können nicht mehr so großen Schaden anrichten.

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    1. Sich vom Soziopathen räumlich und emotional zu trennen ist wohl die einzig gangbare Möglichkeit, ihn loszuwerden. Wo er keinen fruchtbaren Boden für seine Machenschaften findet, zieht er weiter (natürlich zu den nächsten Opfern).

      Das mit den "unterwürfigen Mädchen" (von seiner Umwelt treffend als 'seine Mädels') bezeichnet, kommt mir mehr sehr, sehr bekannt vor. Und es findet sich immer wieder eine Dumme, die sich in ihrer eigenen Störung dann die Situation auch noch innerlich schönredet.

      Überhaupt kann ich nur zustimmen: Beim Lesen der angegeben Literatur findet man teilweise die Sätze, die man gehört hat, fast wörtlich wieder. Es ist immer dieselbe primitivste Masche. Im Nachhinein konnte ich auch kaum glauben kann, dass man dem auch selbst ein wenig aufgesessen ist. Dabei ist allen Aussagen des Soziopathen die Falschheit und Skrupellosigkeit regelrecht auftätowiert.

      Wussten Sie übrigens, dass ich meinen "Belästiger provozieren" und wegen "meinem empfindlichen Nervenkostüm" "keine Ruhe geben könne"? Bis heute gibt es allerdings keine Anzeichen, dass er mit einen wiederholten Straftaten im öffentlichen Raum aufgehört hat.

      Da wird durch die Blume mitgeteilt, dass er das arme Opfer der Umstände sei. So zugekleistert von den Lügengeschichten des Soziopathen nehmen auch vermeintlich intelligente Menschen die Realität plötzlich außerordentlich seltsam wahr.

      Ich bin inzwischen längst davon überzeugt, dass Opfer von Soziopathen alle ihre eigenen Defizite durch das Bild kompensieren, dass sie auf den Soziopathen projizieren. Er dieser gibt willig die Leinwand, weil er genau weiß, dass er sein Opfer dadurch hörig bekommt. Alle Opfer eines Soziopathen sind also willige Selbstverleugner und der Soziopath ist für sie nur eine Möglichkeit, der Konfrontation mit sich selbst zu entgehen.

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  21. erbärmlich...da beschweren sie sich doch tatsächlich, dass ein anderer sie, in seiner unendlichen güte, zu formen versucht. immer diese amateure, die ihr handwerk nicht verstehen und dadurch ihren meistern das leben schwerer machen....unsere herde muss sich offenkundig etwas ausdünnen, wenn die großartigen unter uns weiterhin großartig bleiben wollen.

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  22. Ich war einige Zeit mit einem Soziopath zusammen, was eine der schoensten und gleichzeitig die schlimmste Zeit war. Er log mich andauernd an bis ich es bemerkte und rausfand, dass er verheiratet war und zwei Kinder hatte. Dann war er noch viel aelter als vorgegeben.
    Dieser Bericht passt 1 zu 1 zu ihm. Es ist unglaublich wie glaubwuerdig diese Menschen wirken und man alles glaubt, was uns vorgesagt wird. Er spielte mir alles vor,wie sehr er mich liebe und hatte nebenbei vielleicht noch 10 andere. Ich versteh nicht wie ein Mensch, wo genau weiss dass es falsch ist,solch etwas zu leisten, dennoch Weiterfuehrt!?

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    1. Meinst Du mit demjenigen, der genau weiß, dass hier nur ein Lügenspiel gespielt wird, den Soziopathen selbst oder den vom Soziopathen co-abhängigen, sprich sein "Opfer"?

      Der Soziopath weiß, dass sein Verhalten für andere nicht akzeptabel ist. Aber es ist ihm egal, solange er damit durchkommt und davon Vorteile hat. Dass insgesamt die Bilanz für alle negativ ist, ist dem Soziopathen egal oder er argumentiert sich das weg.

      Die Co-Abhängigen stehen vor dem Wald und machen die Augen zu, weil sie die Bäume nicht sehen wollen. Selbsttäuschung ist eine erstaunliche Fähigkeit, die jeder Mensch hat, die einem aber auch immer erst zu spät als solche auffällt.

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    2. Verstehe ich das jetzt Richtig?

      Jeder, der eigentlich klar denken kann, weiß womit er zu tun hat.
      Obwohl diese Leute erst sehr nett rüber kommen.

      Diejenigen, die Oberflächlich denken, wenn sie von solch einer Person, was erzählt bekommen, merken es nicht so schnell.

      Aber, diese Personen, die diese Art haben, wissen es auch?

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  23. Ich wohne in einem kleinen zwei Parteien Haus und meine Nachbarin ist eine Soziopathin, wie sie im Buche steht! Mir wurden, zum Glück einerseits, schnell die Augen geöffnet über diese antisoziale Person. Andererseits kann ich nicht weg rennen, weil ich viel Geld und Nerven in meine Wohnung investiert habe und meine finanziellen Ressourcen erstmal futsch sind. Also habe ich mich über Soziopathie belesen und mich bei Psychologen informiert. In der Tat nehme ich einmal in vier Wochen psychologische Hilfe in Anspruch, um mich selbst vor den Auswirkungen dieser endlosen Niedertracht schützen zu lernen.
    Ich meide jeden Kontakt mit ihr und reagiere auf sein Ansprechen höchstens mit einem verneinenden Kopf-wegdrehen. Die verbalen Provokationen, Kränkungen und Unverschämtheiten, die sie quer durch den Garten schimpft kann ich inzwischen gut NICHT auf mich Beziehen und reagiere darauf auch nicht.
    Es ist wirklich so, wie in der Fachliteratur beschrieben: Alle ihre negativen Eigenschaften projiziert sie auf das jeweilige Objekt ihrer Aggressionen. Fast alle Nachbarn waren schon mal dran und jetzt bin ich es eben.
    Das große Problem sind ihre Anhänger: ihr Lebenspartner und, um die Ecke wohnend, der Vermieter. Die hetzt sie wegen allem möglichen Unsinn auf mich und viele Dinge, die eigentlich mietvertraglich geregelt sind, stellt sie immer wieder in Frage. Sie knallt mit der Peitsche und der Vermieter springt. Oder geht zum Anwalt und versucht mich zu verklagen.

    "Alle Opfer eines Soziopathen sind also willige Selbstverleugner und der Soziopath ist für sie nur eine Möglichkeit, der Konfrontation mit sich selbst zu entgehen." (धकऍ)

    Genau das trifft auf ihre Anhänger zu.
    Keine der Personen hat mehr Kontakt zu seiner Familie. Man schützt die Nachbarin wie eine Bienenkönigin (sie lebt in der Tat parasitär) und an ist sich ansonsten selbst genug.
    Ich bin der Störenfried und kann derzeit nicht wirklich einschätzen, wie hoch das Bedrohungspotential ist und wie weit man gehen würde. Das ist blöd...
    Kann mir Jemand was Beruhigendes schreiben?

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    1. Hi, wie bist du denn zum Opfer geworden? Nur weil du in der Nachbarschaft gezogen bist?
      Den die sollen doch erst sehr nett wirken und freundlich sein.

      Bei mir ist es ganz anders, da ich auch kein Fachmann bin, kann ich auch nicht behaupten, daß diese Dame diese Abnorm hat. Laut dem was im Internet sthet, paßt es nur zu gut. Weiß auch leider nichts von ihrem Umkreis. Das würde mich einerseits doch interessieren, wie diese Dame durchs Leben geht. Sie wohnt weiter weg. Eine Frau, die sich mit diesem Thema sehr auseinander setzt, hat mich darauf gebracht. Ich habe ohne zu wissen, daß sie sich damit beschäftigt, ihr von der Dame erzählt.

      Bei mir ist halt das Problem, daß mein Mann vor meiner Zeit ein Verhältnis mit ihr hatte. Sie ihm lange noch hinterher telefonierte, als wir schon zusammen waren. Dann hatten wir Geheimnummern. Aber da mein Mann, weil ich mit Todesfälle in meiner Familie zu kämpfen hatte, sich vernächlässigt fühlte, angelblich nur Mailmäßig, wieder auf sie eingelassen hat.
      Diese hab ich dann irgendwann mal gefunden, weil er die Seite offen gelassen hat.

      Um mehr raus zu finden, hatte ich mit ihr Kontakt und da kamen Zitate, da hat man nur mit den Ohren geschlackert.

      Klar, ich könnte dieser Dame aus dem Weg gehen. Da sie aber im Internet sehr vertreten ist, kann ich von ihr jederzeit lesen, bzw. auf ihren Seiten hat sie auch Gedichte, die für meinem Mann sind. Wenn sie doch angeblich auch damit abgeschlossen hat, warum läßt sie diese drin. Aber wie man auch lesen kann, gibt es für solche Menschen kein Ende und das macht mir Sorgen.

      Aber dir ein Tip geben ist schwierig, was ich bis jetzt drüber gelesen habe, sollte man sich weit weg entfernen von diesen Leuten. Allerdings, ist deine Dame dafür bekannt, dann weißt du doch, wie die Leute denken. Oder?

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  24. Richtig, die Nachbarin war erst nett und hat mich regelrecht überredet dort hin zu ziehen. Die Konditionen waren super! Schon in der Umbauphase wurde sie zunehmend unfreundlicher. Neid war wohl der Auslöser. Dann habe ich mich ihren Unterwerfungsversuchen widersetzt.
    Im Nachhinein, nachdem ich mich über Soziopathie belesen habe, hätte mir auffallen können: Sie war anfangs zu freundlich, hat mich regelrecht umschleimt, Geschenke und Komplimente gemacht und war sehr anhänglich bis aufdringlich. Dann hat sie mich zunehmend beschimpft und mit Anrufen terrorisiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass sie ihre Beschimpfungen regelrecht teilnahmslos herunterleiert! Als ob sie sie gerade von einem Blatt abliest. Schließlich brachte sie die kleine Schaar ihrer Anhängerschaft auf Kurs - gegen mich. Diese, allen voran der Hausbesitzer, traktieren mich mit ungeheuerlichen Schäbigkeiten. Juristisch sind die Vorwürfe und Kündigungsversuche nicht haltbar. Aber es ist zermürbend, wenn ich regelmäßig zum Anwalt gehen muss. Obendrein herrscht verkehrte Welt, denn der Hausbesitzer ist der Ansicht, ich wolle ihm das Leben schwer machen und würde hier nur Schäden anrichten. Er lässt sich wegen allem möglichen Unsinn aufhetzen und schimpft mit mir herum. Es sind alles unhaltbare Dinge, die Jeder mit normalem Verstand auch unter Unsinn verbuchen würde. Nur lässt er sich eben aufhetzen, benutzt nicht seinen Verstand und verwahrt sich auch nicht gegen die Hetzerei. Ein kleiner Trost ist die Tatsache, das alle Nachbarn die Frau und ihre kleine Anhängerschaar meiden, weil man schon genügend Schäbigkeiten seitens dieser Frau erleben musste oder sogar selbst mal die "Sau" war, die durchs Dorf getrieben wurde.
    Bin noch am überlegen, ob ich die Situation hier aussitzen und meine nicht unerheblichen Investitionen abwohnen soll, weil die Hauptpersonen ziemlich alt und/oder körperlich krank sind. Noch was: Ich gehe der Frau aus dem Weg und reagiere nicht auf sie. Dem Hausbesitzer gegenüber bleibe ich höflich und freundlich, denn der ist eigentlich noch schlimmer dran als ich. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Anhänger/Opfer von Soziopathen sich um jeden Preis weigern, die Tatsachen anzuerkennen und sogar ihr eigenes Gedächtnis neu schreiben würden. Hauptsache alles stimmt mit den Lügen und Intrigen der Soziopathen überein! Grausam!

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    1. Denk daran, todgeglaubte Leben länger.
      So mit dem Hausbesitzer stelle ich mir das bei dem Mann von meiner Dame vor, obwohl ich den schon am Telfon wimmernt erlebt habe, er bleibt bei ihr.
      Diese besagte Dame wollte auch unbedingt meinen Kontakt und ich ihren, aber um mehr raus zu bekommen, ob da mehr lief als nur Mails. Sie wollte mich verletzen.
      Wenn mich die Bekannte nicht drauf gebracht hätte mit der Soziopahie, wäre ich immer nur im Glauben gewesen, die hat ein anders Denken.
      Kennst du die 10 Anzeichen eines Soziopathen? Google mal unter Anzeichen und die Sachen paßten voll. Sie hat Anhänger, also weiß vieles auch, weil die im Internet sehr vertreten ist. Sie war sowas von erstaunt, daß ich so viel raus bekam. Soziopathen wimmern auch gerne rum, alles ist bei denen Schlimmer.
      Aber irgendwie interessiert mich das Umfeld von ihr. Was da wirklich ab geht, ob ich Recht habe.
      Und denke dran, die habe keine Gefühle, kennen keine Liebe, können nie zu frieden sein. Da haben wir eigentlich ganz großes Glück, auch wenns mal weh tut.

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  25. Die zehn Anzeichen für Soziopathie kenne ich wohl. Bis auf die wahllosen Sexualkontakte trifft alles auf 'meine' Soziopathin zu.
    Du hast Recht, Totgesagte leben länger. Aber man sagt auch, dass man nichts beschreien soll, sonst trifft es ein.
    Eigentlich finde ich, genau wie du, das Umfeld viel interessanter. Gestandene Männer machen sich wegen ihr zum Kasper. Sie hat ihrem Mann den Kontakt zu seinen Kindern und Enkeln vollkommen zerstört. Selbst Telefonate sind nicht möglich. Ihre eigene Familie kommt nie (!) zu Besuch und Nachbarn trauten sich bisher nicht auf das Grundstück zu kommen, wenn ich mal eine Einladung zum Kaffee ausgesprochen habe. Ich sollte lieber zu denen kommen. Warum kann man solche Menschen nicht einfach weg von 'normalen', friedliebenden Menschen bringen?

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    1. Jetzt möchte ich hier Doch etwas moderierend eingreifen. "Weg bringen von Normalen" ist für mich nämlich hart an der Grenze. Ich würde da im Mäßigung bitten, denn diese Denkweise ist genau die, die Soziopathen so ekelhaft macht.

      So nebenbei: Was sie mit anderen anstellt, kann Dir völlig egal sein. Es schürt bei Dir nur die Angst und erhöht die emotionale Belastung. Und genau das ist es, worauf so "gestörte" (ich unterstelle da keine Soziopathie) Menschen aus sind: Manipulation der Umwelt durch Machtmittel.

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    2. Die Kritik ist angekommen. Ich bitte im Nachhinein um Verständnis für meine harschen Worte, denn 'meine' Soziopathin handelt auf existenzbedrohende Weise gegen mich und ich habe nur unter großen finanziellen Verlusten die Möglichkeit von hier weg zu ziehen. Es kann mir deswegen nicht egal sein was sie mit anderen anstellt, weil einer der Beiden mein Vermieter ist. Dieser hat mir nicht nur bereits fristlos gekündigt, was ich anwaltlich abwenden konnte, sondern er droht auf Wunsch 'meiner' Soziopathin meinem Lebensgefährten mit Hausverbot, droht mir den Garten weg zu nehmen, sperrt das Gartenwasser, verbietet mir den Kellerausgang in meinen Garten zu benutzen, schreibt Abmahnungen für die der Ehemann 'meiner' Soziopathin Zeuge sein will. Dies sind nur einige der Schäbigkeiten, die sie veranlasst hat - mit Ansage auch noch! Also sie droht mir Einschränkungen an, die der Hausbesitzer kurz drauf schriftlich und gelegentlich auch noch anwaltlich bestätigt. In so fern kann es mir schlechterdings egal sein, was sie mit ihrem juristischen Halbwissen initiiert. Bisher sind alle Aktionen juristisch ins Leere gelaufen. Aber es kostet mich zu viel von meiner Aufmerksamkeit und, überhaupt, von meiner Lebenszeit. Aber, lieber Moderator, auch da hast du wohl recht, nur ich kann meine emotionale Belastung steuern. Darüber werde ich heute abend noch nachdenken.

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    3. Ich habe das mit der emotionalen Belastung auch erst nach Jahren gelernt. Und so ganz legt man solche Empfindlichkeiten wohl auch nie ab. Gottseidank, sonst wäre man so eine kaputte "Maschine" wie die Problemmenschen, die einem auf den Nerven herumtanzen.

      Dein Vermieter macht sich zum willigen Erfüllungsgehilfen einer Person, die offensichtlich irgendein Bedürfnis hat, Dich zu demütigen, oder sogar allgemein irgendjemand zu demütigen.

      Aber mal als Frage: Wenn in den Anschuldigungen, die zu der Abmahnung führt, jeweils derselbe Zeuge auftaucht, sich diese aber dann immer wieder zerschlagen, dann ist das doch Verleumdung. Ich hätte das ja längst mal zur Anzeige gebracht. Damit führt sich der Vermieter als williger Gehilfe bei Straftaten auf. Der tut mir dann ganz und gar nicht mehr leid.

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  26. Komisch, was mit meiner Dame jetzt los ist. Habe ihr geschrieben, daß ihr Verhalten und ihre Aussagen zu einer bestimmten Sache passen. Habe diese nicht beim Namen genannt, da ich kein Arzt bin um eine Diganose zu stellen. Sagte nur, daß es paßt. Sie hat jetzt die Gedichte, die sie für meinen Mann schrieb aus ihrer Webseite gelöscht.

    Aber, was ich eigentlich noch wissen will. Vielleicht weiß das jemand?
    Kann ein Mensch mit so einer Krankheit leben, ohne es jemals zu merken bzw. zu wissen?

    Also, meine Dame soll mal in Theraphie gewesen sein, weiß aber nicht warum. Aber, wenn sie diese Abnorm hätte, würde ein Fachmann sie erkennen, auch wenn sie wegen etwas anderem da wäre???

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    1. Ich denke mal, es gibt genügend "gestörte" Menschen, die sich Ihrer Störung niemals bewusst werden. Das gilt insbesondere dann, wenn sie immer eine Möglichkeit gefunden haben, die Auswirkungen des eigenen Fehlverhaltens wegzuargumentieren.

      Auf der anderen Seite: Mir ist inzwischen eine ganze Reihe von Menschen begegnet, die in der Lage sind, die Folgen Ihrer Handlungen regelrecht auszublenden. Dem Soziopathen sind die Auswirkungen seiner Aktionen auf andere EGAL, solange er zum Ziel kommt. Aber viele sind auch einfach nur ignorant und gerade das Internet macht es vielen einfach, sich emotional zu distanzieren.

      Lt. einer gewissen Person bin ich z.B. ein "hasszerfressener, bösartiger Mensch, der in seiner kleinen Welt ohnehin nichts begreift". Damit ist alles was von mir kommt (und wäre es ein Selbstmordversuch) nur Teil meiner intriganten Art. Hätte sich die Betroffene die Auswirkungen Ihrer Handlungen damals bewusst gemacht, wäre sie nämlich zusammengebrochen. Die Verantwortung von sich zu weisen, ist hier also eine Schutzfunktion.

      Was man nicht weiß (bzw. nicht wissen will), das macht einen auch nicht heiß.

      Das hat aber dann auch mit Soziopathie nicht mehr viel zu tun. Nicht jeder, der sich in einer Situation mitleidslos brutal zu verhalten scheint, ist auch gleich ein Soziopath. Beim Soziopathen sind diese Aktionen BEWUSST geplant. Es gibt aber auch Menschen, die --Verzeihung-- so völlig Knorke im Kopf sind, dass sie gar nicht begreifen, was sie da abziehen.

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    2. Nein!!!!!! Kann ein Arzt oder Therapeut erst bei gewisser Einsicht nach langer Behandlung erkennen. Das ist ja das fatale.

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  27. Was hier so zum guten Teil geschrieben wird, bezeichnet ein recht interessantes Phänomen: Ungenauigkeit der Sprache in Kombination mit Unkenntnis der Materie.
    Alles und jeder der einem nicht passt oder einen mal (subjektiv betrachtet) mies behandelt hat, wird hier als "Soziopath" abgestempelt. Das ist einfach, bequem und kostet ja auch nix.
    Die Antisoziale Persönlichkeitsstörung ist eine sehr selten auftretende Form der Persönlichkeitsstörung und die Wahrscheinlichkeit, dass alle "Opfer" die hier schreiben es tatsächlich mit einem waschechten "Soziopathen" zu tun hatten, ist gering. Möglich ist es natürlich schon, aber eher unwahrscheinlich.
    Ich selbst wurde mit BPD und NPD diagnostiziert und würde von manch einer "zarten Seele" hier vermutlich auch für einen "Soziopathen" gehalten werden, obwohl ich das definitiv nicht bin!
    Egozentrik, Eigensinnigkeit, Reizbarkeit, Agressivität und ähnliche Kriterien scheinen manch einem hier schon auszureichen, um einen als "Soziopathen" abzustempeln.
    Ich persönlich finde es traurig, dass derartige Worte völlig schwammig und lapidar für jeden Mist Verwendung finden, der einem an anderen Leuten nicht passt.
    Setzen! 6!

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    1. Ich vermute, das Geburtstagsparadox und die Folgen sind Dir wohlbekannt. Daher ist meiner Ansicht nach Deine Behauptung mit Vorsicht zu genießen. Wenn jeder 30gste (oder auch nur 40gste) dissozial (Dunkelziffer vermutlich wesentlich höher) gestört ist, ist die Wahrscheinlichkeit, einem Betroffenen zu begegnen sogar relativ hoch.

      Dies ist natürlich dennoch kein Hinweis darauf, dass es bei den in den Kommentaren Beschriebenen um Soziopathen handelt, und dieses Urteil (eigentlich: diese Diagnose) steht den Betroffenen auch nicht zu. Ich kenne nur eine Person, bei der ich eindeutig Soziopathie vermute, dort sind aber auch alle Diagnosekriterien ausgeprägt vorhanden.

      Ich frage mich bei einigen Beiträgen schon auch, wie viel hier "herbeigeredet" wird und wie viel bei einer objektiven Betrachtung noch übrig bleiben würde. Das tut der Tatsache aber keinen Abbruch, dass es eine wachsende Zahl von Personen mit einer gestörten "Narzissmus-Dimension" gibt, gegen die man sich schwer zur Wehr setzen kann, wenn man sich nicht klar macht, welche (gestörte) Denkweise hinter derartigen Verhaltensweisen steckt.

      Ich würde viele Merkmale in den Diagnosekriterien als Ausprägungen auf einer Skala ansehen. Eine klare Abgrenzung ist schwierig und auch die klinische Diagnostik tut sich hier schwer.

      Meiner Erfahrung nach konstruieren sich Narzissten zum Beispiel im Laufe Ihres Lebens langsam eine Welt, in der sie das Recht haben, auf andere herabzuschauen und diese zu misshandeln. Narzissmus wird ohne Einsicht des Betroffen auch regelmäßig schlimmer, so dass irgendwann die eventuell vorhandenen Reste Ihres Mitgefühls immer weiter in den Hintergrund treten. Dann ist der schwer gestörte Narzisst vom dissozial gestörten auch klinisch nur noch schwer zu unterscheiden.

      Für den Umgang mit den Betroffenen ist es fast durch die Bank auch irrelevant, ob man es mit einem (malignen) Narzissten, einem Soziopathen oder einfach nur einer Person mit sehr speziellen Sozialstörungen zu tun hat.

      Die angemessene Reaktion ist (leider) in jedem Fall, sich von den Betroffenen nach Möglichkeit zu distanzieren und sich mit allen (legalen) Mitteln gegen deren Übergriffe (sofern es welche gibt) zur Wehr zu setzen. Einen Narzissten muss man leider entgegen dem eigenen Wunsch zur "Besänftigung" regelmäßig eher hart zurück in seine Schranken verweisen, weil dieser leider dazu tendiert, Grenzen zu überschreiten, wo auch immer er damit durchkommt.

      Die Diagnose kann man getrost Leuten überlassen, die dafür bezahlt werden. Wichtig ist vor allem, dass man sich klarmacht, dass durchaus die Möglichkeit besteht, dass das schädliche Verhalten des Gegenübers ihren Grund durchaus einer schweren, psychischen Störung haben kann.

      Insofern: Womit argumentierst Du, dass Du kein Soziopath bist? ;)

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    2. Hallo.... es geht hier vor allem um die pathologische Gewissenlosigkeit und um das Fehlen jefglichen Mitgefühls!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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    3. und natürchlich geibt es immer menschliche charakter verfehlungen, doch diesen tut es meist leid egoistisch und unachtsam gewesen zu sein... den pathologischen Soziophaten aber nicht.... dies ist der Unterschied!!!!!!!!!!!!!!!

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  28. Ja ich bin nur zufällig auf diese Seite gestoßen und ich sehe es ganz genauso wie alle anderen hier, die Soziopathen zum Opfer fallen! Ich war 20 Jahre mit einem sehr charmanten, ganz lieben Menschen verheiratet, angeblich. Ich erinnere mich immer wieder an den "Kachelmannprozess", so ein gutherziger, liebenswürdiger Moderator, den ganz Deutschland liebte. Ja o.k. man konnte ihm nichts nachweisen und die fragwürdige Dame war ja auch nicht ganz .......... Aber trotzdem ist es ja so, dass diese liebenswerten Menschen mehrere Doppelleben führen. z.B. verheiratet sind, Kinder, Haus, Jobs haben und in anderen Städten dann die feste Freundin sitzt, oder mehrere Freundinnen in verschiedenen Städten. Er angeblich schon geschieden ist und dieses Spiel geht dann solange, bis eine der Frauen sich auf den Weg macht und plötzlich vor der Haustür steht. Gutes Hintergrundwissen vortägt, obwohl die Adresse nicht öffentlich war und man zu Hause eine Geheimnummer hatte, darüber muss ich heute noch lachen, weil eine bessere Tarnung als der Familie eine Geheimnummer zu verpassen, gibts garnicht. So kann ja auch niemand anrufen, das ist ja ideal. Und dann gibts 10 verschiedene Kreditkarten, wo man ja auch die Konten garnicht alle kennt und da wurden sogar für jede Geliebte ne neue Telefonnummer angeschafft, von einem anderen Provider, ich wunderte mich immer, warum wir so viele angeblich ausgediente Handíes im Haus hatten, die im Keller und im Büro usw. in Schubladen ausgeschaltet rumlagen. Und dann diese Geschäftsreisen, die angeblich immer so wichtig waren und ab und zu bekam ich dann eine Telefonnummer von einem Hotel, manchmal nicht. Da wurde dann über Handy telefoniert usw. Hallo Schatz, wie war Dein Tag, ich bin gerade aufs Zimmer gekommen und gehe gleich Duschen und dann habe ich noch ein Meeting mit meinem Chef usw. Heute würde ich sagen, dieser Mann war garnicht weit weg, irgendwo in einem Vorort oder so und ist rausgegangen um zu telefonieren oder sowas. Bevor alles aufflog, hat man ja so komische Bauchgefühle und äußert diese auch. Ja plötzlich sollte "ich" zum Psychiater, weil mit "mir" ja was nicht stimmt und ich wäre krank. Interessant! Gut, dass ich stark geblieben bin und die Sache ausgesessen habe und gewartet habe auf irgendeine Bestätigung von außen, die ja dann auch nach 1 Jahr kam. Dann flog alles auf und er wart nie mehr gesehen. Plötzlich liebte er mich auch nicht mehr, interessant! Dann kamen so Heulattaken am Telefon von ihm so drei Mal und wenn ich mir dann Sorgen machte, rief ich ihn am nächsten Tag an, um zu fragen wie es geht, dann bekam ich zu hören, würde ihn nicht interessieren und mein Geschwätz usw. Mir war dann klar, er tat sich maximal nur selber leid in dem Moment und im Grunde war das ein Versuch sich reinzuwaschen, was am nächsten Tag keine Bedeutung mehr für ihn hatte. So war das und das war nicht schön, wenn man in so einem Chaos plötzlich steht. Tja

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    1. Beim Fall "Kachelmann" wäre ich mit meinem Urteil sehr vorsichtig. Da ist alles andere als klar, wer da wo wie gelogen hat. Ihn als "Soziopathen" hinzustellen, kann auch ein sehr geschickter Schachzug der Betroffenen gewesen sein.

      Ob sich die Betroffene hier jetzt ernsthaft mit den Tatsachen auseinandergesetzt hat oder ob es sich um ein geschicktes Schauspiel handelt, ist nämlich keineswegs klar. Das "arme Mädchen als Opfer des ach so böses Mannes" funktionert leider viel zu häufig. Wenn ich Deinen Text lese, erwartest Du von Kachelmann ja regelrecht, dass er seine Unschuld beweist. Damit hätte das vermeintliche Opfer ja bereits das Ziel erreicht, Kachelmann in der öffentlichen Meinung zu demontieren, sie hätte sich "gerächt". Es wird also in beide Richtungen ein Schuh daraus.

      Insofern: Bitte keine haltlosen Verdächtigungen. Der Trick der "Perversen" (Zitat Marie France Hirigyoen) ist es ja gerade, die Emotionen und Meinungen der anderen für die eigene Zwecke zu manipulieren; möglichst so, dass diese es gar nicht merken.

      Zu Deinen persönlichen Erfahrungen: Hier schilderst du viele Anzeichen, bei denen Dein Unterbewusstsein Dir etwas sagen wollte: "Hier stimmt was nicht". Nimm das für Dich mit, dieses "Unwohlsein" ist nämlich eine sehr nützliche Fähigkeit.

      Zu seinen Reaktionen: Liest sich für mich so, als wäre ihm wohl bewusst, dass er gerade etwas "zerstört" hat. Das ist für mich eher ein Zeichen für narzistisches Verhalten. Ein Soziopath wäre meiner Ansicht nicht so "emotional" sondern viel kälter.

      Aus dem Bild, dass Deine Beschreibungen liefern (was natürlich nicht stimmen muss), kann er entweder jetzt denken "Scheiße, da fehlt was, so eine böse, böse Welt, ich armer, von der Welt unnötig gedemütigter Mensch" oder er meint wirklich, dass die Mitleidsmasche dazu führt, dass Du Dich wieder in die Falle begibst. Für ersteres spricht, dass er versucht, sein Gejammer zu leugnen. Man merkt hier ein wenig, wie der innere Widerspruch des Narzissten an die Oberfläche kommt.

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  29. Hallo,
    und danke für den Bericht und die auch hilfreichen Kommentare.
    Vielleicht werde ich hier auf der Seite noch öfter herumwuseln. Vielleicht hat jemand Tipps für mich. Leider fange ich erst jetzt, mit Mitte 30 an zu bemerken, dass ich mich in meinem Leben oft bewusst mit Soziopathen umgeben habe, ohne wirklich zu wissen, dass sie welche sind. Das liegt vornehmlich an der Umgebung in der ich aufgewachsen bin, soviel ist mir jetzt bekannt. Nach sechs Jahren des Verteidigens und zwei Jahren des nicht Wahrhabenwollens bin ich mir jetzt ziemlich sicher, dass meine Schwägerin die Tendenzen des Narzissmus verlassen hat (oder schon immer hatte) und auf soziopathische Art und Weise ihr Lebensumfeld gestaltet/gestalten will. Nun wohnen sie und mein Bruder mit dem gemeinsamen Sohn zusammen (der noch mehr Bezugspersonen hat, nette Großeltern und Onkel ). Mein Bruder zeigt seid ein paar Jahren,in manchen Situationen stärker werdende Anzeichen der oben beschriebenen sekundär-Soziopathie. Ich habe eine gute Beziehung zu meinem Neffen und habe ihn schon immer oft besucht und dabei natürlich bei meinem Bruder und seiner Frau übernachtet (in unserer Familie ist das so) und auch eine ganze Weile in der Nähe gewohnt. Jetzt habe ich selber ein Kind und kann und will mir und meinem Kind, das Verhalten meiner Schwägerin nicht mehr gefallen lassen. Es ist mittlerweile sehr verletzend. Sie drängt sich sogar bewusst in die Beziehung des Vaters meines Kindes und diesem selbst und macht mich damit fertig, indem sie mir das in jeder Einzelheit unter die Nase reibt, wenn wir mal alleine in der Küche sitzen. Im Endeffekt geht es aber darum, dass ich weiterhin meinen Neffen besuchen will und auch muss, aber das Verhalten meiner Schwägerin mich immer nach spätestens zwei Tagen wieder aus dem Haus treibt. Ich habe sie auf einzelnes Fehlverhalten angesprochen, dass ich nicht dulden kann, mit der Option uns Kompromisse zu überlegen. Sie schreit daraufhin meinen Bruder an, geht weg und erzählt überall ich wäre verrückt und reagiert auf gar nichts von meiner Seite. Ich denke mittlerweile, sie freut sich darüber, dass ich endlich keine Kraft mehr habe meinen Neffen zu besuchen. Vielleicht hat jemand Tipps wie ich mit dieser Situation besser umgehen kann. Ich lasse mich psychologisch beraten, aber diese geschilderten Erkenntnisse sind, wie gesagt, so neu, dass ich mich über viele Anregungen freue und sie auch versuchen werde anzuwenden, so sie denn moralisch vertretbar sind.
    Einen schönen Abend und danke für jede eventuelle Antwort,

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  30. Großartig! Ich hatte mich lange mit einem Professor getroffen. Er nutze meine Abhängigkeit als Prüfling aus, verhielt sich EXAKT, wie hier angeführt und nutzte auch sog. persuasive Kommunikation. Als er nach Monaten immernoch nicht an sein Ziel kam (was er auch nie verrat, obwohl es doch klar ist, was ein älterer Herr von einer blutjungen Frau möchte) veränderte sich sein Charakter. Nie gab es genaue Antworten auf unangenehme Fragen meinerseits, immer drehte er den Spieß so um, dass ich am Ende tatsächlich dachte, dass die Avancen ursprünglich alle ausschließlich von mir ausgingen. Ich "unterstellte" ihm stets Lügen (er log!), doch er stritt ab oder erinnerte sich nicht an Gesagtes, hielt sich nicht an uniinterne Regulierungen und wechselte seine Geliebten. Er brach den Kontakt ab, beleidigte mich häufig unterschwellig, so dass man aber nichts antworten konnte und ich bin eigentlich ne taffe Frau! Ich hatte Monate lang Schuldgefühle, hielt mich für minderwertig und zweifelte an meinem Verhalten. Jetzt mache ich bald eine Therapie...
    DIESE SEITE HAT MIR GEHOLFEN. Danke!

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  31. Sehr guter Text !

    Was auch wichtig ist , dass man lange nicht handelt , weil man nicht glauben kann , dass es Menschen mit solchem Verhalten gibt. Weil es nicht logisch ist für Leute die menschlich denken. Die Antihumane/antisoziale Haltung macht für normale empathische Menschen keinen Sinn. Weswegen sie zuerst glauben sie hätten selbst etwas missverstanden oder sich unklar geäußert.

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  32. Sehr gut beschrieben. Der normal-empathische Mensch reagiert mit Innehalten und Nachdenken auf Widersprüche. Personen mit Narzissmus-nahen Störungen (mit dem Soziopathen quasi Extremfall) tun das nicht, denn sie können den Widerspruch nicht zulassen oder nehmen ihn gar nicht erst wahr.

    Im Gegenteil, sie sehen oft dieses Zweifeln der anderen als willkommene Schwäche, die sie für sich ausnutzen können. Und ihnen wird von unbedarften Dritten leider auch viel zu oft geglaubt.In der Hinsicht wird das tatsächliche Opfer regelmäßig vorsätzlich demontiert und "unglaubwürdig gemacht".

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  33. Ich werde nächstes Jahr 40 Jahre alt-und ich weiß seit drei Jahren,was meine Muttter hat....und seit meinem 14 Lebensjahr bin ich ständig nur am wegrennen...aber ich werde immer wiedergeholt...Mutter sagt allen ich bin ihr größtes Problem...aber sie möchte mich nicht aufgeben,sie liebe mich ja so.Und am telefon sagt sie allen,ich bin ja eine-ich muss mich ja mal selber loben....ich hätte ja Ärztin werden können,aber da hatte ich ja diese Tochter...und da habe ich mich für sie aufgegeben...ja ich weiß ich bin toll....aber nun leute,muss ich euch von gestern erzählen,was meine Tochter da wieder gemacht hat--unmöglich...aber ich die Heldin habe uns ja wieder mal gerettet.....
    So redet meine Mutter am Telefon...irre !
    Seit 40 jahren -und alle haben noch immer Mitleid mit ihr.
    Und das tollste -ich wohne nicht bei ihr-sondern bei einem Mann,der mich n bisschen misshandelt-aber wo ich schlafen kann.
    Ich will da nicht sein-aber zuhause machte Mutter waterboarding mit mir....und ich habe sooo geschrien...was ist das bloss ???
    Waqrum tut sie so-als ob das nie geschehen ist...warum holt sie immer die feuerwher uns sagt-ich hätte meinen Selbstmord angekündigt-weenn ich mal ein Chance habe zu entkommen....Was hat meine Mutter..ist das eine sonderform...so eine Art maligner Psy<chopath....sie foltert mich seit fünf jahren massivst-und sagt mir das auch ins Gesicht:Du kommst nicht wiet..oder..kommen nicht zuerst die alten und dann die Jungen..
    Einmla rief sie mich -allen Ernstes- an und sagte mir Folgendes:
    Ich habe die Polzie geholt-möchte dich gerne loswerden-habe gesagt -du hast selbstmordversuch gemacht-könntest du biite mitspielen-und sage nicht,was du alles kannst,sonst glauben die mir nicht-und ich muss dich nachher noch eine Nahct bei mir schlafen lassen.....also,sag nix von allem was du im Leben schon erreicht hast-mach dich klein !
    Ich war fertig mit der Welt und geschockt.
    Ich wurdfe psychologisch und mit 300 euro vom Weißen Ring betreut...aber seitdem will sie mich noch mehr bestrafen...ist das nicht eine artr Triebhafte Krankheit ????
    Meine Muuter kommt wie vor wie ien Kinderficker im endstadium-einer demm alles egal ist-und der plötzlich loslegt und alles fickt-was nicht bei drei auf den Baümen ist.
    Was hat sie...wie konnte sie Waterboarding machen-und keiner hörte mir zu ?
    Warum hat sie nur singel Freundinne mitgestörten Kids..warum kam Weihnachten nie Besuch ???
    Warum halten die Mütter alle zusammen...warum kann ich aus dieser Hölle nicht raus ???

    Hiiiiiiiilfe !!!!!!!
    Carradine

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  34. Ich bin doch sehr traumatisiert -wenn ich meinen Kommentar hier so lese....so viele Schreibfehler-es nimmt mich sehr mit...vor allem,weil mir doch schon soviel Leben entgangen ist-es aber nicht aufhört.
    Ich bin ddoch schon ruiniert und kaputt-warum machen die denn nie Pause ????!!!!!!!
    Carradine

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